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Handball

TSH-verkauft sich gut, zahlt aber auch Lehrgeld

Die Überraschung lieb aus, doch die Zuschauer honorierten den engagierten Auftritt der TSH-Damen bei ihrer Premiere in der 3. Liga Süd mit viel Applaus.
Im engen Abwehrverbund der Metzingerinnen gab es für Steffi Mittasch (Mitte)  und Co. oftmals kaum ein Durchkommen.Picturedreams
 
Der Mitaufsteiger aus Metzingen, dessen erste Mannschaft derzeit die Frauen-Bundesliga anführt, war eine Nummer zu groß für das wackere Team von Trainer Klaus Watzinger.


TS Herzogenaurach - TuS Metzingen II 24:32

Angeführt von den erstligaerfahrenen Akteurinnen Delaila Amega, Alexandra Kubaska oder auch Vivien Büscs schlugen die Gäste immer wieder zu - mit Vorliebe dann, wenn die Gastgeberinnen nur drei, vier Sekunden zuvor ein eigenes Erfolgserlebnis verbucht hatten. Diese schnellen Gegentore zogen sich wie ein roter Faden durch die Partie und waren mit ausschlaggebend, dass die TSH viel Lehrgeld bezahlte: Es darf nicht passieren, dass eine gegnerische Spielerin wie Ameda nach einem Treffer völlig ungehindert über die Mitte bis zum Neun-Meter-Kreis vordringt und unbehelligt einnetzen kann.
Demgegenüber bestach die TSH mit vielfach tollen Ballkombinationen, ohne jedoch Kapital aus den Einwurfchancen zu schlagen - speziell in den ersten 15 Minuten. Entmutigen ließen sich die Gastgeberinnen jedoch nicht und forderten die Metzingerinnen mit einer vorne wie hinten über weite Strecken überzeugenden Leistung. Beim Pausenpfiff war die TSH durchaus wieder auf Augenhöhe mit den Gästen (13:16).

Nach dem Wechsel stellte Trainer Watzinger Saskia Probst offensiv gegen Ameda, die nachfolgend kaum noch in Erscheinung trat, und als sich Torfrau Martina Ebersberger in einen Rausch steigerte, keimte wieder Hoffnung. Doch gerade hier hielten die Gäste die TSH mit etwas zu einfachen Einzelaktionen auf Distanz und profitierte zudem von einigen zweifelhaften Zwei-Minuten-Strafen, welche das Watzinger-Team immer dann zurück warfen, wenn es gerade zwei Treffer hintereinander erzielt hatte. Sieben Zeitstrafen entsprechen nicht dem tatsächlichen Geschehen, zumal auf der anderen Seite deutlich kräftiger hingelangt wurde.

Es wurde aber auch offenbar, dass die Gäste bei jeder eigenen Abwehrlücke stets mit schnellen Beistellschritten zusammenrückten, um so - kaum sichtbar - Bestle und Co. festzunageln, während der Herzogenauracher Abwehrverbund zu weit auseinander stand und deshalb meist mit ausgebreiteten Armen agieren musste, wodurch etwaige Regelverstöße für die Schiedsrichter natürlich leichter zu erkennen waren.

Diese ständige personelle Dezimierung war dann doch zu viel, der Gegner nutzte dies aus und zog davon. Neben der vor allem nach der Pause großartigen Ebersberger kamen auch Sarah Stephan, Laila Schneidereit, Laura Wedrich und Nina Bestle recht gut zurecht, während Jana Lichtscheidel zwar mehrfach ihre Klasse andeutete, aber im Wurfabschluss noch effektiver werden muss. Man wusste schon vor dem Rundenbeginn, dass man anfangs viel Lehrgeld zahlen wird, gegen Metzingen war dies offensichtlich. Doch der enorme Leistungsanstieg gegenüber dem Pokalspiel sollte alle Protagonisten bei der TSH zuversichtlich machen.

"Unsere Würfe waren noch unzureichend, und was die Foulbewertungen anbelangt, wurde nach der Pause mit zweierlei Maß gemessen", sagte Trainer Watzinger hinterher, der gute Erkenntnisse gewonnen hat, aber auch weiß, dass er seiner Abwehr noch mehr Professionalität einimpfen muss.

TSH: Ebersberger - Stephan (5), Egle (1), Wedrich (3/2), Bestle (5), Mittasch, Probst (1), Schneidereit (3), Lichtscheidel (3), Lang, Theobald, Mittelheisser (2), Küffner (1)
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