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Sport  // Erlangen-Höchstadt

Eishockey-Oberliga Süd

Auf Vojcak und Schnierstein ist Verlass

Bei knackigen Temperaturen besiegen die Alligators den Deggendorfer SC in einem nicht hochklassigen, aber mitreißenden Spiel nach Penaltyschießen.
Schlüsselszene: HEC-Goalie Philipp Schnierstein holt den einschussbereiten Deggendorfer Stürmer Sergej Janzen unsanft von den Beinen...
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Dank eines wieder einmal starken Philipp Schnierstein im Tor und der Kaltschnäuzigkeit von Martin Vojcak fuhren die Höchstadt Alligators am Freitagabend den erhofften Heimsieg gegen den Deggendorfer SC ein und erhielten sich die Chance auf die Play-offs in der Eishockey-Oberliga Süd. Weil der Erfolg aber erst im Penaltyschießen festgezurrt wurde, ist Platz 8 vorerst futsch. Der ERC Sonthofen zog durch ein 4:2 gegen Landshut mit dem HEC gleich und rangiert aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs vor den Aischgründern.


Höchstadter EC - Deggendorfer SC n.P. 3:2

Schon in der dritten Spielminute stellten die Alligators die Weichen auf Erfolg, als Thilo Grau bei einem Konter allein vor Goalie Agricola auftauchte. Der Deggendorfer Schlussmann parierte zwar, war beim anschließenden Abstauber von Lukas Lenk aber chancenlos. Ansonsten bot das erste Drittel nur wenig feine Eishockey-Kost, bei minus 15 Grad brauchten die Spieler etwas länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Gäste wirkten von der Anlage her etwas reifer, strahlten aber nur selten Gefahr aus. Und wenn doch, war HEC-Torwart Philipp Schnierstein reaktionsschnell zur Stelle. Bei den Hausherren machte sich vor allem im Spielaufbau das Fehlen des noch gesperrten Michal Petrak und Spielertrainer Daniel Jun bemerkbar.

Im zweiten Drittel wurde es dann etwas lebhafter auf dem Eis, obwohl Chancen auch hier rar gesät waren. Überzahlsituationen brachten hüben wie drüben nichts ein, Thilo Grau und auf der Gegenseite Leinweber fanden in den Torhütern ihre Meister (26.). In der 33. Minute dann kochten die Emotionen hoch, als Tomas Rousek nach einem Bandencheck, der für den Gegenspieler ohne Folgen blieb, mit dem Verdacht auf einen gebrochenen Arm vom Eis musste. Im Krankenhaus gab es später zwar Entwarnung, die Höchstadter Fans hatten nach dieser unschönen Szene jedoch den Schiedsrichter auf dem Kieker. Umso mehr, weil Patrik Dzemla für ein Revanchefoul mit einer Disziplinarstrafe belegt wurde und die Gäste das darauf folgende Powerplay zum Ausgleich nutzten: Der in der Mitte angespielte Stern nutzte die Seitwärts-Bewegung von Schnierstein, um den Puck zwischen dessen Schonern hindurch einzunetzen (37.). Die Antwort ließ nicht lang auf sich warten, eine Minute vor der Sirene griffen auch die Aischgründer noch einmal in Überzahl an: Daniel Sikorski passte auf den rechtsaußen postierten Martin Vojcak, der Maß nahm und die Scheibe unhaltbar oben im langen Eck unterbrachte.

Im Schlussabschnitt übernahmen die Deggendorfer dann das Kommando, Sergej Janzen und Wolfgramm scheiterten an Schnierstein, der wenig später aber machtlos war, als Kyle Gibbons im Powerplay den Ausgleich markierte (48.). Zwei Minuten später stand der HEC-Goalie wieder im Fokus: Als Janzen allein auf ihn zustürmte, wusste er sich nur damit zu helfen, den DSCler unsanft auszuhebeln. Wohl die richtige Entscheidung, denn beim nachfolgenden Penalty blieb Schnierstein Sieger. Erst nachdem auch Radisbeck eine Riesenchance für die Gäste nicht hatte nutzen können (54.), befreiten sich die Alligators wieder. Doch der Versuch von André Lenk brachte nicht den erhofften Siegtreffer. Und weil auch die anschließende Overtime nichts Nennenswertes zutage förderte, musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Martin Vojcak übernahm als Erster Verantwortung, verlud Agricola geschickt und traf nur umjubelten Führung. Und die hatte Bestand, denn die drei Deggendorfer Schützen waren Schnierstein nicht gewachsen. Und so fiel es nicht ins Gewicht, dass auch Grau und Ales Kreuzer scheiterten.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - Degendorfer SC n.P. 3:2 (1:0, 1:1, 0:1)

Höchstadter EC: Tor:
Schnierstein, Metz (E); Verteidigung: Stütz/Sikorski, Babinsky/Vojcak, Ryzuk/Wiedl; Angriff: Cejka/Dzemla/Kreuzer, Rousek/A. Lenk/Heilman, Tratz/Grau/L. Lenk, Seelmann

Deggendorfer SC: Agricola, Filimonov (E); Verteidigung: Martell/Stern, Gawlik/Wiederer, Wolfgramm; Angriff: Monteith/Gibbons/Leinweber, S. Janzen/A. Janzen, Litesov, Deuschl/Beck/Radisbeck

SR: Marc-André Naust, Karl Jasik, Waldemar Schmidt
Zuschauer: 714

Tore: 1:0 Lukas Lenk (3.), 1:1 Jan-Ferdinand Stern (37.), 2:1 Martin Vojcak (40.), 2:2 Kyle Gibbons (48.)

Strafminuten: 8 + 10 (Dzemla) / 6

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