Der SV Wernsdorf macht aus einem 0:1 ein 6:1

Der SV Wernsdorf hat nach dem Heimsieg über den ASV Stübig die Führung in der Fußball-A-Klasse 2 übernommen.
Der Stübiger Dieter Hemmer (r.) kann den Wernsdorfer Thilo Hommel nicht hindern zu flanken. Fotos: sportpress
 
von DIETFRIED FÖSEL
Der SV Wernsdorf erspielte sich bereits in der Anfangsphase eine drückende Überlegenheit. Völlig überraschend gelang Jörg Jantschke in der 13. Min. für den ASV Stübig die Führung. Nach Toren von Stefan Karl, Thilo Hummel und Marcel Haas drehten die Platzherren das Ergebnis und führten zur Pause mit 3:1. Nach dem Seitenwechsel trugen sich Thilo Hummel, Florian Gürtler und Marcel Haas zum 6:1-Endstand in die Torschützenliste ein.
Unterschiedlich sind die Zielvorgaben der Verantwortlichen des SV Wernsdorf und des ASV Stübig für die Saison 2016/17. Die Wernsdorfer möchten nach Aussage ihres Vorstandes Reinhard Haas aufsteigen, während der Vorjahres-13. ASV Stübig einen einstelligen Platz anpeilt. Die Vorhaben der beiden Klubs erscheinen durchaus machbar. Daran ändert sich auch nach dem jüngsten 0:4 des Rangzweiten SV Wernsdorf beim Vierten SC Unteroberndorf nichts. Der ASV spielte am letzten Wochenende gegen den SC Markt Heiligenstadt II 1:1 und nimmt die elfte Position in der 15er-Rangliste der "AK2" ein.
Der SV Wernsdorf verpasste in der Vorserie knapp hinter dem SV Merkendorf II und dem SV Zückshut die Teilnahme an der Aufstiegsrelegationsrunde zur Kreisklasse. Dies konnte auch der 8:0-Kantersieg des SVW in der Abschlusspartie gegen den FV 1912 Bamberg nicht verhindern. Für die laufende Punkteserie wurde das Kollektiv des 36-jährigen neuen Trainers Stefan Burkard ganz erheblich mit Nachwuchstalenden der JFG Ellertal 2 verjüngt und quantitativ vergrößert. Sehr gut ist auch die Trainingsbeteiligung. Die fußballerische Heimat der Wernsdorfer Fußballer bewegt sich seit Jahrzehnten zwischen der A- und Kreisklasse, den früheren C- und B-Klassen. Allein der Gedanke daran, dass der SV Wernsdorf jemals in der gleichen Klasse wie der einstige Bayernligist ASV Hollfeld kickt, war noch vor wenigen Jahren eine Utopie. Die Partie in Hollfeld hat der SVW Ende August mit 2:1 für sich entschieden. Torjäger der Wernsdorfer ist der 27-jährige Dominik Schirner mit bisher 13 Treffern.
Die Stübiger starteten mit einem 0:0 im Nachbarderby gegen die SG DJK Stadelhofen in die neue Spielzeit. ASV-Vorsitzender Steffen Rothlauf bezeichnete die Vorbereitung unter der Leitung von Trainer Marcus Sauer (40) "als planmäßig". In der Zusammensetzung des Kaders hat sich kaum etwas verändert, jedoch haben die Stübiger zwei schwere Verletzungen von Abwehrspielern zu beklagen. "Mit erst sieben Toren aus ebenso vielen Spielen rangieren wir in der Trefferbilanz fast ganz unten. Bärenstark ist hingegen unsere Defensivabteilung mit den derzeit wenigsten Gegentoren der Liga", kommentiert Vorstand Rothlauf die Leistungskurve seiner Fußballer. Der ASV feiert 2017 sein 40-jähriges Bestehen. Seine sportliche Blütezeit hatte der kleine Verein aus dem Scheßlitzer Ortsteil während seiner Zugehörigkeit zur Bezirks- und Kreisliga.
Die ambitionierten Wernsdorfer waren vom Anstoß weg hellwach und setzten den Drittletzten ASV Stübig mächtig unter Druck, scheiterten aber zunächst an der Fangsicherheit des Gästetorstehers Timo Merklein. Aus einem Sonntagsschuss von Jörg Jentschke resultierte im Dauerregen die ASV-Führung. Nach dem 1:1 durch Stefan Karl zehn Minuten später setzte sich die spielerische Überlegenheit der Hausherren deutlich durch. Dennoch waren die Stübiger nicht nur auf Schadensbegrenzung aus. Sie spielten munter mit und waren bei Eckstößen nicht ungefährlich, fanden aber im SVW-Torwart Wolfgang Schäfer ihren Meister. Gästetrainer Marcus Sauer bezeichnete den Wernsdorfer Sieg "als völlig in Ordnung, aber um ein bis zwei Tore zu hoch".

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