Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

FC Eintracht Bamberg wehrt sich gegen finanzielle Forderungen von Mathias Zeck

Der FC Eintracht Bamberg 2010 setzt sich gegen die finanziellen Forderungen seines ehemaligen Vorsitzenden zur Wehr.
Jörg Schmalfuß und der FCE lassen juristisch prüfen, ob der insolvente Verein einen Anspruch auf Schadenersatz gegenüber dem früheren Vorsitzenden Mathias Zeck hat. Foto: sportpress
 
Auf Unverständnis stößt bei den Verantwortlichen des FC Eintracht Bamberg 2010 die beim Verein eingereichte finanzielle Forderung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Mathias Zeck. Grund: Der Verein sieht große Widersprüche zwischen der hohen Verschuldung, die der Anfang März zurückgetretene Vorsitzende in nur sechs Jahren Vereinsführung angehäuft hat, und der in dem Artikel zitierten Aussage von Zecks Anwalt, dass Zeck stets im Interesse des Vereins gehandelt habe.

FCE-Vorsitzender Jörg Schmalfuß, der seit dem Rücktritt Zecks an der Spitze des Vereins steht, zeigt sich - zusammen mit vielen Mitgliedern und Gönnern des Vereins - geschockt und fassungslos ob dieser Forderung: "Allein die Idee, den Verein innerhalb so kurzer Zeit - also seit Vereinsgründung im Jahr 2010 - mit einem Darlehensbetrag von einer halben Million Euro zu belasten, ist schon Wahnsinn. Und jetzt noch diese zusätzliche Forderungsanmeldung."


Nicht nur Schmalfuß verwundert

Dem Betriebsleiter zweier Bamberger Unternehmen "war bekannt, dass Zeck Gelder von seinem Privatkonto in den Verein einbrachte. Dass es sich jetzt um Darlehen handeln soll, verwundert nicht nur mich". In diesem Zusammenhang verweist Schmalfuß auf die Satzung des FC Eintracht Bamberg 2010. Dort steht, dass Rechtsgeschäfte mit einem Gegenstandwert höher als 35 000 Euro der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen und der Verein im Außenverhältnis gerichtlich und außergerichtlich stets durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten wird. "Wir prüfen gerade die Einhaltung dieser Satzungsinhalte, unabhängig von der Forderungsanmeldung Herrn Zecks, mit dem Verdacht, dass gerade bei Arbeitspapieren und sonstigen Vereinbarungen mit hoher Belastung für den Verein die Zustimmung eines zweiten Vorstands, geschweige denn des Aufsichtsrats stets nicht vorlag", erklärt ein Rechtsanwalt, der den Verein juristisch berät und unterstützt. Eine Prüfung der von Zeck angemeldeten Forderung führt jetzt der vom zuständigen Amtsgericht beauftragte Insolvenzverwalter, Volker Böhm aus Nürnberg, unabhängig durch.


Schadensersatzforderung?

Der FC Eintracht Bamberg lässt derzeit juristisch prüfen, ob der Verein gegenüber Mathias Zeck einen Anspruch auf Schadensersatz hat. Schmalfuß macht deutlich, "dass wir nicht vorhatten, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Allerdings müssen wir aufgrund des Artikels im Fränkischen Tag und den dort gemachten Aussagen reagieren. Dies sind wir den Mitgliedern, Gönnern und Sponsoren des FCE schuldig. Wir distanzieren uns von der Idee und den Vorstellungen von Mathias Zeck, wie man einen Verein führt. Das Ergebnis dieser Idee und Führung ist ja bekannt".

Zur Erinnerung: In der Mitgliederversammlung am 29. Dezember vergangenen Jahres bezifferte Zeck den Stand der Verbindlichkeiten mit 150 000 Euro. Die neue Vereinsführung hatte dann zur außerordentlichen Mitgliederversammlung, zu der sie Mitte März geladen hatte, den Mitgliedern einen Schuldenstand von 450 000 Euro präsentiert. "Und diese Zahl haben wir sogar mit dem Zusatz versehen, dass wir bis jetzt diese Zahl ermitteln konnten, der Stand der Verbindlichkeiten aber sogar noch höher sein könnte. Und genau so war es dann ja auch", so Schmalfuß.

Der Vorsitzende weiter: "Bedauerlich ist es unserer Ansicht nach, dass gerade Mathias Zeck, der die Hauptverantwortung für die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit des FC Eintracht Bamberg 2010 trägt, den möglichen Abschluss des laufenden Insolvenzverfahrens durch seine Forderungsanmeldung verzögern könnte." pm

zum Thema "FC Eintracht Bamberg"






Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.