Baiersdorf: Ein Derby mit Signalwirkung

Nach zwei Pleiten ist der Druck auf den ATSV Erlangen vor dem Duell am Freitag beim BSV deutlich gestiegen. Auch Jahn Forchheim hat etwas gutzumachen.
Klaus Faßold (l.) trug vergangene Saison noch das Trikot des Baiersdorfer SV (hier im Spiel gegen Neudrossenfeld). Heute (19.30 Uhr) trifft er mit dem ATSV Erlangen auf seine alten Kollegen.  Foto: Sebastian Baumann
 
Vergangene Saison noch am Klassenerhalt des Baiersdorfer SV beteiligt, trägt Klaus Faßold nun das Trikot des ATSV Erlangen. Schon am Freitag kommt es in der Landesliga Nordost zum großen Derby, die aktuelle Form scheint klar für die Krenkicker zu sprechen.

Am Samstag ist die SpVgg Jahn Forchheim in der Nordwest-Staffel zuhause gegen den ASV Rimpar auf Wiedergutmachung für die jüngste 0:1-Niederlage aus.


Landesliga Nordost: Baiersdorfer SV (2.) - ATSV Erlangen (4.)

Das Spitzenspiel (Freitag, 19.30 Uhr) wird vor allem für Klaus Faßold eine besondere Begegnung. Vergangene Saison war der ATSV-Offensivmann noch am Klassenerhalt des BSV beteiligt. Nun trifft der 22-Jährige auf seinen Ex-Verein. Und nein, seinen Wechsel hat Faßold nicht bereut. "Natürlich passt mir das persönlich nicht, dass wir hinter Baiersdorf stehen", schmunzelt der Offensivmann. Faßold wohnt in Erlangen, die Wege zu seinem neuen Verein sind also kürzer, da lag ein Wechsel zum ambitionierten Aufsteiger nahe. Wie gut der Kader besetzt ist, zeigt immer wieder die Aufstellung der Reserve. "Der Kader ist groß, vor allem ist es ein Kader mit großer Qualität, nicht nur quantitativ. Da muss man jede Woche Gas geben."

Aktuell muss sich der ATSV etwas hinten anstellen. Nach souveränem Start schwächelte der Aufsteiger zuletzt, verlor zuhause mit 1:2 gegen Mitterteich und jüngst in Schwabach mit 2:3. Das bedeutet aktuell nur Rang 4, mit schon sechs Punkten Rückstand auf Baiersdorf und deren acht auf Spitzenreiter Quelle Fürth. Keine Frage: Für den ATSV wird es ein wegweisendes Spiel werden.

Für seinen Ex-Verein freut es Faßold natürlich, dass es so gut läuft. Die Krenkicker kassierten erst eine Saisonniederlage und scheinen aktuell die einzige Mannschaft zu sein, die der Quelle gefährlich werden kann. "Baiersdorf hat den Schwung mitgenommen aus dem Klassenerhalt über die Relegation. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass die junge Mannschaft das so konstant hinbekommt", lobt der Ex-Baiersdorfer den kommenden Gegner: "Mal abwarten, wie Baiersdorf aus der Winterpause kommt, denn nach dem Winter wird bekanntlich die Meisterschaft entschieden", orakelt Faßold fast schon ein bisschen. Seinen bisher zwei Treffern will Faßold noch den ein oder anderen hinzufügen - am liebsten gleich im Derby.

Als Ziel hat sich der Offensivmann gesetzt, in dieser Saison zweistellig zu treffen. Da ist noch Arbeit zu verrichten.


Wer stoppt Jens Wartenfelser?

Deutlich torgefährlicher ist da auf Baiersdorfer Seite Jens Wartenfelser, der schon elf Treffer auf dem Konto hat. Das ist natürlich auch Klaus Faßold aufgefallen, der immer wieder, wenn es in den Zeitplan passt, bei den alten Kollegen vorbeischaut und die Spiele beobachtet. "Ich hätte nicht gedacht, dass er so torgefährlich ist. Man kann erahnen, dass er noch einiges vorhat in Zukunft." Dennoch ist Faßold nicht bange vor dem Duell mit Baiersdorf und dem Goalgetter der Liga. "Er trifft ja auf unsere robusten Abwehrspieler, die machen das schon." BB


Landesliga Nordwest: SpVgg Jahn Forchheim (2.) - ASV Rimpar (5.)

Schon wieder diese Nachspielzeit: Der Jahn wähnte gegen die Reserve des FC Schweinfurt 05 schon einen Punkt auf dem Konto, ehe ein wildes Durcheinander nach einer Ecke noch die 0:1-Niederlage besiegelte. Wieder Zähler hergeschenkt, wieder ärgerte sich Coach Michael Hutzler. "Das ist einfach nur unnötig gewesen, für die Jungs tut es mir leid, sie haben alles versucht." Weil Schweinfurt aber tief stand, sich nicht locken ließ und Forchheim über eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen musste, fehlten dem Aufstiegsfavoriten Ideen und Mittel. Dennoch: Forchheim ist weiter inoffizieller Tabellenführer, noch steht aber Unterpleichfeld mit einem Spiel und einem Punkt mehr auf Rang 1.

Wie eng die Liga derzeit beisammen ist, verdeutlicht schon der Blick auf die Tabelle: Nur fünf Punkte trennen den Spitzenreiter von Platz 8, in die obere Region ist inzwischen auch der ASV Rimpar vorgestoßen, jener Gegner also, den die SpVgg am Samstag um 15 Uhr auf heimischem Rasen empfängt. Allein die Tatsache, dass sich der ASV nach oben gekämpft hat, nötigt Hutzler den Respekt ab. "Alle Mannschaften, die vorn dabei sind, haben Qualität im Team. Da ist es möglich, gegen jeden zu verlieren."

Eine weitere Niederlage soll es aber logischerweise nicht werden. Zwar kennt Hutzler den Gegner nicht, auch als Spieler ist er nie gegen den Klub aus dem Würzburger Umland aufgelaufen, Informationen werden von ihm aber noch eingeholt. Beim Jahn müssen derzeit Sven Wieczorek und Senad Bajric ersetzt werden: Wieczorek wurde nach seiner überzogenen Roten Karte gegen Schweinfurt II für nur zwei Spiele gesperrt, Bajric fehlt krankheitsbedingt. tsc





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