HCE verpflichtet russischen Nationaltorhüter

Der HC Erlangen hat mit der Verpflichtung des russischen Nationaltorhüters Igor Levshin auf die Verletzung von Nikolas Katsigiannis reagiert.
HCE Geschäftsführer René Selke (links) hieß Torwart Igor Levshin gestern in Erlangen willkommen. Foto: privat
 
Der HC Erlangen hat mit der Verpflichtung des russischen Nationaltorhüters Igor Levshin auf die Verletzung von Nikolas Katsigiannis reagiert. Levshin, der 90 Länderspiele für sein Heimatland bestritt, erhält beim fränkischen Bundesligisten einen Vertrag für den Zeitraum bis Katsigiannis wieder einsatzfähig ist. Levshin ist ab sofort spielberechtigt und wird dem mittelfränkischen Bundesligisten schon am heutigen Samstag um 19 Uhr im Heimspiel gegen den TVB 1898 Stuttgart zur Verfügung stehen.


Internationale Erfahrung

Nach seiner Zeit in Stralsund (2002 bis 2009), Schwerin und beim SC DHfK Leipzig kehrte Igor Levshin 2013 in seine Heimat zum HC Permskie Medvedi zurück, wo er den russischen Pokal gewann und im EHF-Cup spielte. In der vergangenen Saison lief er in Katar für Al-Rayyan SC auf. Die sportliche Vita des 1,98 Meter großen Russen kann sich sehen lassen. So nahm er an drei Welt- und vier Europameisterschaften teil und gewann mehrere nationale Meisterschaften. Aufgrund der Pause der katarischen Liga hat Levshin die Freigabe seines Vereins erhalten.
Auch bei diesem Transfer mussten alle Parameter stimmen und René Selke, Geschäftsführer des HC Erlangen, ist davon überzeugt, die beste Lösung gefunden zu haben: "Wir sind sehr froh, dass wir in dieser nicht gerade einfachen Situation eine solche Lösung präsentieren können. Igor spricht hervorragend deutsch, wird uns mit seiner großen internationalen Erfahrung sofort weiterhelfen und will den HC Erlangen unbedingt unterstützen." Auch der Neuzugang freut sich auf seine neue Aufgabe. "Es ist für jeden Handballer immer ein Traum, in der stärksten Liga der Welt zu spielen. Ich will dem HC Erlangen sofort helfen und bin schon sehr auf das Spiel gegen Stuttgart gespannt."


Ein gestandener Erstligist

Vor eigenem Publikum soll für den HCE der zweite Saisonsieg her, nachdem es unter der Woche beim TBV Lemgo trotz einer beherzten Aufholjagd nicht zum erhofften und durchaus möglichen Punktgewinn reichte. Trainer Robert Andersson hatte vor allem die Defensivleistung in der ersten Halbzeit bemängelt, erst "in den letzten 20 Minuten war ich mit allen Mannschaftsteilen zufrieden". Daran soll heute von Beginn an angeknüpft werden.
Die Gäste, die jüngst - auch dank einer starken Torwartleistung - ihren ersten Saisonsieg erkämpften, schieben die Favoritenrolle dem HCE zu. "Für mich ist das kein Aufsteiger, sondern ein gestandener Erstligist", sagt TVB-Trainer Markus Baur, der die Mittelfranken mehr unter Zugzwang sieht als sein Team. Aber er kündigt selbstbewusst an: "Wir wollen unsere Qualitäten aus den Heimspielen jetzt auch auswärts zeigen."

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