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Es könnte eng werden an der Spitze

Sollten die auf freiwilliger Basis möglichen Nachholspiele zustande kommen, könnte das Führungstrio der Kreisklasse 1 noch näher zusammenrücken.
ASV Höchstadt - DJK Erlangen: Die Heimelf (rote Trikots) lag schon nach 26 Minuten mit 0:3 zurück, feierte am Ende aber einen Punktgewinn und geht entspannt in die Winterpause. Foto: Picturedreams
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Stand gestern wird in der Fußball-Kreisklasse 1 Erlangen/Pegnitzgrund am kommenden Wochenende noch einmal der Ball rollen. Zwar ging der letzte offizielle Spieltag des Jahres am vergangenen Sonntag über die Bühne, doch um zu vermeiden, dass zu viele Nachholspiele als Hypothek mit nach 2017 geschleppt werden, wollen einige Teams am zweiten Advent noch einmal auflaufen. Drei dieser in der Kreisklasse 1 neu angesetzten Partien wurden inzwischen erneut abgesagt, vier Begegnungen könnten stattfinden.

Dass dem so ist, verdanken die Klubs einem Versehen von Kreisspielleiter Max Habermann, der erklärt: "Laut Rahmenterminkalender finden keine Nachholspiele nach dem 27. November statt. Das hatte ich übersehen und deswegen noch einen Spieltag angesetzt. Und den habe ich jetzt drin gelassen, weil es ja Vereine gibt, die spielen wollen. Wenn sich beide Gegner einigen, kann das Spiel durchgeführt werden, um zum Beispiel einen Spieltag unter der Woche zu vermeiden."

Insbesondere zwei Mannschaften könnten in der Kreisklasse 1 von diesem Umstand profitieren. Da ist zunächst der ATSV Erlangen II zu nennen, der die Liga lange Zeit anführte, dann aber aufgrund des nicht regelkonformen Einsatzes von Spielern gleich sechs Punkte abgezogen bekam, die Tabellenführung so an den SC Eltersdorf II verlor und jüngst im Spitzenspiel den jungen "Quecken" mit 1:3 unterlag. Damit hat das Team von Bernd Kohler vier Punkte Rückstand auf Rang 1, aber auch ein Spiel weniger absolviert als der SCE, für den das Fußballjahr schon beendet ist.


Dreikampf bis zum Schluss

Mit einem Sieg des ATSV - und nichts anderes ist bei der Partie gegen den Türkischen SV Forchheim zu erwarten - würde der Abstand wieder auf einen Zähler zusammenschmelzen und den Kampf um die Meisterschaft vor der Winterpause noch einmal befeuern. Beide Mannschaften machen kein Geheimnis daraus, direkt aufsteigen zu wollen, wobei ATSV-Toptorjäger Simon Erhardt (elf Einsätze, 20 Treffer) einschränkt: "Schon jetzt vom Aufstieg zu sprechen, wäre ein bisschen arrogant. Ich denke, dass bis zum Ende mindestens drei Mannschaften ganz oben mitkämpfen werden", sagt der 24-Jährige.

Damit spricht Erhardt vor allem auf den ASV Möhrendorf an, der auf Rang 3 lauert und - sollte das Nachholspiel beim Baiersdorfer SV II am kommenden Samstag stattfinden - die Möglichkeit hat, den Rückstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte zu reduzieren. Das Team von Spielertrainer Heinz Halmer hat in dieser Saison bislang nicht viel falsch gemacht. Blendet man die beiden knappen Niederlagen gegen das Führungsduo aus, für die sich das Team im neuen Jahr ja noch revanchieren kann, trüben eigentlich nur die Punktverluste gegen Victoria Erlangen (3:4), SpVgg Erlangen II (0:0) und Vestenbergsgreuth (2:2) die Bilanz. Nachdem der ASV die vergangenen beiden Spielzeiten als Tabellendritter abschloss, wäre es nun eigentlich an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.

Von Tabellenregionen wie Platz 1 oder 2 kann der TKV Forchheim aktuell nur träumen. Die Mannschaft von Coach Arif Tosun steht mit null Punkten und 78 Gegentoren auf dem letzten Platz. Der Absteiger hat sich jedoch noch nicht aufgegeben, will in der Winterpause aufrüsten. Neben Ali Aksoy, Enver Hantal und Emre Yesilbas sollen weitere Neuzugänge kommen, die den freien Fall verhindern. Aus dieser Warte wäre es gut, in diesem Jahr keine Punkte mehr abzugeben. Es bleibt also abzuwarten, ob die Forcheimer das laut Kreisspielleiter Habermann freiwillige Nachholspiel beim ATSV Erlangen II tatsächlich durchziehen.


Ständige Umstellungen

Das andere Sorgenkind der Kreisklasse 1 ist der SC Adelsdorf II. Der Aufsteiger hängt mit sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz fest und verlor zehn der letzten elf Partien. Durch die vielen Verletzten in der ersten Mannschaft wurde auch die Reserve arg in Mitleidenschaft gezogen. "Woche für Woche muss ich umstellen.Die Erste hat nur 14 Mann, solange der Kader nicht aufgestockt wird, der auf Transfers in der Winterpause hofft, die die Miesere beenden können." Dass die Partie gegen die ebenfalls mit Abstiegsangst beladene SG Siemens Erlangen nicht am kommenden Wochenende, sondern nun doch erst im Frühjahr bestritten wird, dürfte den Adelsdorfern nur recht sein.
Sorgenfalten haben auch Fetim Geza und Thomas Lindenmayer, die Trainer des TSV Vestenbergsgreuth und des Hammerbacher SV, auf der Stirn. Die Greuther verloren nur drei der ersten zehn Saisonspiele, mussten sich sonst aber meist mit einem Unentschieden zufrieden geben. Da anschließend nur noch drei Punkte hinzukamen und der TSV nur zwei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat, kann von einer "ruhigen Runde", auf die Feta gehofft hatte, keine Rede sein. Der HSV fing sich nach dürftigem Saisonstart Mitte September, holte dank einer System-Umstellung 16 Punkte aus sieben Spielen. Das 3:7 (3:3) gegen die SpVgg Erlangen II sieht auf den ersten Blick wie ein böser Rückfall aus. Doch die "Spieli" war an diesem Tag gnadenlos effektiv und zwei der Gegentreffer fielen erst in der Nachspielzeit.

Auf jeden Fall entspannt geht dagegen der ASV Höchstadt in die Winterpause, obewohl die erste Hälfte des Jahres 2016 doch einige Stolpersteine bereithielt. Die Rückrunde der vergangenen Saison lief unter Neu-Trainer Jochen Limmert nicht so wie erhofft. Im Sommer reagierte der ASV mit der Verpflichtung von Tobias Dorsch, der dann aber nicht zum Training erschien und bei Bekanntwerden der Hintergründe aus seinem Amt enthoben werden musste. Also sprang Christian Oppelt ein, der im bisherigen Saisonverlauf nur drei Niederlagen verantworten musste. Sieben Siege und fünf Unentschieden lassen die Höchstadter ruhig schlafen, bei denen in der Rückrunde auch Erfolgscoach Benni Mair wieder mitmischen könnte. Der hatte sein Amt im vergangenen Winter nach exakt drei Jahren aus beruflichen Gründen niederlegt, scheint nun aber wieder mehr Zeit für Hobbys zu haben.





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