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Sport  // Erlangen-Höchstadt

Eishockey-Oberliga Süd

Alligators lösen die Pflichtaufgabe

Der Höchstadter EC hat nach dem 5:2-Erfolg gegen den EHV Schönheide immernoch die Chance auf Rang 8 - wenn Sonthofen und Lindau mitspielen...
Die Alligators um Lukas Lenk und Daniel Jun (v. l.) fuhren gegen Schönheide den erhofften Sieg ein, brauchen für das Erreichen der Play-offs aber trotzdem ein kleines Wunder. Fotos: Johannes Höllein
 
von JOHANNES HÖLLEIN
Im vorletzten Vorrundenspiel der Eishockey-Oberliga Süd hat der Höchstadter EC im Kampf um den achten und letzten Play-off-Platz seine Hausaufgaben gemacht und den EHV Schönheide am Freitagabend mit 5:2 in die Schranken gewiesen. Da aber auch der ERC Sonthofen (3:2 gegen Bad Tölz) und der EV Lindau (6:0 gegen Waldkraiburg) erfolgreich waren, ergibt sich vor dem letzten Spieltag folgende Konstellation: Will Höchstadt den achten Platz sichern, muss das Team von Spielertrainer Daniel Jun nun beim EV Regensburg drei Punkte holen. Egal wie. Gleichzeitig müssen die Aischgründer dem EV Lindau die Daumen drücken, der den aktuellen Tabellenachten aus Sonthofen innerhalb der regulären Spielzeit schlagen muss, um diesen noch zu verdrängen. Dann aber auch höchstens mit zwei Treffern Unterschied, denn - und das wäre bei Höchstadt und Lindau der Fall - bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis. Holt der ERC Sonthofen gegen Lindau mindestens einen Punkt, wäre das Szenario hinfällig - Höchstadt und Lindau müssten genau wie Waldkraiburg und Schönheide in der Verzahnungsrunde mit den besten acht Teams der Bayernliga um den Klassenerhalt und die Vergabe der bayerischen Meisterschaft spielen.


Höchstadter EC - EHV Schönheide 5:2

Aufs Abtasten wurde verzichten, die Alligators legten mächtig Tempo vor und erzwangen nach zwei Minuten eine Strafe. Das Powerplay brachte gleich den gewünschten Erfolg: Daniel Sikorski passte auf Michal Petrak, der von der Außenposition humorlos abzog und über Goalie Neumanns Handschuh hinweg ins kurze Eck traf (2.). Der HEC blieb am Drücker, versuchte durch viele Wechsel die Intensität hochzuhalten, was gut gelang. Aber im Abschluss agierten die Hausherren glücklos. Neumann wirkte zwar nicht immer sicher, doch die Abpraller brachten nichts ein, Ales Kreuzer stocherte vergeblich (6.). In der Folge befreite sich der Gast, Schönheide übernahm nach und nach das Kommando und wurde beflügelt vom Ausgleich, als Becker bei einem Konter nicht zu halten war und ins lange Eck traf (7.). Der HEC wirkte nun verunsichert, verlor die Linie. Die Sachsen wussten das zu nutzen und hatten einige Chancen. In der 15. Minute brannte es lichterloh, als Goalie Philipp Schnierstein bei einer Doppelchance von Kukla mit zwei schnellen Reflexen zur Stelle war. Zwei Minuten später ließ er sich jedoch von Jenka verladen, der sich um die eigene Achse drehte und gegen die Laufrichtung des Torwarts einnetzte. Erst jetzt fingen sich die Aischgründer wieder, Sikorski und Petrak suchten die Antwort. Doch vor dem Seitenwechsel fiel kein Treffer mehr.

Im zweiten Abschnitt wurde es wieder lebhafter. Ein Schönheider Powerplay dauerte nur eine Minute, und bei einer angezeigten Strafe hatten die Hausherren plötzlich doppelte Überzahl. Die brachte nichts ein, doch nur eine Minute später - der HEC hatten noch immer einen Mann mehr auf dem Eis - rappelte es in der Kiste. Das Tor war fast eine Kopie des 1:0, doch nach Petraks Schuss hielt diesmal Richard Stütz den Schläger rein und fälschte unhaltbar zum 2:2 ab (27.). Höchstadt machte weiter Druck und ging in Führung, als Kreuzer den gegnerischen Verteidiger aussteigen ließ und mit einem eleganten Schlenzer das 3:2 markierte (28.). Die Gäste brauchten eine Auszeit, um sich zu sortieren, danach scheiterten Kukla und Gulda an Schnierstein . Doch die Panzerechsen waren schnell wieder Herr der Lage, nachdem Daniel Jun kein Glück hatte, waren Kreuzer und Max Cejka im Zusammenspiel erfolgreich: Kreuzer umkurvte das Tor und passte zu seinem Sturmpartner, der aus zentraler Position nichts anbrennen ließ (35.). Die Wölfe gaben sich nicht auf, konnten aber selbst ein Powerplay nicht nutzen - im Gegenteil: Die beste Chance in dieser Phase hatte André Lenk, der bei einem Unterzahl-Konter für die Vorentscheidung hätte sorgen können, aber Neumann nicht überwand.

Zu Beginn des Schlussdrittels verpuffte ein Powerplay des HEC, weil sich Dan Heilman eine Strafe einfing. Und als sich dann noch Markus Babinsky zu ihm auf die Strafbank gesellte, mussten die Hausherren 98 Sekunden doppelte Unterzahl überstehen. Doch die Gäste konnten den Vorteil nicht nutzen, vielleicht auch, weil sich der Kräfteverschleiß beim personell knapp besetzten EHV langsam bemerkbar machte. Spätestens als Jun André Lenk in Szene setzte, der sich die Scheibe zweimal zurechtlegen musste, dann aber souverän links oben zum 5:2 einlochte (47.), war die Messe gelesen. Die Sachsen hatten zwar noch die eine oder andere gute Aktion, die aber genauso wenig einbrachten wie ein Penalty, den Kukla verstolperte (52.). Beim vorangegangenen Foul am Gästestürmer hatte sich Petrak eine blutende Wunde zugezogen und musste behandelt werden. Einziger Aufreger der Schlussphase war eine Rauferei zwischen Jun und Seifert, in die sich jedoch EHV-Verteidiger Schenkel einmischte und sich eine Disziplinarstrafe abholte (56.).


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - EHV Schönheide 5:2 (1:2, 3:0, 1:0)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz (E); Verteidigung: Stütz/ Sikorski, Vojcak/Babinsky, Ryzuk/Wiedl;
Angriff: Rousek/Petrak/L. Lenk, Jun/Grau/A. Lenk, Dzemla/Kreuzer/Cejka, Heilman/Hinedlmeyer/Tratz, Seelmann

EHV Schönheide: Tor: Neumann; Verteidigung: Schenkel/Seifert, Sanwald/Glück, Wenter;
Angriff: Schusser/Jenka/Gulda, Becker/Varianov/Kukla, Michel, Zerbst
SR: Ulpi Sicorschi, Lukas Kohlmüller, Pascal Kretschmer
Zuschauer: 630

Tore: 1:0 Michal Petrak (2.), 1:1 Bruce Becker (7.), 1:2 Miroslav Jenka (17.), 2:2 Richard Stütz (27.), 3:2 Ales Kreuzer (28.), 4:2 Max Cejka (35.), 5:2 André Lenk (47.)

Strafminuten: 14 / 16 + 10 (Schenkel)

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