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Sport  // Erlangen-Höchstadt

Der Querläufer unterwegs

Wien, nur du allein

Jochen Brosig vom FSV Großenseebach trifft sich regelmäßig mit Sportlern der Region auf deren Lieblingslaufrunde. Dabei geht er immer wieder neue Laufwege.
Der Querläufer Jochen Brosig hat das Ziel des Wien-Marathons vor dem Turm des Rathauses erreicht. Voher und nachher war Sightseeing in Österreichs Hauptstadt angesagt. Fotos: privat
 
Ob regionaler Kirchweihlauf oder internationaler Marathon spielt keine Rolle. In Wien war der Querläufer noch nie am Start. Da fragt man sich, warum? In Studien ist Wien seit 2009 durchgängig die lebenswerteste Stadt der Welt. Wien, die Kaiserstadt, die Stadt der Musik, des Theaters und der Künste. Der "Steffl", die Hofburg, Schloss Schönbrunn, der Prater, das Riesenrad und die Nationalgalerie, aber auch die Wiener Kaffeehäuser.
Wer regelmäßig bei Laufveranstaltungen in der Region startet, den zieht es auch einmal in die Ferne. Jetzt hat Jochen Brosig für sich und die Läuferfrau ein Ticket für den Wien-Marathon besorgt und schon ging's los. "Hello Vienna calling, hello, hello Vienna calling, ..." sang schon Johann Hölzel alias Falco in den Achtzigern.

"Willst du nicht auch einmal in Wien an den Start gehen?", fragte mich mein Freund Leon schon seit Jahren. Er ist ein bekennender Fan des Vienna-City-Marathons, kurz VCM. Außerdem ist Leon ein Friendship-Runner des VCM. Die Friendship-Runner kennen Wien und den City-Marathon, weil sie schon mehrmals am Start waren. Jetzt helfen sie den Teilnehmern mit Tipps und Hinweisen. Die Friendship-Runner stehen für praktische Fragen rund um den VCM zur Verfügung. Leon schwärmt Jahr für Jahr von der tollen Atmosphäre in Österreichs Hauptstadt, wo er sogar schon den mehrfachen Olympiasieger und Weltmeister Haile Gebrselassie getroffen hat.

Dieses Jahr hat es endlich geklappt. Nach langfristiger Planung haben die Läuferfrau und ich im Hotel Erzherzog Rainer eingecheckt. Zentrumsnah und verkehrsgünstig nahe einer U-Bahn-Station. Natürlich gehört zu so einem Laufwochenende das passende Rahmenprogramm. Sightseeing mit Hofburg, Prater, Schönbrunn und natürlich ein Heuriger in Grinzing. Wir haben die Qual der Wahl. Wien, wir kommen!

Querläufer: Jahr für Jahr zieht es dich nach Wien. Was reizt dich am VCM? Und wie bist du Friendship-Runner geworden?
Leon Terentiv: In Wien war ich schon sechs oder sieben Mal am Start. Auf der Homepage des VCM konnte man sich als Friendship-Runner bewerben und ich wurde genommen. So einfach wie es klingt, war es auch.

Die Anreise klappte perfekt. Für den Freitag war Sightseeing angesagt. Zwischen Café Sacher mit der obligatorischen Sachertorte am Vormittag und dem Abendessen "Beim Heurigen" in Grinzing hatten wir Programm abzuarbeiten. Eine Fahrt mit dem Fiaker war Pflicht. Als wir aussteigen, treffen wir auf eine Gruppe von Krenläufern aus Baiersdorf. Die Welt ist klein. Kurzentschlossen begleiten wir sie auf einem Stadtrundgang mit Führer durch die "Innere Stadt", rund um den Stephansplatz und die Hofburg.

Querläufer: Was macht für dich die Anziehungskraft des Vienna-City-Marathons aus?
Klaus Novak: Wien ist eine wunderschöne Stadt. Hier an den Start zu gehen, ist wie eine Städtetour. Die Kultur und die Architektur von Wien begeistern uns. Außerdem war es der einzige freie Termin. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Baiersdorfer Krenlauf am Sonntag, 14. Mai.

