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Leichtathletik

Finsel pulverisiert Streckenrekord

Die Resonanz auf den vierten Sommerbiathlon des TSV Neuhaus war überschaubar, die Leistungen dafür aber sehr gut und der Spaß am Sport kam nicht zu kurz.
Auch Linda Oberender machte an der Armbrust eine gute Figur, obwohl sie mit drei Schuss keine 14 Ringe zusammen und deshalb zwei Strafminuten aufgebrummt bekam. Fotos: Picturedreams (2) / privat
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Willi Wahl stellt nach der vierten Auflage des Sommerbiathlons die Sinnfrage: "Lohnt es sich überhaupt, die Veranstaltung am Leben zu erhalten?" Der Cheforganisator der gastgebenden Leichtathletikabteilung des TSV Neuhaus ist enttäuscht, dass trotz 100 freier Startplätze nur 51 Männer und Frauen den Weg ans Sportgelände gefunden haben.
"Wir haben in den vergangenen Jahren immer viel Lob von den Teilnehmern erfahren, aber wenn man sieht, dass viele dann im Folgejahr nicht wiederkommen, weiß man nicht genau, was man auf dieses Lob geben kann", sagt Wahl. Egal ob 50 oder 80 Starter - der Aufwand für die Helfer sei der gleiche. Bei ausbleibender Resonanz jedoch werde es für das Organisationsteam schwierig, sich den Spaß an der Sache zu bewahren. Es sei eine Zeitgeist-Erscheinung, dass selbst die Vereinsmitglieder oft durch Abwesenheit glänzten, was auch bei der im Rahmen der Sportlerkirchweih veranstalteten Kinder-Olympiade tags darauf zu erkennen gewesen sei. "Man kann nicht immer nur fordern, dass etwas geboten wird, man muss sich halt auch mal blicken lassen", betont Wahl.


6,4 Kilometer, die es in sich haben

Der besondere Reiz des Sommerbiathlons sei schließlich, dass es nicht bierernst zugehe und sich die 6,4 zu bewältigenden Kilometer auch an Gelegenheits-Läufer richten, die dazu interessehalber mal mit einer Armbrust schießen wollen. "Und es ist gar nicht so einfach, mit drei Schuss 21 Ringe zusammenzubekommen, um nicht mit einer Strafminute belegt zu werden. Ich hab es selbst probiert", sagt Wahl, dessen Ärger über die überschaubare Teilnehmerzahl mit Blick auf den sportlichen Verlauf schnell verfliegt. "Wer unter 14 Ringen bleibt, erhält zwei Strafminuten, bei weniger als sieben Ringen würden drei Strafminuten fällig. Doch das gab es diesmal gar nicht, und auch zwei Strafminuten gab es nur für die wenigsten. "
Beleg dafür, dass die Teilnehmer auf dem Waldschießplatz - einem ehemaligen Steinbruch im Hader Holz - in ihrem dreiminütigen Zeitfenster auf Zielgenauigkeit Wert legten. Und auch beim Laufen waren die Leistungen richtig gut. "6,4 Kilometer hören sich nicht so viel an, aber auf dem schwierigen Untergrund haben die es in sich", erzählt Wahl. Dass der Sieger den bis dato herrschenden Streckenrekord förmlich pulverisierte, war deshalb durchaus überraschend. "Für mich war Alexander Finsel der Favorit. Aber 22:08 Minuten sind ein Wort, zumal Profi-Triathlet Swen Sundberg im vergangenen Jahr um die 24 Minuten benötigte, was auch schon sehr gut war", sagt der Cheforganisator über den schnellen Mann aus Coburg, der fast zwei Minuten Vorsprung auf seinen Teamkameraden Markus Linzmayer und den drittplatzierten Holger Ganschow hatte.


Treffsicherer Torhüter

Bei den Frauen setzte sich - ebenfalls mit komfortablem Vorsprung - Carmen Schlichting-Förtsch vom SC Kemmern durch, die nicht nur auf eine gute Laufleistung sondern auch auf - lang ist's her - Schützenverein-Erfahrung zurückgreifen konnte. Als bester Schütze wurde mit 29 von 30 möglichen Ringen Sebastian Kammerer geehrt, der sich als Fußball-Torwart beim TSV normalerweise um das Verhindern von Treffern kümmert.
Besonders freute sich Willi Wahl über die zwölf teilnehmenden Mannschaften, darunter Familien, Nachbarn oder Berufskollegen wie das Bürgermeister-team mit Karsten Fischkal (Adelsdorf), Klaus Hacker (Oberreichenbach) und Heinrich Süß (Weisendorf), die das zentrale Thema der Veranstaltung, nämlich den Spaß am gemeinschaftlichen Sportln, in den Fokus rückten.
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