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Ein Gästeblock ist Voraussetzung für die Zulassung zum Spielbetrieb

Im Fußball knüpft der Verband - anders als im Basketball - strengere Auflagen an die Austragung von Spielen, was die Gästefans betrifft.
Im Sportpark Ronhof von Greuther Fürth ist es Gästefans verboten, in den Stehblock der Heimfans zu gehen. Foto: dpa/Archiv
 
von SEBASTIAN MARTIN
Am Dienstagabend ist es beim Euroleague-Spiel der Brose Bamberg gegen Roter Stern Belgrad zu Randalen gekommen. Ein Problem: Bei der Basketball-Partie in der Brose Arena hatten die Gästefans keinen von den Anhängern der Brose Bamberg getrennten Block.

Anders als im Basketball machen die Fußball-Verbände strenge Vorgaben, was die Gästefans betrifft. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) gibt bei der Trennung von Gäste- und Heimfans genaue Richtlinien vor: "Die Blöcke für die Fans der beiden Mannschaften sollen möglichst weit voneinander entfernt angeordnet werden", heißt es unter Paragraf 9 der "Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei Bundesspielen". Außerdem: "Der Block für die Fans der Gastmannschaft muss einen eigenen Zugang haben. Der Weg dorthin soll möglichst wenig andere, von den übrigen Stadionbesuchern benutzte Wege kreuzen."


Keine Gästefans im Block der Anhänger von Greuther Fürth

Wie sich das im Sportpark Ronhof der SpVgg Greuther Fürth darstellt, schildert Pressesprecher Immanuel Kästlen: "Wir lassen in die Stehblock-Bereiche unserer Fans keine erkennbaren Gästefans."

Noch strikter gilt das beim Frankenderby, wenn der 1. FC Nürnberg bei den "Kleeblättern" spielt: Dann dürfen auch im Bereich der Gegengerade keine Gästefans den Ronhof betreten. Das ist laut Kästlen allerdings der baulichen Situation geschuldet: Die Fürther-Stehblockfans gelangen über den selben Zugang in das Stadion. Konfrontationen sollen aber möglichst vermieden werden.

Das funktioniere auch, sagt Kästlen. Größere Probleme würden in Fürth nicht auftreten. Ärger gebe es bisweilen nur wegen mitgebrachter Bengalos.

Rund 2000 Gästefans finden im Fürther Stadion Platz, das sind etwas mehr, als der Verein vorhalten müsste: Zehn Prozent des Fassungsvermögens schreibt der Verband vor. Insgesamt kommen 18.000 Zuschauer im Ronhof unter.


Regeln bei Sicherheitsspielen in der Regionalliga

Neben den Mannschaften in den Top-Ligen müssen Bayern- und Regionalligisten die Vorgaben des Bayerischen Fußball-Verbands erfüllen: "Bei einem Spiel, das der Verband mit der Polizei als Sicherheitsspiel deklariert, müssen wir den Gästeblock bereitstellen und einen externen Sicherheitsdienst engagieren", erklärt Peter Glaser, Sprecher der SpVgg Bayreuth.

Bei einem Sicherheitsspiel kommen in Bayreuth neben den normalen Ordnern bis zu zwölf zusätzliche Fachkräfte zum Einsatz. Selbst im Spiel gegen Burghausen war das in diesem Jahr der Fall, obwohl laut Glaser auf beiden Seiten bis dahin keine entsprechenden Anzeichen bekannt waren.

Die SpVgg öffnet den Gästeblock aber auch bei anderen Spielen: Dann, wenn absehbar sei, dass die Auswärtsmannschaft mit einer größeren Anzahl an Fans anreisen würde. Das sei in der Vergangenheit beispielsweise bei TSV 1860 München II der Fall gewesen, erklärt Glaser.

Derzeit ist ohnehin alles anders: Die Altstädter tragen ihre Partien in Weismain aus. Die eigentliche Heimspielstätte wird derzeit umgebaut. "Auch dort haben wir einen abgetrennten Gästeblock, sonst dürften wir nicht spielen", sagt Glaser.





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