Fehlstart der Victoria-Herren

Die Bamberger unterliegen zum Saisonauftakt überraschend dem KRC Kipfenberg mit 2:6 Mannschaftspunkten.
Ein gut gelaunter Nicolae Lupu am Samstag vor der Partie gegen Kipfenberg: Sicher hat die Stimmung des Bamberger Leistungsträgers im Lauf der Partie gelitten. Foto: sportpress
 
Mit 2:6 Mannschaftspunkten (MP) und 3672:3678 Kegeln ist der Saisonstart der Bamberger Victoria-Kegler in der Bundesliga gegen den KRC Kipfenberg alles andere als nach Plan verlaufen. Der Sieg der Gäste war nicht ganz unverdient, wenn man das Gesamtergebnis des Heimteams betrachtet. Der mit Abstand beste Spieler des Tages war Christian Jelitte mit überragenden 679 Holz.

"Wir sind nach Bamberg gefahren und wollten als Team einen 600er-Schnitt spielen. Dass es sogar zu einem Sieg in Bamberg reicht, macht mich sprachlos", so der Kipfenberger Kapitän Patrick Scholler. Die Bamberger waren nach dem Spiel völlig konsterniert ob der Auftaktniederlage. "Mit einer solch schwachen Heimleistung kann man in der Bundesliga nichts erben. Aber wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern müssen weiter hart arbeiten und die Niederlage am nächsten Wochenende vergessen machen", sagte der Bamberger Teammanager Markus Habermeyer.

Der Trainer des SKC Victoria Bamberg, Bela Csanyi, musste vor Spielbeginn sein Team nochmals umbauen, da Florian Fritzmann angeschlagen und auch Teamkapitän Uwe Wagner nicht bei optimaler Gesundheit war. Dominik Kunze rückte in die Startformation neben Julian Hess und Nicolae Lupu. Für Kipfenberg nahmen Kratz, Brosi und Stahl das Spiel auf. Kunze führte schnell mit 2:0 Satzpunkten (152:140, 171:149), doch Kratz verkürzte mit 166:137. Der letzte Satz endete 168:168, der MP ging mit 2,5:1,5 SP bei 628:623 Holz an Kunze. Hess startete mit 171 ebenfalls sehr gut, aber danach lief nicht mehr viel zusammen. Brosi ging mit 2:1 in Führung (469:452). Hess glich zwar zum 2:2 aus, aber im Ergebnis lag Brosi mit 615:600 vorn, und so ging der MP an Kipfenberg. Detlef Stahl machte ein gutes Spiel, nutzte jeden schlechten Wurf Nicolae Lupus und lag verdient mit 2:0 vorne. Der Kipfenberger fertigte Lupu mit 3,5:0,5 SP bei 613:580 Kegel ab. Der KRC führte mit 2:1 und hatte 43 Holz Vorsprung.

Während Christian Jelitte und Christian Wilke gut starteten und schon 22 Kegel aufholten, lief bei Miroslav Jelinek überhaupt nichts. Mit 125:156 unterlag er Schobert. Trainer Csanyi brachte nun den angeschlagenen Florian Fritzmann. Auch der zweite Satz ging an Schobert, während auch Wilke unterlag. Jelitte spielte 172 und führte mit 2:0. Er siegte mit 171:165, der MP war sicher. Fritzmann verkürzte mit 159:152 auf 1:2, während sich Wilke mit 142:144 geschlagen geben musste. 65 Kegel betrug der Rückstand. Die drei Bamberger taten alles, um aufzuholen. Mit jedem Wurf im letzten Abräumen wuchs die Hoffnung, da Fritzmann und Wilke ihre Gegner im Griff hatten. "Jelly", der einen Sahnetag erwischte, war abermals Herr im Haus und setzte Scholler mächtig unter Druck. Mit einer Neunerserie von Fritzmann und Jelitte kam der SKC ganz nah heran, doch Natur-Neuner von Scholler und Stephan sorgten für lange Gesichter im Bamberger Lager. Fritzmann kam zwar noch zum 2:2, unterlag aber mit 579:586 - Punkt für Kipfenberg.

Wilke glich ebenfalls noch zum 2:2 aus, aber auch hier ging der MP an Stephan, da dieser mit 629:606 vorne lag. Jelitte kam nach 172 auf das Tagesbestergebnis (439 Volle, 240 Abräumen) von 679 Kegeln bei 4:0 Sätzen, was aber an der 2:6-Niederlage nichts mehr änderte. maha
SKC Victoria Bamberg -
KRC Kipfenberg 2:6
(13:11 Satzpunkte, 3672:3678 Holz)
Kunze - Kratz 2,5:1,5 (628:623)
Hess - Brosi 2:2 (600:615)
Lupu - Stahl 0,5:3,5 (580:613)
Jelitte - Scholler 4:0 (679:612)
Wilke - Stephan 2:2 (606:629)
Jelinek/Fritzmann -
Schobert 2:2 (579:586)





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