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Football

Football ist auf dem Vormarsch

Die NFL ist ein Zuschauermagnet - auch in Deutschland findet sie immer mehr Fans. Davon profitieren auch oberfränkische Vereine.
 
Fumble, Punt, Interception, Quarterback, Touchdown - vor einigen Jahren wussten in Deutschland nur wenige Sportinteressierte mit diesen Begriffen etwas anzufangen. Doch mittlerweile gibt es einen Football-Boom. Die deutsche Fan-Basis wird immer größer. Nicht zuletzt liegt das an den TV-Übertragungen der amerikanischen Profiliga NFL (National Football League) - und davon profitieren auch kleine Vereine in Oberfranken.

"Das Interesse an unserer Sportart ist den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen", sagt Sabine Schubert. "Bei uns kommen immer mehr vorbei, die Football einfach mal selbst ausprobieren oder ein Spiel live sehen wollen." Die Vorsitzende des Landesligisten Bamberg Phantoms schwärmt jetzt noch vom Play-off-Heimspiel ihres Vereins gegen die München Cowboys II im August: 500 Zuschauer waren bei der knappen 27:33-Niederlage nach Verlängerung dabei. Bei Hauptrundenpartien habe der Zuschauerschnitt in der vergangenen Saison bei 200 bis 300 gelegen.

"Football ist in Deutschland immer noch eine Nischensportart", sagt Schubert. "Aber mit aktuell etwa 100 Mitgliedern und fünf Mannschaften im Spielbetrieb - darunter vier Nachwuchsteams - können wir als Verein sehr zufrieden sein. Die Phantoms gibt es ja erst seit 2010."


Mitgliederzuwachs beim BLSV

Steigende Mitgliederzahlen bei Football-Vereinen lassen sich auch an der Statistik des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) ablesen. Waren es am Jahresende 2006 bayernweit 5319 in Football-Vereinen organisierte Mitglieder, wuchs diese Zahl innerhalb von zehn Jahren auf 8856. Im Bezirk Oberfranken gab es Mitte 2017 neun Football-Vereine mit insgesamt 584 Mitgliedern.

"Die Zahlen in Oberfranken werden weiter steigen", ist sich Schubert sicher. Allein im näheren Umkreis von Bamberg kenne sie fünf Standorte, an denen über eine Gründung eines Football-Vereins nachgedacht werde.

Die 49-Jährige weiß auch, woher der Aufschwung kommt: "Die regelmäßigen TV-Übertragungen der NFL sind der Türöffner für Football in Deutschland." War zuvor nur der Super Bowl, also das NFL-Finale und weltweit größte Einzelsportereignis, im deutschen Free-TV zu sehen, setzt das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media seit Sommer 2015 auch auf TV- und kostenlose Internetübertragungen von Hauptrunden- und Play-off-Spielen.

Mit Erfolg. ProSieben Maxx hat sich als Football-Sender etabliert. In der abgelaufenen NFL-Saison erzielte er mit seinen Übertragungen im Schnitt 2,6 Prozent Marktanteil bei der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen. Oder in absoluten Zahlen: Bei Play-off-Spielen schalteten bis zu eine Million Menschen ein. Zum Vergleich: Das Interesse an Topspielen der Deutschen-Eishockeyliga auf Sport1 war nur halb so groß. Höhepunkt der NFL-Saison war für Sat.1 die Übertragung des Super Bowls mit bis zu 1,7 Millionen Zuschauern.

"Die machen das schon gut", lobt Schubert die Live-Sendungen. "Auch wenn mir oft etwas zu viel erklärt wird." Doch das ist auch eine der Stärken der Übertragungen, die meist am Sonntagabend ab 19 Uhr laufen. Also dann, wenn viele daheim vor dem Fernsehgerät sitzen und ansonsten nur wenig Live-Sport im TV zu sehen ist.


Analysen statt Werbung

Spielt das US-Fernsehen Werbung ein, schaltet die deutsche Regie meist zurück ins Studio. Dann analysieren die Moderatoren leidenschaftlich Spielzüge, feiern Touchdowns oder regen sich über Fehler auf. Manchmal wirkt es etwas chaotisch, aber es ist authentisch. Zudem wird gezielt auf die Beteiligung der Zuschauer gesetzt, die über soziale Netzwerke zum Teil der Sendung werden.

Dies alles trägt dazu bei, dass die vielen Spielpausen überbrückt werden und Neulinge einen Zugang zum Football-Sport bekommen. "Auch wenn Football viel mit Taktik zu tun hat, muss man sich einfach auf den Sport einlassen", sagt Schubert. "Denn letztlich ist es nur ein Spiel um Raumgewinn mit dem Ziel, den Ball in die gegnerische Endzone zu bringen."
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