Brose Baskets bestehen die Kraftprobe gegen Frankfurt

Die Brose Baskets feiern nach hartem Kampf einen 71:58-Erfolg im Schlagerspiel gegen die Skyliners Frankfurt.
Kein Durchkommen für Quantez Robertson (mit Ball) gegen Brad Wanamaker, Janis Strelnieks und Leon Radosevic (v. l.). Im letzten Viertel lassen die Brose Baskets nur noch acht Punkte zu.  Foto: sportpress
 
von KLAUS GROH
Daniel Theis musste nach der Partie zur Dopingprobe - böse Zungen würden behaupten, kein Wunder bei der Energie, mit der er in den letzten zwölf Minuten durch die Luft flog, gleich sechs Frankfurter blockte und das Geschehen unter den Körben dominierte. "Er steht in der Luft, kann quasi fliegen. Es ist schon sensationell, wie er die Gegenspieler abräumt", lobte Lucca Staiger seinen Nationalmannschaftskollegen. Vor allem Skyliners-Center Mike Morrison wird wohl nicht nur wegen der 58:71-Niederlage in Bamberg eine unruhige Nacht verbringen.

Mit diesem Erfolg in einem zwar nicht immer schön anzuschauendem, weil von ungeheuerer Intensität geprägten Spiel, untermauerten die Brose Baskets (42:4 Punkte) die Tabellenführung in der Bundesliga vor den Bayern (36:10), die im anderen Schlagerspiel Alba Berlin mit 96:65 deklassierten und sich für die Niederlage im Pokalfinale revanchierten.

"Es wurde Zeit, dass wir zurückschlagen, nachdem wir gegen Real Madrid und im Pokal in München zuletzt zwei Mal verloren hatten. Der Sieg war vor allem für unser Selbstvertrauen wichtig. Und wir wollten allen klar machen, dass das unsere Halle ist", freute sich Janis Strelnieks über das Ausrufezeichen, das seine Mannschaft am Sonntagnachmittag gesetzt hatte.

"Frankfurt ist ein wirklich starkes Team. Am Ende war die gute Verteidigung der Schlüssel zum Sieg. Nach der Niederlage in Frankfurt wollten wir ihnen auch im Hinblick auf die Play-offs zeigen, dass es für sie hier nichts zu holen gibt. Deshalb haben auch wir sehr aggressiv gespielt", betonte der Lette, der mit 18 Punkten Bambergs bester Werfer war und an diesem Tag als einziger sehr sicher von der Dreierlinie (4 von 5) getroffen hat.

Ärgerlich für die 6800 Fans in der Frankenhölle war, dass die Dame und die beiden Herren in den grauen Hemden mit ihrer kleinlichen Pfeiferei keinerlei Spielfluss aufkommen ließen. Bei 53 Fouls und 49 Freiwürfen konnte kein Offensiv-Rhythmus zu Stande kommen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit war es Strelnieks, der endlich einmal einen freien Wurf aus der Distanz traf und für eine 44:35-Führung der Hausherren sorgte. Brad Wanamaker erhöhte kurz darauf sogar auf 51:37 - doch die Frankfurter kamen durch ihren Scharfschützen Jordan Theodore (21 Punkte) postwendend zurück.


Daniel Theis fliegt und blockt

Mit geballten Fäusten stand anfangs des Schlussviertels Andrea Trinchieri an der Seitenlinie, nachdem serienweise Theis und einmal sogar Strelnieks die Frankfurter Würfe geblockt hatten. Und spätestens nach den beiden Dreiern des Letten zum 68:53 drei Minuten vor dem Ende war klar, dass die Brose Baskets den 14. Bundesliga-Sieg in Folge feiern würden.

"Frankfurt war für uns der schlimmste Gegner nach der Partie gegen Real Madrid, wo wir an unser Maximum gegangen sind. Das ist eine sehr gute Mannschaft und ein echter Titelkandidat. Deshalb war das ein großer Sieg für uns", analysierte Trinchieri die lange hart umkämpfte Partie. Und der Italiener freute sich für Daniel Theis: "Er lernt viel in der Euroleague und setzt das in der Bundesliga glänzend um. Das ist gut für ihn, meine Mannschaft und den deutschen Basketball."




Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - Skyliners Frankfurt 71:58
(17:17, 20:17, 21:16, 13:8)
Bamberg Strelnieks (18 Punkte/4 Dreier), Wanamaker (13/2), Radosevic (9), Melli (8), Zisis (7), Theis (6), Miller (3/1), Staiger (3/1), Heckmann (2), Harris (2), Obst
Frankfurt Theodore (21/3), Doornekamp (16/3), Barthel (10), Little (5/1), Scrubb (3/1), Robertson (2), Voigtmann (1), Morrison, Klein
SR Panther, M. Reiter, Schreiner
Zuschauer 6800 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bamberg 41 Prozent (20 Treffer/49 Versuche), Frankfurt 33 (17/52)
Dreierquote Bamberg 35 Prozent (8/23), Frankfurt 38 (8/21)
Freiwurfquote Bamberg 79 Prozent (23/29), Frankfurt 80 (16/20)
Rebounds Bamberg 32 (26 defensiv/6 offensiv), Frankfurt 34 (24/10)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 9/16, Frankfurt 5/18
Assists Bamberg 13/ Frankfurt 13
Fouls Bamberg 25 / Frankfurt 28

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