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Derby eine klare Angelegenheit für die Brose Baskets

Die Brose Baskets fertigen die gastgebenden Bayreuther mit 85:53 ab und untermauern mit dem 18. Sieg in Folge die Tabellenführung.
Patrick Heckmann (mit Ball) war im Derby der erfolgreichste Korbjäger. Hier setzt er sich gegen Jake Odum (l.) und Travis Leslie durch. Fotos: Löb
 
von KLAUS GROH
Drei Tage nach der "magischen Nacht" und dem "historischen Sieg" (Andrea Trinchieri) gegen ZSKA Moskau in der Euroleague machten die Bamberger im Oberfranken-Derby in Bayreuth von der ersten Sekunde an deutlich, dass sie den 18. Sieg in Folge unbedingt mitnehmen wollten. Bis auf einen 9:0-Lauf zum Ende des ersten Viertels der Gastgeber war das 71. Duell zwischen Bayreuth und Bamberg eine einseitige Angelegenheit. Der Spitzenreiter setzte sich letztlich deutlich mit 85:53 (44:29) durch und wird mit ziemlicher Sicherheit als die Nummer 1 in die Play-offs gehen. Die Mannschaft von Trainer Mike Koch hat keine Chance mehr auf die Play-offs und wird auch mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Beide Teams traten aufgrund eines Magen-Darm-Virus ersatzgeschwächt an: Bei den Bayreuthern hatte es Mullings, bei den Brose Baskets Harris erwischt. Nicolo Melli mit zwei Dreiern, Leon Radosevic mit sechs Punkten am Brett und Brad Wanamaker mit drei Assists sorgten schnell für einen zweistelligen Vorsprung (12:2). Die Bayreuther kamen erst nach fünf Minuten ins Spiel, wobei vor allem Andi Seiferth dafür verantwortlich war, dass die Gastgeber nach dem ersten Viertel nur fünf Punkte hinten lagen.


Mit einem Heckmann-Dreier startete der deutsche Meister in die zweiten zehn Minuten, wo er die Führung schnell wieder in den zweistelligen Bereich schraubte. Ein abschließender 8:1-Lauf bescherte dem Spitzenreiter dann eine komfortable 44:29-Pausenführung, obwohl Andrea Trinchieri munter durchwechselte und seinen Leistungsträger viele Pausen gönnte.

Auch im dritten Viertel bestimmten die Bamberger das Geschehen: Mit einer aggressiven Verteidigung ließen sie die Bayreuther nie zur Entfaltung kommen. Zwei Dreier und zwei Freiwurfpunkte waren die einzige Ausbeute der Hausherren in diesen zehn Minuten. Obwohl auch bei den Brose Baskets nicht alle Würfe fielen, lagen sie nach 26 Minuten erstmals mit 20 Punkten vorn und gingen mit einem komfortablen 61:37-Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel verbuchten die Hausherren dann doppelt so viele Punkte (16) wie in den dritten zehn Minuten, doch das reichte gegen die Bamberger, die so weit wie möglich Kräfte für das entscheidende Euroleague-Spiel am Donnerstag in Barcelona schonten, nicht. Sechs Dreier von Zisis, Heckmann (je 2) sowie von Lucca Staiger und Brad Wanamaker (je 1) schlugen noch im Bayreuther Korb ein, sodass der hohe Favorit am Ende den Vorsprung sogar noch auf über 30 Zähler ausbauen konnte.

Bereits sechseinhalb Minuten vor dem Ende war übrigens für Daniel Theis am Ostersonntag Feierabend. Trainer Andrea Trinchieri schickte seinen Center vorzeitig nach Hause, weil seine Frau im Krankenhaus auf die Geburt des Kindes wartete.


Die Meinung der Trainer

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): "Ich denke, wir haben das Spiel heute sehr ernst genommen und gut auf den Ball gut aufgepasst. Wir hatten nur fünf Turnover. Meine Mannschaft ist in der Lage, ihre Ausrichtung jederzeit zu ändern. Patrick Heckmann hatte ein exzellentes Spiel. Er hat Donnerstag nicht gespielt, weil wir einen anderen Gameplan hatten. Heute war er bereit, alle sind das Spiel sehr professionell angetreten. Es ist nie einfach, in ein Derby zu gehen. Wenn du hier nicht den Fokus behältst, kann das Spiel schnell ganz anders laufen. Wir haben gut verteidigt und den Ball offensiv gut laufen lassen. Nun haben wir vier Tage Zeit, um uns auf ein Spiel vorzubereiten, bei dem wir Geschichte schreiben können."

Michael Koch (medi Bayreuth): "Glückwunsch an Andrea und die Brose Baskets. Vor dem Spiel habe ich gesagt dass es immer eine tolle Sache ist, gegen die beste Mannschaft der Liga zu spielen. Ich glaube, heute hat jeder gesehen, was der Unterschied zwischen medi bayreuth und den Brose Baskets momentan ist. Es war ein Augenschmaus, was Bamberg heute gespielt hat. Sie haben den Ball laufen lassen, haben trotz einer 30-Punkte-Führung keine Egoisten im Team, keinen, der meint, er müsste mal schnell 25 Punkte machen. Jeder erfüllt seine Rolle, jeder akzeptiert seine Rolle. Wir haben ein kurzes Aufbäumen geschafft, hauptsächlich durch Intensität. Aber wir haben es nicht geschafft, die Bamberger Verteidigung zu knacken und ihre Passbewegung zu unterbinden. Ich wünsche ihnen viel Glück beim Spiel in Barcelona."


Die Punktverteilung

Bayreuth Seiferth (12 Punkte), Odum (8), Ziegenhagen (7/1 Dreier), Leslie (6), Flowers (6/1), Doreth (5/1), Wachalski (4/1), Horton (3), Heyden (2), Vines

Bamberg Heckmann (13/3), Zisis (12/2), Wanamaker (11/2), Melli (10/2), Strelnieks (9/1), Miller (8/1), Radosevic (8), Staiger (6/2), Theis (4), Idbihi (4), Obst



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