Meister startet in eine heiße Saison

Brose Bamberg empfängt zum Auftakt die Skyliners aus Frankfurt und gilt als hoher Favorit.
In den letzten Wochen stopfte Daniel Theis den Ball im Dress des Nationalteams in den Korb. Seit Dienstag trainiert er zusammen mit Maodo Lo und Patrick Heckmann wieder in Bamberg. Foto: dpa
 
von KLAUS GROH
Deutscher Meister gegen den FIBA-Eurocup-Champion und Play-off-Halbfinalisten - die Saison in der Basketball-Bundesliga beginnt am Freitag (19 Uhr/Sport1 live) mit einem richtigen Kracher, wenn Brose Bamberg die Fraport Skyliners Frankfurt in der "Frankenhölle" empfängt.


Frankfurt verliert seine Stars

Diese Partie steht allerdings unter veränderten Vorzeichen: Während der Serienmeister aus Bamberg seine erfolgreiche Mannschaft mit Ausnahme von Brad Wanamaker (Darussafaka Istanbul) zusammenhielt und sich aufgrund des Mammutprogramms in der reformierten Euroleague mit Fabien Causeur, Maodo Lo und Vladimir Vere-meenko noch kräftig verstärkte, mussten die Skyliners ihre Stars ziehen lassen. Mit Topwerfer Jordan Theodore (Banvit, Türkei), Aaron Doornekamp (CB Canarias, Spanien), John Little (unbekannt), Tomas Dimsa (Prienai, Litauen) und den deutschen Assen Danilo Barthel (München), Johannes Voigtmann (Vitoria, Spanien), Konstantin Klein und Johannes Richter (beide Bonn) verloren sie ihre Leistungsträger.
An die Erfolge aus der letzten Saison anzuknüpfen wird somit schwer, zumal das Team durch die deutschen Neuzugänge Daniel Mayr (21 Jahre), Mahir Agva (20) und Isaac Bonga (16) weiter verjüngt wurde. Neu hinzugekommen sind zudem die US-Profis Markel Starks (25), Antonio Graves (31) und Shavon Shields (22).
Doch am letzten Wochenende hätten die Hessen beim Weltpokal schon fast die erste Trophäe gewonnen. Nach vier intensiven Vierteln setzte sich in Frankfurt Guaros de Lara mit 74:69 durch und sicherte sich den FIBA Intercontinental Cup. Gegen starke Hausherren hatten die Gäste aus Venezuela am Ende die besseren Nerven und auch etwas Glück. Bester Frankfurter war Neuzugang Shavon Shields mit 16 Punkten und sieben Rebounds. Doch auch die anderen acht Skyliners-Akteure, die Interims-Chef Klaus Perwas aufs Feld schickte, trugen sich in die Werferliste ein.
Der Assistent muss seinen Chef mindestens noch bis zum Jahresende vertreten. Gordon Herbert wird nach seiner Rückenoperation erst im November mit der Reha beginnen und dürfte somit nicht vor 2017 an der Seitenlinie stehen. "Gordie will auf jeden Fall zurückkehren und insgesamt noch zehn Jahre als Trainer arbeiten", wies Geschäftsführer Gunnar Wöbke Gerüchte um ein mögliches Karriereende Herberts zurück.
Die Brose Baskets brennen nach sechs Siegen und teilweise starken Leistungen in den Testspielen auf den Saisonstart. "Wir sind nach der langen Vorbereitung froh, dass es endlich losgeht. Auch wenn die Frankfurter einige Abgänge hatten, haben sie immer noch eine sehr gute Mannschaft. Das wird für uns kein leichtes Spiel", warnt Center Elias Harris davor, die Skyliners zu unterschätzen. Sein Einsatz und der von Aleksej Nikolic - beide verletzten sich im letzten Test gegen Ludwigsburg - ist noch offen.


Radosevic wird länger fehlen

Leon Radosevic (Knöcheloperation) fehlt auf jeden Fall. "Er macht täglich Fortschritte. Er ist ein wichtiger Teil unserer großen Rotation, deshalb geben wir ihm die Zeit, die er braucht", betont Erfolgstrainer Andrea Trinchieri. Auf den großen Positionen hat er mit dem zurückgekehrten Nationalspieler Daniel Theis und Nachwuchs-Center Leon Kratzer aber genügend Alternativen.
Der Italiener warnt dennoch vor überzogenen Erwartungen: "Wir werden nicht perfekt sein, denn drei Spieler kamen erst vor zweieinhalb Tagen von der Nationalmannschaft zurück und sind sofort wieder ins Training eingestiegen. Das hat den Prozess verlangsamt. Es ist wichtig, dass wir zu Hause spielen, mit unseren Fans im Rücken. Am Anfang ist es wichtig, das Spiel zu gewinnen und dann über das nächste nachzudenken."

Mit dem Shuttle-Bus zur Brose Arena

Auch in der neuen Saison steuern die Shuttle-Busse der Stadtwerke Bamberg die Brose Arena an. Den kostenlosen Service kann jeder nutzen, der eine Eintrittskarte für das jeweilige Heimspiel von Brose Bamberg besitzt. Die Fans können jeweils eine Stunde vor und nach den Spielen zur Brose Arena und wieder zurück in die Innenstadt an den ZOB oder zu den P+R-Anlagen am Heinrichsdamm und an der Kronacher Straße fahren, wo es kostenlose Parkplätze gibt.

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