FC Coburg gab Punkte in Rimpar aus der Hand

Der FC Coburg verlor in Rimpar mit 2:3, hatte aber gute Chancen, zumindesteinen Zähler zu entführen. Sam traf zweimal für die Gäste.
Sam jubelte nach der Führung, doch die hielt in Rimpar nicht für den FC Coburg, der mit 2:3 verlor. Foto: Hartmut Guhling
 
Auswärtsniederlage der Marke "ziemlich überflüssig" für den FC Coburg: Mit dem 2:3 beim ASV Rimpar ließen die Vestekicker drei Punkte liegen, die für die Elf von Trainer Matthias Christl ohne weiteres greifbar waren.
Coburg dominierte das Spiel eine Halbzeit lang, um "nur" mit 1:1 in die Pause zu gehen, und war bis auf die 15 Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder das überlegene Team. Doch die Punkte blieben beim Gastgeber, weil sich der FCC mindestens den einen Fehler zu viel erlaubte und vorne nicht konsequent genug agierte.
Coburg übernahm sofort die Spielkontrolle und kam durch Moserts minimal zu hoch angesetzten Schuss von der Strafraumgrenze zur ersten Großchance (14.). Nachdem der diesmal das FCC-Tor hütende Knoch gegen Rimpars Sturmspitze Hetterich hervorragend pariert hatte (22.), verpasste der Coburger Goalgetter Sam - der sich mit einer starken Leistung in der Startelf zurückmeldete - die Führung per Volleyabnahme nur knapp (23.). Kurz darauf war es soweit mit seinem Saisontreffer Nummer eins: Einen durch den dribbelstarken Mosert erzwungenen Freistoß von der Strafraumgrenze "schweißte" Sam mit Brachialgewalt zum 0:1 in die Rimparer Maschen (31.). Coburg hätte durch Schneider zweimal nachlegen können (31./37.), doch stattdessen glich der ASV durch Hetterich aus dem Nichts aus, als Coburg sich auf der linken Defensivseite überraschen ließ (40.).
Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Gäste: Der starke Knoch riskierte zweimal erfolgreich Kopf und Kragen (50./51.). Dann aber waren er und Westhäuser sich nicht einig, und Rüttiger ließ sich nicht zweimal bitten - 2:1 (53.) für die sehr effektiven Hausherren. Die sichtlich geschockten Vestekicker brauchten einige Minuten, um sich zu fangen. Guhlings zu zentraler Schuss aus 18 Metern war das erste FCC-Lebenszeichen (67.), ehe Carl nach einem abgefälschten Distanzkracher von Kapitän Heinze im Nachschuss die große Ausgleichsmöglichkeit ungenutzt ließ (71.). Coburg warf nun alles nach vorne, war jedoch zu unpräzise und fing sich nach einem Standard das vorentscheidende 3:1 von Hüfner ein (85.). Zwar schaffte Sam nach Schneider-Hereingabe noch den Anschluss (90.), doch zu mehr reichte es diesmal - anders als vor Wochenfrist gegen Forchheim - nicht.
Statt sich bis auf Rang sieben in der Tabelle vorzuschieben, müssen die Christl-Mannen jetzt den Blick wieder nach hinten richten. "Wir waren das bessere Team, haben uns aber durch individuelle Fehler und die kurze Tiefschlafphase nach dem Seitenwechsel selbst um den verdienten Lohn gebracht", trauerte Christl der vergebenen Chance hinterher. Für seine junge Elf - Durchschnittsalter diesmal 21,7 Jahre - gilt weiterhin, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Der kleine Rückschlag nach zuvor vier ungeschlagenen Partien sollte die "Fußball-Lehrlinge" aber nicht aus der Bahn werfen. gu





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.