Der eiskalte Knipser fehlt in Effeltrich

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga bekommt die SpVgg Effeltrich bisher kein Bein auf den Boden. Laut Stürmer Huppmann ist die Lage aber nicht aussichtslos.
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Ein Punkt ist die magere Ausbeute der SpVgg Effeltrich nach dem Abstieg aus der Kreisliga. Aber abgesehen vom 0:5 gegen Langensendelbach verlor das Schlusslicht der Kreisklasse 2 ER/PEG ausnahmslos mit nur einem Tor Unterschied. Stürmer Florian Huppmann, der im Sommer 2015 aus Poxdorf kam, wagt eine Analyse. Der 25-Jährige hofft darauf, dass im Kellerduell mit dem SV Hetzles am morgigen Sonntag der Knoten platzt.

Wer hat Sie angespielt?
Florian Huppmann: Stefan Ismeier. Er war mein Vorbild, als wir beim SV Poxdorf zusammen gespielt haben, und ein bisschen wie ein großer Bruder. Er hat mich als jungen Spieler oft aufgerichtet, wenn ich mal nicht gespielt habe und darüber enttäuscht war, und mir wertvolle Ratschläge erteilt.

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga nach nur einem Jahr hat Neu-Trainer Michael Appelt in der Vorbereitung viele lobende Worte gefunden. Woran liegt es, dass die SpVgg trotzdem nicht in Tritt kommt?
Wir haben derzeit noch viele Ausfälle zu beklagen, haben viele Verletzte. Durch permanent nötige Umstellungen, vor allem in der Defensive, haben wir uns bisher nicht richtig einspielen können. Und deshalb fehlen noch ein paar Prozentpunkte. Wir stehen ganz gut, aber im Gegensatz zu den Gegnern brauchen wir vier bis fünf Chancen, um ein Tor zu erzielen.

In der vergangenen Saison wurde die Einstellung einiger Spieler bemängelt. Hat jetzt ein Umdenken stattgefunden?
Ja. Der Trainer macht gute Arbeit und alle ziehen mit. Die jungen Spieler müssen noch herangeführt werden, machen ihre Sache aber schon ziemlich gut. Aber das nützt uns bisher wenig. Wir müssen jetzt endlich einmal punkten, um hinten rauszukommen, egal wie. Ein Stürmer wie Christian Kosel, der eiskalt vor dem Tor ist, aktuell aber eine Pause einlegt, fehlt uns natürlich ungemein.
Ich selbst kann auch nicht spielen, weil ich mir das Außenband gerissen habe. Ich hoffe ja noch, dass Christian in der Rückrunde zurückkehrt - ihn kenne ich noch aus der Jugend und er war auch ein Grund, warum ich von Poxdorf nach Effeltrich gegangen bin. Aber bis dahin müssen andere in die Bresche springen.

Eine gute Gelegenheit, den Hebel umzulegen, bietet das anstehende Kellerduell gegen den SV Hetzles, der aber schon einen Sieg auf dem Konto hat.
Ich kenne die Hetzleser nicht, ich habe - glaube ich - nur in der Jugend gegen den SV gespielt. Aber wird dürfen nicht auf den Gegner schauen, sondern nur auf uns. Wir müssen konstanter werden und uns endlich einmal belohnen. Wenn unser Kader vollzählig ist und wir in der Formation trainieren können, die dann auch im Punktspiel auf dem Platz steht, bin ich mir sicher, dass wir die nötigen Zähler sammeln, um die Klasse zu halten.

An wen geht Ihr Steilpass?
Ich spiele Kilian Bauer vom ASV Möhrendorf an. Wir kennen uns vom Stammtisch, bei dem einige Fußballer verschiedener Vereine dabei sind, und würde ihn einen guten Kumpel nennen. Auf dem Platz ist er durchaus zu gebrauchen und startet mit dem ASV heuer den dritten Anlauf, um aufzusteigen. Dafür wünsche ich ihm viel Glück.

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