Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Stephan und Co. überzeugen als Team

Die TSH-Damen polieren bei der HSG Fichtelgebirge ihr nach der jüngsten Niederlage ihr angekratztes Selbstbewusstsein auf und begeistern ihren Trainer.
Sarah Stephan trat inMarktredwitz nicht als Vollstreckerin sondern eher als Vorbereiterin für andere TSHlerinnen auf. Foto: herzopress/Archiv
 
Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung entführten die Bayernliga-Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach zwei Punkte aus der Höhle des Löwen in Marktredwitz. Bei der HSG Fichtelgebirge, in deren Halle die Verwendung von Harz untersagt ist, setzte sich das Team von Trainer Hans-Jürgen Kästl mit 25:21 durch. Gleichzeitig leistet die TSH damit moralische Aufbauarbeit an sich selbst, nachdem die knappe Niederlage gegen die HSG Würm-Mitte ein wenig am Selbstbewusstsein genagt hatte.


HSG Fichtelgebirge - TS Herzogenaurach 21:25

Die Gäste wollten sich nicht in die Außenseiterrolle drängen lassen, stemmten sich mit allen Kräften und bald auch spielerischem Können gegen die HSG. Diese lag zwar zunächst in Führung (5:3), doch spätestens mit dem Treffer zum 5:5 in der 14. Minute wurde den Gastgeberinnen und rund 100 lautstarken Anhängern auf der Tribüne klar, dass sich der langjährige Rivale nicht wie früher schon oft durch die wuchtige Spielweise aus dem Konzept bringen lassen würde.

Die 11:10-Pausenführung der TSH war zwar noch kein eindeutiges Signal, wohin die Reise in den zweiten 30 Minuten gehen würde. Doch Kästl ergriff eine kleine, aber wirkungsvolle Maßnahme: Anne Wölfel, überragende Linkshänderin im rechten Rückraum der HSG, hatte es in der ersten Halbzeit mehrfach geschafft, durch das gezielte Suchen der Körpernähe zur direkten Gegenspielerin gepaart mit "Fallsucht" Zeitstrafen gegen die TSH zu erwirken. Da Kästl befürchtete, dass die Schiedsrichter Wölfels Vorgehensweise weiter nicht ahnden würden, entschloss er sich, die Linkshänderin in Pressdeckung nehmen zu lassen, um deren Durchbruchversuche schon im Keim zu ersticken und parallel auch die Positionsangriffe der HSG zu stören.

Dies sowie die großartige Martina Ebersberger im Tor und eine optimal zur Ballseite schiebende Fünfer-Abwehr machten es den Gastgeberinnen so schwer, dass diese die Begegnung nicht mehr drehen konnten. Über 14:14 und 17:15 setzte sich die TSH ein bisschen ab und bestimmte zunehmend das Geschehen auf dem Spielfeld.
Kästl freute sich besonders darüber, wie geduldig und gezielt es seinem Team gelang, über klare Strukturen und meist von Nina Bestle ausgehenden Ballpassagen die Flügel und hier speziell Rechtsaußen Saskia Probst in gute Wurfpositionen zu bringen. Die Jugendnationalspielerin zeigte, diesmal nicht mit der "Last" von zuvor 60 Minuten Jugend-Bundesliga in den Knochen, ihre ganze Klasse, indem sie bei 14 Würfen 13 Tore machte, darunter auch fünf eiskalt verwandelte Strafwürfe.


Noch variabler werden

Doch der Coach betonte, dass der Erfolg nur durch die tolle und geschlossene Mannschaftsleistung möglich war, lobte hier die junge Kreisläuferin Kristin Lang für ihre großartige Abwehrleistung ebenso wie die erneut bemerkenswert clevere Laura Wedrich im Offensivverhalten. Selbst der HSG-Einsatz einer siebten Feldspielerin konnte der TSH-Abwehr nichts anhaben, und so kam es in einer fairen Begegnung zu einem verdienten Erfolg für die Gäste.
"Wir haben heute vieles richtig gemacht, und dies trotz Harzverbot. Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber im nächsten Spiel können wir auch wieder Steffi Mittasch einsetzen, was unser Angriffsspiel noch variabler und effektiver macht", betonte Kästl nach der Begegnung. Mittasch war in der vergangenen Saison eine der erfolgreichsten Torschützinnen bei der TSH, musste zuletzt aber studienbedingt passen.

TSH: Ebersberger - Kräck (1), Wedrich (5), Stephan (2), Bestle (1), Probst (13/5), Friedl (1), Mergner (2), Erdmann, Theobald, Lang, Küffner, Merz





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.