Buckenhofen: Abstieg schafft Freiheiten

In der Bezirksliga haben die Bucki-Frauen nur noch sechs statt elf Gegner. Drei Mädels aus der Ersten erwartet dennoch ein sportlicher Terminkalender.
Katharina Heinrich, Lena Knauer und Anna-Lena Brütting (von links) streben mit dem SV Buckenhofen den Wiederaufsteig in die Bezirksoberliga an. Parallel trainieren sie die D-Juniorinnen des Vereins.  Foto: SVB
 
Die größte Auswirkung hat der Abstieg auf die Zahl der Spieltage. In der Bezirksoberliga haben die Handball-Frauen des SV Buckenhofen 22 Partien absolviert. In der Bezirksliga warten ab 1. Oktober lediglich zwölf Begegnungen. Die fehlende Handballzeit gleichen Katharina Heinrich, Anna-Lena Brütting und Lena Knauer als Trainergespann der neu gegründeten weiblichen D-Jugend des Vereins aus. "Der Abstieg spielt eine Rolle, aber wir hätten es wahrscheinlich trotzdem gemacht", sagt Knauer, die mit ihren zwei Teamkolleginnen einer wiederholten Bitte der SVB-Jugendleiterin Alexandra Schnell nachkam.


Keine Überschneidungen

Da sie zu dritt seien und sich sämtliche Aufgaben teilten, halte sich der Aufwand in Grenzen. Und: "Der Verein hat darauf geachtet, dass es keine Überschneidungen mit unseren eigenen Trainings- oder Spielzeiten gibt", erklärt Knauer, die selbst von Kindesbeinen an bei den Buckis spielt. Jeden Dienstag laden sie, Heinrich und Brütting um 17 Uhr in die Realschulhalle. Die 24-Jährige leitet zudem die Akrobatengruppe des "KinderZirkusBuckenhofen" und ist bei der Luftakrobatik aktiv.

In die neue Saison geht die Studentin ohne große Erwartungen. "Ich habe zwar vor ein paar Jahren mit unerer zweiten Mannschaft gegen Eltersdorf gespielt, aber auf diesen Gegner bin ich genauso gespannt wie auf die ganze Liga", erzählt Knauer mit Blick auf die Auftaktpartie am Samstag in einer Woche. Den ersten Gegner sieht der neue Coach Alexander Hankel als Meisterfavoriten, wie er im Interview verrät (siehe unten).

Die Mission Wiederaufstieg kann der Neu-Forchheimer mit fast unverändertem Personal angehen. Johanna Schnell stößt mangels weiblicher A-Jugend bereits im Alter von 16 Jahren zu den Damen, Abgänge gibt es nicht. "Wir haben aber schon mit Verletzungen zu kämpfen. Unter anderem Anna-Lena fällt zur Zeit aus", sagt Knauer. Zudem werden die auswärts studierenden Neuner-Schwestern Meike und Miriam nicht zu jedem Spiel kommen können.

Wie lief die Vorbereitung mit Ihrer neuen Mannschaft?
Alexander Hankel: Nach dem Abstieg hatte sich die Mannschaft entschieden, bereits im Mai ins Training einzusteigen. Wir haben das Augenmerk bewusst auf die Ballarbeit gelegt, um die Basis für ein schnelleres Umschaltspiel zu legen. Nach einer kurzen "Annafest"-Pause haben wir das gute Wetter genutzt und auf der Sportinsel weiter an der Ballsicherheit, aber auch an der Verletzungsprophylaxe gearbeitet. Nach der Rückkehr der letzten Urlauber stehen jetzt das Automatisieren der neuen Abläufe und die Verbesserung der Wurfausbeute an.

Wo steht die Mannschaft gut eine Woche vor dem ersten Punktspiel?

Die Mannschaft verfügt über eine solide technische Grundausbildung. Die Herausforderung liegt also eher darin, die vorhandenen individuellen Fertigkeiten zu einem funktionierenden Spielkonzept zu verbinden und das Bewusstsein für ein strukturierteres Spiel zu schärfen. Beeinträchtigt wird dieses Vorhaben allerdings durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Anna-Lena Brütting und Miriam Neuner, bei denen eine Rückkehr ins Training noch nicht absehbar ist.

Welche Ziele haben Sie?
Bei den vorhandenen Fähigkeiten der Mädels muss das Ziel lauten, ganz vorne mitzuspielen. Allerdings wollen wir die Saison nutzen, um ein solides taktisches Konzept zu schaffen, das nicht nur in der Bezirksliga trägt, sondern auch in der BOL.

Wen zählen Sie in der Liga zu den Favoriten?
Als Absteiger müssen wir wohl damit leben, dass wir zum engeren Kreis der Favoriten gehören. Daneben zählt der Vorjahresdritte und unser Auftaktgegner SC Eltersdorf sicherlich zu den ganz heißen Kandidaten, verfügen die Eltersdorferinnen mit Trainer Michael "Kitzmann" Gläßel doch über gehörig Erfahrung auf der Bank. rup/hgum

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