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"Wohl eines Jugendspielers kommt zuerst"

Die A-Jugend sei wichtiger gewesen als die erste Mannschaft. Das ist die Überzeugung Mario Zukolos, die ihn als Cheftrainer des Fußball-Bayernligisten SV Memmelsdorf zurücktreten ließ. Mit ihm nahmen sein "Co" Rolf Lamprecht und Torwarttrainer Holger Denzler ihre Hüte. Nun meldete sich Harry Förtsch für die Vereinsleitung zu Wort.
Harald Förtsch Foto: sportpress
 


Unbestritten seien die Verdienste Zukolos um den Verein, sagt Förtsch. "Die Verantwortlichen des SV Memmelsdorf bedauern deshalb seine Entscheidung, war doch mit dem engagierten, jungen Trainer eine längerfristige Zusammenarbeit geplant." Zukolo und sein Co-Trainer Lamprecht hätten vor der Saison die Möglichkeit gehabt, ihre Mannschaft alleine zusammenzustellen. "Sie starteten mit 18 Feldspielern und zwei Torwarten. Wir sind der Meinung, dass dies kein zu kleiner Kader ist, hatten beide doch die Möglichkeit, wie mit ihnen besprochen, bei Personalnot jederzeit auf die jungen, talentierten Spieler des von Peter Linz trainierten Bezirksligateams zurückzugreifen. Dies ist jedoch nicht geschehen."
Förtsch wendet sich gegen den von Zukolo vermittelten Eindruck, dass der Trainer der A-Jugend und die Vereinsleitung grundsätzlich dagegen waren, dass ein A-Jugendspieler zur ersten Mannschaft stößt, um dort auszuhelfen. "Dies war und ist nicht der Fall. Das Trainergespann forderte noch vor Beginn der A-Jugendsaison, den talentierten Jugendspieler Simon Ruß komplett an die erste Garnitur abzugeben. Unsere Meinung: Eine verantwortungsbewusste Vereinsleitung muss beurteilen dürfen, ob ein 18-jähriger A-Jugendspieler physisch und psychisch in der Lage ist, einem Druck des frühen Wechsels zu den Senioren in die Bayernliga standzuhalten. Sie hat ihre Entscheidung einzig und allein zum Wohle des jungen Spielers und nicht zur Befriedigung der Trainer, der Vereinsleitung oder des Gesamtvereins zu treffen." Ruß hat bereits zwei Spiele in der "Ersten" unter Zukolo erfolgreich absolviert.
Förtsch: "Er wird, wie mit ihm besprochen, weiter für die A-Jugend des SVM spielen und zielgerichtet, aber behutsam, an die erste Mannschaft herangeführt." Insgesamt werde von Koordinator Marco Krötsch und seinem Team hervorragende Jugendarbeit in der Schmittenau geleistet. Von Zukolo angeführte Unstimmigkeiten zwischen dem Trainergespann und dem A-Jugendtrainer seien "wohl wegen fehlender Kommunikation und der Nichteinhaltung von klaren Absprachen entstanden. Auch wir, die Vereinsleitung, vermissten in diesem Punkt einen ehrlichen und fairen Umgang des Trainerduos mit uns."

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