Wie immer vor einem Marathon kribbelt es am Samstag besonders. Deshalb war am Tag vor dem Rennen außer der Marathonmesse mit Startunterlagen abholen nur eine Stadtrundfahrt mit den Hop-On-Hop-Off-Bussen angesagt. Wegen der Aufbauarbeiten für Sonntag war die historische Straßenbahn, die Vienna-Ring-Tram, außer Betrieb. Die Startnummernausgabe im Messezentrum war schnell erledigt. Anschließend ging es mit der U-Bahn zum Rathaus. Im Festsaal fand bei klassischer Musik die Carbo-Loading-Party statt.

In dieser stilvollen Location ist die Vorfreude zu spüren und zu schmecken. Kaiserschmarrn statt Pasta - der Querläufer ist begeistert. Das Streicherquartett spielt einen Wiener Walzer. Und wer tanzt mittendrin? Gerti und Hans Hösch vom Erlebnislauf-Team legen gekonnt einen Walzer aufs Parkett. Daneben steht eine große Truppe von Erlebnisläufern. Diese Mischung von Vorfreude, Anspannung und klassischer Musik im historischen Rathaussaal mit Kronleuchter und Buntglasfenstern lässt keinen kalt.

Querläufer: Was machst du in Wien?
Gerti Hösch: Den Wien-Marathon haben wir ganz spontan beim Skifahren beschlossen. Eine Kurzvorbereitung in acht Wochen muss reichen. Das Ambiente in diesem schönen Rathaus ist wunderbar. Und das Streicherquartett animiert zum Tanzen.

Sonntagmorgen. Kühle Temperaturen und ein leichter Wind, aber entgegen der Wetterprognosen Sonnenschein. Für mich bestes Laufwetter. Am Start wird der Donauwalzer von Johann Strauß gespielt. Etliche Bands und Musikgruppen sowie die vielen Zuschauer sorgen auf der Strecke für Stimmung. In Wien wird es nie langweilig. Sehenswürdigkeiten wechseln sich mit ausgelassenen Zuschauern auf unserem Weg zum Ziel ab.
Bei Kilometer 20 biegen die Halbmarathonis ab. Wir laufen die zweite Runde. Der Wind stört nicht. Sonnenschein und blauer Himmel. Motivation pur für Läufer und Zuschauer. Der Wien-Marathon macht Spaß. Im Ziel wartet der rote Teppich. Da klopft mir jemand auf die Schulter. Daniel vom SSV Forchheim geht mit mir durchs Ziel.

Querläufer: Warum Wien? Reizt es eine neue persönliche Bestzeit auf dieser schnellen Strecke oder ist es für dich ein Genusslauf?
Daniel Löb: Nein, ganz anders. Meine Frau stand vor der Wahl Hamburg oder Wien. Sie hat sich für die Donaustadt entschieden. Und es war eine gute Wahl.

Wie immer nach einem Marathon waren am Montag die Beine schwer. Das hinderte uns aber nicht daran auf den Spuren Hansi Hölzels alias Falco durch Wien zu schlendern. Erster Anlaufpunkt war die Ziegelofen-Gasse, wo der Sänger seine Kindheit verlebt hat. Von dort weiter zum Rainer-Gymnasium nahe der Wiedner Hauptstraße. An der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse befindet sich die "Falco-Stiege". Zwischenstopp am U4, Falcos Stamm-Diskothek, und weiter zum Schwedenplatz.

In einer Seitengasse soll ein Wiener Unikat zu finden sein. Im Salon Er-Ich lassen sich so ziemlich alle österreichischen Prominenten ihre Haare schneiden. Auch Falco gehörte zu den Kunden des Haarschneiders aus Wien. Zum Ausklang durfte es noch ein "Großer Brauner" im Café Hawelka in der Dorotheergasse sein. Nicht nur Falco war hier Stammgast. Neben André Heller und Andy Warhol saßen hier schon viele Größen aus Theater, Kunst und Film. So hatten wir genügend Zeit, unsere Erlebnisse auszutauschen. Bei Wien muss man ins Schwärmen kommen. Wie sang schon Peter Alexander: "Wien, Wien, nur du allein sollst die Stadt meiner Träume sein."

Run happy and smile!
Euer Querläufer

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