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Vom Spitzenreiter ausgebremst

Im Topduell der Bayernliga kassierten die TSH-Damen gegen einen starken Aufsteiger ihre erste Pleite. Die wäre aber vermeidbar gewesen.
Nina Bestle (Mitte) war eine der besten bei der TSH, doch auch sie konnte die Niederlage nicht verhindern. Fotos: herzopress
 
"Nun sind wir wenigstens die uns von Mitbewerbern ständig zugedachte Favoritenrolle los", sagte Trainer Hans-Jürgen Kästl nüchtern. Kurz zuvor hatten die Bayernliga-Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach ihr Heimspiel gegen den Aufsteiger HSG Würm-Mitte verloren. In einem auf insgesamt gutem Niveau stehenden Spiel des Tabellenführers aus Südbayern beim bisherigen Verfolger aus Mittelfranken stellten sich die Gäste vor gut 100 Zuschauern exakt so vor, wie es der TSH-Coach erwartet hatte: enorm "kniffig", konditionell und technisch bestens ausgebildet und mit guter Moral ausgestattet.


TS Herzogenaurach - HSG Würm-Mitte 24:27

Die mit zwei Ausnahmen körperlich deutlich kleineren, aber enorm beweglichen Gäste drückten über weite Strecken der Begegnung ihre Tugenden durch, bildeten eine massive Abwehr, aus der mehrfach erfolgreich die eine oder andere Akteurin blitzartig in die Rückraumpässe der TSH lief, um den Ball abzufangen, wovor Kästl bereits im Vorfeld gewarnt hatte. Die Gegenstöße der HSG waren dann überfallartig, doch weil Martina Ebersberger im Herzogenauracher Tor stark hielt und sogar zwei Siebenmeter entschärfte, hatte das zunächst keine Folgen, die TSH lag nach neun Minuten mit 4:2 in Führung.

Das veranlasste den Gästetrainer zu einer Auszeit, nach der sein Team bissiger wurde und die Gastgeberinnen zu technischen Fehlern zwang. Zudem wartete auch HSG-Torfrau Contro mit zahlreichen Glanzparaden auf, was zunehmend zur Verunsicherung bei den Kästl-Schützlingen führte. Erst offenbarten sich Schwächen bei der Kreisabwehr, dann gab es bei Rückraumwürfen aus sieben, acht Metern kaum Gegenwehr. Nur durch Einzelaktionen von Erdmann und Bestle blieb die TSH in Front (10:7), doch die Sicherheit im Spiel fehlte. Kein Wunder also, dass die Südbayern die Partie drehten und zur Pause mit 14:12 führten.


TSH macht sich das Leben schwer

So wie die Begegnung bis dahin verlaufen war, war den Gastgeberinnen eine Wende zuzutrauen - das hatten sie in den vergangenen Spielzeiten immer einmal wieder unter Beweis gestellt. Andererseits war deutlich geworden, dass die HSG noch zulegen konnte, das folgende Kopf-an-Kopf-Rennen über 15:15 (35.) und 22:22 (49.) fiel den Gästen auch mental viel leichter. Vor allem aber machte sich die TSH selber das Leben schwer, allein sieben prima herausgespielte und glasklare Torchancen, bei denen man frei zum Abschluss kam, wurden fahrig vergeben.

Dass ein Aufsteiger auswärts cleverer auftritt als die hoch eingeschätzten Gastgeberinnen, ist zwar ungewöhnlich, wurde hier aber Realität. Mit ihrem enorm kompakten, dynamischen und abwechslungsreichen Auftritt wird die HSG Würm-Mitte auch auswärts zweifellos noch oft zwei Pluspunkte erspielen und erkämpfen. Die TSH sollte diesem Ergebnis nicht allzu lange nachtrauern, muss aber an sich arbeiten, braucht mehr Kompaktheit in der Deckung, muss die Ballverluste minimieren und effektiver werden. Wenn aber aus dem Rückraum nur von der erneut großartigen Bestle oder Erdmann echte Gefahr aus geht, ist man zu leicht auszurechnen.


Dann kam auch noch Pech dazu

Die verletzte Nicole Mittelheisser wird im rechten Rückraum schmerzlich vermisst, fehlte es gegen die HSG Würm-Mitte doch an der dynamischen Gegenbewegung und an Distanzwürfen. Allerdings verdeutlichte Kästl auch: "Meine Enttäuschung hält sich in Grenzen, weil wir einem starken Gegner unterlegen waren. Und die vielen klaren, von uns aber vergebenen Torchancen verdeutlichen, dass wir es hätten packen können. In den letzten zehn Minuten kam dann auch noch viel Pech dazu, und da kann man einen gut ausgebildeten Gegner nicht mehr aufhalten".

TSH: Ebersberger, Bernhardt - Kräck, Stephan (2), Wedrich (1), Bestle (4), Probst (4), Mergner (3), Erdmann (8), Lang (1), Merz, Frank, Theobald 1 und Küffner





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