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Sport  // Coburg

1. Handball-Bundesliga

Jan Gorr: "Vollgas, das ist mein Credo"

Der Coburger Trainer fordert von seiner Mannschaft maximalen Einsatz im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Gummersbach.
Jan Gorr (Mitte) möchte mit dem HSC 2000 Coburg in den letzten fünf Spielen noch für einige Achtungserfolge sorgen.  Foto: Timo Geldner
 
von RALPH BILEK
Der HSC 2000 Coburg will auch auf der Zielgeraden der 1. Handball-Bundesliga Vollgas geben. Das gilt besonders in der Partie am Samstagabend gegen den Altmeister VfL Gummersbach (Anwurf um 19 Uhr), der selbst noch mit dem Rücken zur Wand steht. Die Gummersbacher weisen aktuell 19:39 Punkte auf. Aufgrund der in diesem Jahr ganz besonderen Abstiegskonstellation, in die noch fünf Mannschaften mit relativ hohem Punktekonto verwickelt sind, sind sie längst nicht gesichert. "Vollgas - das ist mein Thema und mein Credo. Das Team hat das schon in den vergangenen Spielen gezeigt und unsere Tabellensituation ist in dieser Liga keine Schande. Noch ist es nicht so weit, dass wir abgestiegen sind und wir werden in jedem der verbleibenden Erstliga-Spiele versuchen, Zählbares mitzunehmen", zeigt Gorr auf, dass die Saison für sein Team tatsächlich erst am 10. Juni mit dem letzten Spieltag endet.

Doch die Gummersbacher werden versuchen, ganz wichtige Zähler für den Ligaverbleib zu erhalten. Vor der Endphase der Saison hat sich der VfL von Trainer Emir Kurtagic getrennt, und den bereits direkt vor Kurtagic für den VfL tätigen Sead Hasanefendic engagiert - sieht man einmal von Jan Gorr ab, der zwischenzeitlich einen Trainervertrag hatte, aber nie tätig wurde.

Wie der Hamburger Sportverein in der Fußball-Bundesliga, ist Gummersbach ein wahrer Liga-Dino. Hasanefendic soll - wie schon in Minden 2014 und Lübbecke 2015 - zum dritten Mal als "Feuerwehrmann" den Klassenerhalt schaffen. In seinem fünften Auswärtsspiel will der Kroate seinen ersten Sieg in der Fremde feiern. "Wir müssen auch auswärts punkten, wir spielen in der stärksten Liga der Welt. Da muss man auch beim Tabellenletzten hellwach sein und alles geben. Die Spieler wollen sich immer zeigen und beweisen, auch wenn es für sie in der Tabelle um nichts mehr geht", weiß Hasanefendic, der in Coburg wieder auf Linksaußen Kevin Schmidt zurückgreifen kann.

Coburgs Trainer Gorr zeigt wiederum viel Respekt vor den Gästen aus Nordrhein-Westfalen: "Eigentlich ist das Team viel besser als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt, aber das ist ja eben dem engen Abstiegskampf geschuldet. Schon aufgrund dieser extremen Situation werden wir uns nicht nachsagen lassen, dass wir die Zügel lockerer lassen. Wir werden bis zum letzten Spieltag mit Feuereifer dabei sein und wollen bis dahin auch noch einige Punkte holen." Trotzdem sieht Gorr sieht den VfL Gummersbach als ein Team an, gegen das der HSC Punkte holen kann. Er rechnet aber damit, dass es einer extremen Kraftanstrengung bedarf und hat selbst nicht mit diesem engen Kampf um die Abstiegsplätze gerechnet: "Das wird sich bis zum letzten Spieltag noch weiter hochschaukeln und Spitz auf Knopf ausgehen."


Büdel mit Handgelenksproblemen

Gummersbach kann die fehlende Erfahrung im Abstiegskampf im Gegensatz zu den anderen gefährdeten Teams aus Balingen, dem Bergischen HC, Stuttgart und Lemgo mit seiner Qualität wettmachen und hat es bei einigen direkten Duellen noch selbst in der Hand, dem Abstieg zu entgehen. Den ersten Schritt hat man mit dem Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen Minden gemacht. Allerdings wird dem VfL Rückraum-Shooter Julius Kühn fehlen, der sich in Leipzig einen Innenband-Anriss im linken Knie zugezogen hatte. Gorr ist aber der Auffassung, dass zwar dessen einfache Tore aus der zweiten Reihe fehlen, dafür aber gerade in den letzten Spielen vermehrt die spielerische Komponente beim VfL zum Zuge kam, und deswegen seine Abwehr höchst aufmerksam agieren muss. Kühn wird aus seinem bis 2018 laufenden Vertrag, wie am Mittwoch bekannt wurde, vorzeitig zur MT Melsungen wechseln. Personell kann der HSC-Coach gegen Gummersbach aus seinem gesamten Kader auswählen, auch wenn Nico Büdel eine leichte Blessur am Handgelenk hat und Girts Lilienfelds immer noch Schulterprobleme plagen.

Eines ist aber klar: Auch wenn der sowieso nur noch rechnerisch zu verhindernde Abstieg am Samstag noch nicht besiegelt wird, spätestens am kommenden Sonntag beim THW Kiel dürfte das Erstligakapitel des HSC zumindest vorübergehend geschlossen werden.


HSC 2000 Coburg - VfL Gummersbach



HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Oliver Krechel; Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Stefan Lex, Dominic Kelm, Sebastian Weber, Steffen Coßbau, Florian Billek, Till Riehn, Nico Büdel (?), Adnan Harmandic, Girts Lilienfelds (?), Tom Wetzel, Romas Kirveliavicius
Trainer: Jan Gorr
VfL Gummersbach: Carsten Lichtlein, Matthias Puhle; Tobias Schroeter, Simon Ernst, Christoph Schindler, Maximilian Jäger, Florian Baumgärtner, Alix Kevynn Nyokas, Robert Barten, Evgeni Pevnov, Marcel Timm, Kevin Schmidt, Florian von Gruchalla, Alexander Becker, Andreas Schröder
Trainer: Sead Hasanefendic

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel
Spielaufsicht: Jürgen Rieber

zum Thema "HSC 2000 Coburg"

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