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Der Verband zeigt keine Gnade

Wegen des Einsatzes nicht spielberechtigter Akteurinnen wurden zwei Konkurrenten der TS Herzogenaurach in der Bayernliga mit großen Punktabzügen bestraft.
Obwohl die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Kästl (hier im Gespräch mit der ehemaligen TSHlerin Katrin Kräck) spielfrei war, hat sie die alleinige Tabellenführung in der Bayernliga übernommen.  Foto: herzopress/Archiv
 
Die Handballerinnen der TS Herzogenaurach waren am vergangenen Wochenende spielfrei, aber nicht nur aufgrund der Ergebnisse in den anderen Begegnungen hat sich in der Tabelle der Bayernliga einiges getan. Weil sie eine nicht spielberechtigte Akteurin eingesetzt hatte, wurden der HSG Würm-Mitte die zwölf in den ersten sieben Partien gewonnenen Punkte abgezogen.

Lediglich das Unentschieden gegen Dietmannsried vom vorvergangenen Samstag und der 30:24-Sieg vor drei Tagen gegen den HC Erlangen haben Bestand, weil der Verein die Formalia inzwischen erledigt hat. Dadurch weist die HSG nur noch drei Pluspunkte auf und fällt vom Platz an der Spitze auf Rang 12 zurück. Neuer Tabellenführer ist - ohne gespielt zu haben - Herzogenaurach, das die Punkte aus seiner bisher einzigen Niederlage (gegen Würm-Mitte) am Grünen Tisch zurückbekommt.

"Das mag sich ja für uns im Moment günstig darstellen, ist aber absolut nicht zufriedenstellend", sagte TSH-Trainer Hans-Jürgen Kästl, als er von dem Urteil erfuhr. "Dies tut dem bayerischen Frauenhandball generell nicht gut. Zudem bleibt die Verantwortung an den wenigen verbliebenen Ehrenamtlichen hängen, die sich tagtäglich für ihre Klubs einsetzen, sich aber mit den komplizierten Verfahrensdetails nicht durchgängig auskennen", erklärte Kästl. Es sei zu befürchten, dass diese Leute auch noch verloren gehen.

Damit spielt der Coach auf die komplexen Fall des Zweitspielrechts an, das Würm-Mitte zum Verhängnis wurde. Eine Spielerin war in der vergangenen Saison parallel für ihren Stammverein im Nachwuchsbereich sowie für das Bayernliga-Team der HSG im Einsatz. "Mit dem Eintritt in den Erwachsenenbereich geht das alleinige Spielrecht an den Stammverein über. Die Spielerin hätte also offiziell zu Würm-Mitte wechseln müssen", erklärt die Spielleiterin der Bayernliga, Sabine Schreiner-Marr.

In den ersten Partien sei das niemandem aufgefallen, erst die genaue Ansicht des elektronischen Spielberichtsbogens (ESB) habe den Bayerischen Handball-Verband (BHV) zum Handeln veranlasst. Seit Anfang November ist der Wechsel der betroffenen Spielerin vollzogen. Daher behält Würm-Mitte die vier Zähler aus den vergangenen zwei Partien.


Haunstetten verliert alle vier Punkte

Je nach Perspektive glimpflicher oder noch härter erwischte es den TSV Haunstetten II, dem wegen passtechnischer Fehler alle vier erzielten Punkte abgezogen wurden. In diesem Fall profitieren die Mannschaften, die gegen den TSV Punkte ließen, allerdings nicht. Die Begegnungen der Zweitliga-Reserve werden mit 0:0 Punkten und 0:0 Toren gewertet. Die Strafe bezieht sich auf einen "Ausrutscher" im Jahr 2013, als Abteilungsleiter Herbert Vornehm am Computer einen falschen Klick tätigte und eine Spielberechtigung einer Akteurin löschte. Damit sind die Haunstetterinnen ans Tabellenende gerutscht und müssen ernsthaft um den Klassenerhalt bangen.

"Vermutlich bin ich irgendwie in einer Zeile verrutscht. Heute kann ich mich nicht mehr daran erinnern", sagt Vornehm. Beim BHV hat drei Jahre lang niemand etwas davon bemerkt. Auch hier war es der zur Saison 2016/2017 eingeführte ESB, der den TSV "auffliegen" ließ. "Alle dachten, dass es sich um einen Anfangsfehler handelt, weil das System noch in den Kinderschuhen steckt. Erst nach dem sechsten Spiel ist der Verband darauf gekommen, dass für diese Spielerin gar keine Spielberechtigung existiert", sagt der Abteilungsleiter.

Zum schiefen Bild in der Bayernliga passt, dass die SG Garitz/Nüdlingen vor dem Rundenstart ihre Mannschaft wegen Spielermangels zurückzog, was der Grund dafür ist, dass Herzogenaurach spielfrei war.





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