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Basketball

Ulf Schabacker geht und bleibt doch

Der Trainer-Routinier übernimmt den Regionalligisten TSV Tröster Breitengüßbach, betreut aber weiter das WNBL-Team der DJK Brose Bamberg.
Ulf Schabacker
 
Wechsel im Trainerstab bei den Basketballerinnen des Zweitligisten DJK Brose Bamberg: Nach dreieinhalb Spielzeiten an der Seitenlinie gibt Ulf Schabacker sein Amt als Cheftrainer beim Vizemeister der 2. Liga Süd zur Saison 2017/18 ab. Die vor zwei Jahren begonnene erfolgreiche Arbeit mit der Nachwuchs-Bundesliga-Mannschaft, die jüngst Platz 3 beim Finalturnier um die deutsche Meisterschaft sowie Schabacker die Auszeichnung zum "Trainer des Jahres" in der WNBL einbrachte, wird er weiter fortführen.
"Es ist einfach der richtige Zeitpunkt für einen neuen Impuls - für mich persönlich und für das Programm", begründet der 60-Jährige seine Entscheidung. Wenngleich er als künftiger Cheftrainer der Regionalliga-Truppe des TSV Tröster Breitengüßbach - mit Johannes Laub als "Co" - zu den Herren und ein Stück weit auch zu seinen Wurzeln zurückkehrt, bleibt ein gravierender Einschnitt im weiblichen Bereich aus. Manager Sebastian Gut entwarf einen Plan für die kommende Spielzeit, der Schabacker weiter als Verantwortlichen für die nach der Altersklassenumstellung künftige U18 in der Mädchen-Bundesliga (WNBL) vorsieht. "Nach den letzten dreieinhalb Jahren, in denen wir zusammen mit engagierten Trainern und Spielerinnen im Mädchen- und Damen-Basketball in Bamberg etwas entwickelt und etabliert haben, kann und will ich mich nicht komplett rausziehen. Trotzdem habe ich mir den Schritt reiflich überlegt und bin zu der Überzeugung gelangt, dass sich eine gewisse Veränderung auch sehr positiv auswirken kann", so der Memmelsdorfer, der in den Sommermonaten nebst den weiteren Übungsleitern mit den Spielerinnen arbeiten und so für einen fließenden Übergang sorgen will.


Nachfolge: Gut ist guter Dinge

"Wenn Spielerinnen vom Ehrgeiz, der Emotion und der Leidenschaft ihres Trainers beeindruckt sind, sagt das, denke ich, viel über seine Arbeit aus. Auf das, was Ulf Schabacker mit den Bundesliga-Damen bewirkt hat, seit er sie vor dreieinhalb Jahren in einer schwierigen Situation und trotz teilweisen Abratens übernommen hat, kann er sehr stolz sein. Zwei Vizemeisterschaften in der 2. Liga, die Bronzemedaille mit der WNBL und unlängst die Ehrung zum Trainer des Jahres sind tolle, verdiente Erfolge. Entscheidend aus meiner Sicht ist aber immer die Entwicklung des gesamten Pakets. Umso erfreulicher ist es, dass er sich trotz neuer Herausforderung bereiterklärt hat, den Weg weiter mitzugehen und in der neuen Saison mit den WNBL-Mädels wieder anzugreifen", sieht Gut die ersten Pflöcke in der Planung eingeschlagen. Den Posten des Zweitliga-Cheftrainers will er in Kürze besetzt haben. "Noch können wir nichts Offizielles vermelden, aber ich bin guter Dinge, dass wir bald Klarheit haben werden."


Johannes Laub kümmert sich um den Nachwuchs

Die Basketballer des TSV Breitengüßbach teilen in dieser Sache mit:
Eine Bamberger Basketball-Legende kehrt nach Breitengüßbach zurück und wird Cheftrainer der Regionalligamannschaft. Der mittlerweile 60-jährige Ulf Schabacker stand seit Januar 2014 an der Seitenlinie der DJK Brose Bamberg, dem aktuellen Vizemeister der 2. Damen-Liga. Schabacker war zuvor jahrelang als Trainer im Herrenbereich für verschiedene Jugendmannschaften des Bamberger Basketballprogramms sowie für die ehemaligen ProB-Mannschaften aus Breitengüßbach und Baunach verantwortlich. Das Glanzlicht gelang ihm 2012 mit der U19 des TSV Tröster Breitengüßbach beim NBBL-Top4 in Hagen, als man zum ersten Mal den NBBL-Titel nach Breitengüßbach holte. Aus dieser Mannschaft haben einige Talente den Sprung in die Bundesliga (Johannes Thiemann, Johannes Richter) und in die ProA (Dino Dizdarevic, Phillip Daubner, Chris Wolf) geschafft. Die Verantwortlichen des TSV freuen sich, dass Schabacker zu seinen Wurzeln zurückkommt und erneut Headcoach der ersten Mannschaft wird. Er wird neben der Regionalliga-Mannschaft des TSV Tröster Breitengüßbach auch die WNBL von DJK Brose Bamberg betreuen. Somit bleibt er auch dem Damen-Basketball erhalten.
Herausragende Arbeit leistete Johannes Laub in der vergangenen Saison beim TSV Tröster Breitengüßbach. Der 29-Jährige musste erstmals in der jüngeren Regionalliga-Historie der "Gelb-Schwarzen" ohne Co-Trainer auskommen und meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Mit ihm als Headcoach und Reiner Heckmann als Athletiktrainer wurden die Oberfranken in der höchsten Amateurliga Deutschlands mit 16 Siegen und zehn Niederlagen Fünfter. Ein Jahr zuvor spielte der TSV noch gegen den Abstieg, weshalb die Leistung in der Spielzeit 2016/17 noch höher zu bewerten ist. Eins ist für den sportlichen Leiter Timo Fuchs auf jeden Fall sicher: "Dass wir Ulf bekommen konnten, war ein echter Glücksgriff für uns. So können wir die Positionen im Verein etwas verändern und die Nachwuchsförderung vorantreiben. Danke an Johannes für seine tolle Arbeit in dieser Spielzeit. Da Laubi schon sehr viel Erfahrung im Jugendbereich bei Brose Bamberg gesammelt hat, erwarten wir uns, dass er an seine damaligen Tätigkeiten anknüpft und die Jugendarbeit im Verein fördert. Unser Plan ist es, dass er in ein paar Jahren erneut Headcoach der ersten Mannschaft wird." Neben seiner Tätigkeit als Co-Trainer in der Regionalliga soll Laub auch Headcoach der U20 werden und sich verstärkt um die Nachwuchsrekrutierung für die erste und zweite Mannschaft, die beide überregional an den Start gehen, kümmern.

zum Thema "DJK Brose Bamberg"

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