Der TSV ist auf dem richtigen Weg

Nach drei Pleiten zum Auftakt ist Hemhofen in der Kreisliga angekommen. Costa Büle hält den Klassenerhalt dennoch für eine "unfassbar schwierige Aufgabe".
Costa Büle (rotes Trikot) und der TSV Hemhofen wussten als Aufsteiger in der Kreisklasse zu überraschen (hier gegen die Spvgg Hausen um Steve Romatzke) und marschierten direkt weiter in die Kreisliga. Foto: Archiv
 
Zwei Aufstiege in Folge hat der TSV Hemhofen geschafft und darf nun in der Kreisliga ran. Die Saison begann für Trainer Costa Büle und seine Mannen schleppend, auch, weil einige wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlten. Doch mittlerweile ist der TSV angekommen und konnte am vergangenen Wochenende den ersten Dreier einfahren.
"Wir waren in keinem Spiel chancenlos", sagt Coach Costa Büle. Aber die Fakten sprachen zu Saisonbeginn nicht für Hemhofen. 0:1 gegen Uehlfeld, 0:5 gegen Weisendorf und 0:4 gegen Röttenbach - doch diese Ergebnisse lassen sich erklären. Mit Peter Kunz (Knöchel), Leon Fischer (Adduktorenprobleme) und Oli Süß musste der Trainer gleich drei wichtige Akteure ersetzen. "Ich hatte nie mein Aufsteigerteam beisammen, und außerdem haben wir in Hemhofen keine Spieler wie Manuel Kilger (Zeckern), Benjamin Pommer (Weisendorf) oder René Schrettenbrunner (Röttenbach). Die Kreisliga ist für uns wie Champions League", sagt Büle.


Zu Umstellungen gezwungen

Während Spieler wie Süß oder Kunz so langsam wieder zu alter Fitness zurückfinden, muss der Übungsleiter einen weiteren Ausfall hinnehmen - und der tut richtig weh: Trainersohn Angelo Büle hat sich das vordere Kreuzband gerissen und wird im Oktober operiert. Damit ist für den Mittelfeldmann die Hinrunde in jedem Fall gelaufen. Durch die Verletzten war der Coach immer wieder zu Umstellungen gezwungen. "Eigentlich will ich ungern die Positionen wechseln, da wir mit den Spielern ja auch im Training gewisse Abläufe trainieren."
So mussten einige Spieler gezwungenermaßen ihre angestammte Positionen verlassen, die Lücken wurden mit Ergänzungsspielern aufgefüllt. Und die machten ihre Sache gut. "Max Krug bringt zum Beispiel eine konstante Leistung und ist für mich bisher einer der Gewinner", sagt der Coach, der aber trotzdem noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden musste: Stive Hogmeni, der zuletzt für den FC Herzogenaurach seine Fußballschuhe geschnürt hat, läuft nun für den Aufsteiger auf. "Ich habe letztes Jahr schon bei ihm angefragt, aber da hat es wegen der Entfernung nicht geklappt. Jetzt hat er mich angerufen", freut sich Büle über den Neuzugang, der auch als Co-Trainer fungiert.
"Wir nehmen ihn natürlich gerne. Er ist ein Granatenfußballer und ein super Typ." Ansonsten blieb es in Sachen Neuzugängen beim TSV ruhig, einzig Markus Scharf kam aus Niederlindach. "Er passt gut ins Gefüge. Er ist schnell, kräftig, kann kämpfen und bringt uns auf jeden Fall weiter. Wir haben Riesenglück, dass wir Markus und Stive bekommen haben. Wenn nicht, würde es jetzt ganz anders aussehen", berichtet Büle.


Zwei Neuzugänge helfen weiter

Denn auch wegen der zwei neuen Spieler hat sich der Aufsteiger in den letzten Partien stabilisiert. Nach zwei Unentschieden in Folge gab es am vergangenen Wochenende beim 3:0 gegen Oesdorf den ersten Dreier. "Ich glaube, meine Mannschaft wäre sofort in der Kreisliga angekommen, wenn nicht diese Verletzungsprobleme gewesen wären", so Büle im Bezug auf den etwas holprigen Start. Aber mit den fünf Punkten aus den vergangenen drei Spielen ist Hemhofen nun angekommen in der Kreisliga.
"Es geht nur darum, uns zu verbessern und da sind wir auf dem richtigen Weg." Der TSV will die Liga halten, ein anderes Ziel gibt auch der Coach nicht aus. "Mit Angelo hätte ich gesagt, ich bin überzeugt, dass wir nicht absteigen. Diesen Ausfall müssen wir kompensieren, und es kommt darauf an, wie sich das Team entwickelt. Der Klassenerhalt ist eine unfassbar schwierige Aufgabe. Die zwei Aufstiege waren eine Sensation, aber nicht abzusteigen wäre für mich das größte Wunder", sagt Büle


Wiedersehen mit dem Ex-Verein

Die nächste Aufgabe für Hemhofen steht am heutigen Samstag (16 Uhr) in Niederndorf auf dem Programm - für Trainer Büle ein besonderes Spiel. "Ich freue mich sehr auf die Partie. Ich treffe alte Bekannte bei meinem Ex-Verein. Egal, was passiert, es wird für mich ein wunderschöner Samstag." Sportlich will der TSV an die Auftritte zuletzt anknüpfen. Aber auch Niederndorf steht nach nur zwei Punkten aus sechs Spielen unter Zugzwang. "Ich würde sie nicht unterschätzen, sie sind zu Hause sehr stark. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden", erklärt Büle, der ein Treue-Bekenntnis zum TSV Hemhofen hinterher schiebt: "Wir haben alles zusammen geschafft, und ich würde diese Mannschaft, wenn sie so zusammenbleibt, nie verlassen. Es sind super Jungs und sie haben sich immer reingehängt."





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