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Die Alligators rehabilitieren sich

Zwar fällt die Niederlage gegen den VER Selb deutlich aus, doch Höchstadt versöhnt seine Fans mit viel Einsatz und Leidenschaft.
HEC-Goalie Philipp Schnierstein parierte im Franken-Derby gegen Jared Mudryk gestern Abend einen Penalty, den er durch einen verbotenen Hand-Pass selbst verschuldet hatte. Foto: Picturedreams
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Das Franken-Derby der Oberliga Süd lockte gestern Abend nahezu 1000 Zuschauer ins Eisstadion am Kieferndorfer Weg. Und das, obwohl die Rollenverteilung von vornherein klar war und die Fans des Höchstadter EC nach dem desaströsen Auftritt ihres Teams in Sonthofen zwei Tage zuvor ein Debakel befürchtet. Doch diese Sorgen waren unbegründet. Die Alligators legten eine ganz andere Seite an den Tag als im Allgäu. Einsatz und Leidenschaft stimmten, dazu gelangen einige spielerisch starke Aktionen gegen den Spitzenreiter. Der war aber trotzdem eine Nummer zu groß für den Aufsteiger und unterstrich eindrucksvoll, dass er die Liga zurecht anführt.


Höchstadter EC - VER Selb 2:7

Die Hausherren waren von Beginn an um ein klares Signal bemüht und boten den Hochfranken Paroli. Klar, der VER dominierte - wenig überraschend - das Geschehen, kam aber kaum zu Tormöglichkeiten, weil die HEC-Abwehr hochkonzentriert und taktisch geschickt zu Werke ging. So hatten die Höchstadter, die ihre vier Angriffsreihen über das ganze Spiel hinweg konsequent durchwechselten und damit das Tempo hochhalten konnten, die erste Chance. Doch Max Cejka scheiterte an Stefaniszin (4.), ebenso wie Geiberger auf der anderen Seite an HEC-Goalie Philipp Schnierstein (6.). Der rückte wenig später in den Fokus, als er am Boden liegend im Gewühl mit einem verbotenen Hand-Passe einen Penalty verschuldete, diesen gegen Mudryk aber parierte. Dann war er aber machtlos: Erst fälschte Moosberger einen Blue Liner unhaltbar zum 0:1 ab (7.), dann umkurvte Gare das Höchstadter Tor und nagelte den Puck unter die Latte (9.). Doch die Hausherren waren um keine Antwort verlegen, Michal Petrak krönte ein überragendes Solo aus halblinker Position mit dem Anschlusstreffer (16.).

Auch im zweiten Drittel konnten sich die Panzerechsen in einem schnellen, intensiven Spiel nichts vorwerfen lassen. Aber die Selber machten jetzt ernst und unmissverständlich klar, dass bei der Beantwortung der Meisterfrage in diesem Jahr kein Weg um sie herumführt. Eine offenbar einstudierte Angriffsvariante der Gäste hatte dann auch durchschlagenden Erfolg. Gleich dreimal war Schnierstein machtlos: Der Puck wurde von der linken Seite scharf vors Tor gezogen, wo Piwowarczyk (25.), abermals Gare (31.) und Schiener (34.) jeweils die rechte obere Ecke anvisierten und dem Schlussmann keine Chance ließen.

Damit war die Messe gelesen, doch die Alligators wollten sich im Schlussdrittel nicht auf Schadensbegrenzung verlegen und setzten die Hochfranken unter Druck. Ein Schuss von Cejka rutschte Stefaniszin zum 2:5 durch die Schoner (45.), Daniel Jun und Petrak verfehlten das Ziel knapp und dann wurde der HEC zurückgepfiffen. Ein Treffer zählte nicht, weil der Torschuss bei einer angezeigten Strafe die erste Puckberührung der Höchstadter war. So wurde es nichts mit mehr Ergebniskosmetik. Stattdessen baute Selb die Führung aus: Erst markierte Ondruschka nach einem Unterzahl-Konter das 2:6 (49.), und er war es auch, der den Schlusspunkt setzte: Bei VER-Powerplay nahm er sich von der blauen Linie ein Herz, platzierte den Puck messerscharf und flach in den Maschen (55.).

Diese - durchaus eingeplante - Niederlage hat für die Alligators keine Auswirkungen. Sie bleiben als bester Aufsteiger auf Rang 8. Doch der EV Lindau hat durch ein 2:1 in Schönheide gleichgezogen und nun ebenfalls 20 Zähler auf dem Konto. Die Luft im Kampf um den direkten Klassenerhalt wird dünner.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - VER Selb 2:7 (1:2, 0:3, 1:2)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz; Verteidigung: Stütz/Sikorsi, Ryzuk/Babinsky, Vojcak/Wiedl;
Angriff: Kreuzer/Petrak/Cejka, Jun/Rousek/A. Lenk, L. Lenk/Dzemla/ Heilman, Tratz/Seelmann/Grau

VER Selb: Tor: Stefaniszin, Kümpel; Verteidigung: Ondruschka/Hendrikson, Schadewaldt/Kolb, Meier/Schneider; Angriff: Piwowarczyk/Mudryk/Geisberger, Moosberger/ Dorr/Gare, Hördler/Schiener/ Neumann

SR: Marc André Naust, Patrick Mylius, Stefan Wentingmann
Zuschauer: 964

Tore: 0:1 Achim Moosberger (7.), 0:2 Landon Gare (9.), 1:2 Michal Petrak (16.), 1:3 Kyle Piwowarczyk (25.), 1:4 Landon Gare (31.), 1:5 Dennis Schiener (34.), 2:5 Cejka (45.), 2:6 Florian Ondruschka (49.), 2:7 Florian Ondruschka (55.)
Strafminuten: 10 / 10





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