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Insolvenz

FC Eintracht Bamberg: Zeck fordert Geld zurück

Der frühere Präsident des Fußballvereins hat nach Angaben seines Anwalts dem Klub eine größere Summe gegeben. Nun müsse "eine Lösung gefunden werden".
Der frühere FC Eintracht Bamberg-Präsident Mathias Zeck fordert Geld vom Verein zurück. Foto: sportpress/Archiv
 
von PETER GROSCURTH CHRISTIAN PACK
Sportlich läuft es für den FC Eintracht Bamberg nicht optimal. Nach dem 13. Spieltag steht der ehemalige Regionalligist in der Landesliga Nordwest auf dem vorletzten Platz. Das passt zur finanziellen Schieflage des Vereins, der sich derzeit in der Insolvenz befindet.

Die Geldprobleme des Klubs könnten sich sogar noch verschärfen: Laut Informationen dieser Zeitung soll der frühere FCE-Präsident Mathias Zeck, der Anfang März 2016 sein Amt niederlegte, Geld vom Verein zurückfordern. Und zwar 600 000 Euro, die er aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellte, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Diese Summe soll Zeck dem Insolvenzverwalter Volker Böhm übermittelt haben. Der aber schweigt über Interna aus dem Verfahren, das laut einem Pressesprecher der Kanzlei "üblicherweise nichtöffentlich geführt" werde. Man werde keine Stellungnahme abgeben.


"Müssen eine Lösung finden"

Martin Reymann-Brauer vertritt Mathias Zeck als Anwalt und erklärt gegenüber dieser Zeitung: "Es ist richtig, dass Herr Zeck 600 000 Euro in den Verein gesteckt und diese Summe dem Insolvenzverwalter gemeldet hat." Nun müsse eine Lösung gefunden werden. Entweder über eine Verständigung mit Insolvenzverwalter und Verein oder - falls dieser Weg scheitert - vor Gericht.

Laut unbestätigten Informationen soll die Forderung Zecks rund 513 000 Euro betragen. Das Problem: Für diese Summe wurden zwar Belege geliefert, doch Darlehen über 35 000 Euro müssen vom Aufsichtsrat des Klubs genehmigt werden. Und diese Genehmigungen liegen wohl nicht vor. Demnach soll ein Großteil dieser Summe nicht auf der sogenannten Insolvenztabelle stehen, auf der alle Forderungen von Gläubigern penibel aufgelistet sind. Die dürfen sich im Übrigen nicht allzu viel Geld aus dem Verfahren erhoffen. Im Durchschnitt gibt es bei 100 Euro an Forderungen nur zwischen drei und fünf Euro zurück. Im Fall des FC Eintracht dürfte die Quote nicht höher sein.


"Er wollte dem Verein nicht schaden"

Der Insolvenzverwalter wird auch prüfen, ob Vorstand und Aufsichtsrat korrekt im Sinne des Vereins gehandelt haben. Werden schwerwiegende oder gar vorsätzliche Verstöße festgestellt, könnte Schadenersatz eingefordert werden. Eine Vorgehensweise, die gerade bei ehrenamtlichen Funktionsträgern wie in Sportvereinen die Ausnahme darstellt. Zumal sich Reymann-Brauer auch dagegen verwahrt, sein Mandant habe dem FC Eintracht Schaden zugefügt: "Er hat immer im Interesse des Vereins gehandelt. Herr Zeck will dem FC auch nicht schaden."

Aus Sicht von Jörg Schmalfuß hat Zeck aber auf jeden Fall den Gläubigern geschadet. Der Vorsitzende des FC Eintracht Bamberg bestätigt, dass Seitens des Ex-Präsidenten eine Forderung eingegangen ist. "Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das ist Sache des Insolvenzverwalters." Im Gegenzug stünden aktuell keine Forderungen gegenüber Mathias Zeck im Raum.

Was den Stand des Insolvenzverfahrens betrifft, hofft Schmalfuß auf einen Abschluss bis zum Jahresende. "So etwas kann sich teilweise aber auch mehrere Jahre hinziehen", macht er deutlich. Dem Gericht liegt aktuell der Insolvenzplan des Vereins vor, vor dessen möglicher Genehmigung noch die Gläubiger zustimmen müssen.
Es gibt also noch viel Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um die sportliche Zukunft des Fußball-Vereins zu sichern. Man sei "auf dem Weg der Besserung", beschreibt Schmalfuß die aktuelle Lage. "Die Stimmung bei uns ist trotzdem immer noch angespannt."

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