Brose Bamberg trumpft gegen medi Bayreuth auf

Der Meister aus Bamberg gewinnt das Turnier beim oberfränkischen Nachbarn und beendet die Vorbereitung ungeschlagen.
Geschickt nimmt Fabien Causeur den Ring als Schutz und legt den Ball gegen den Ludwigsburger Wes Washpun in den Korb. Fotos: Daniel Löb
 
von KLAUS GROH
Die Bamberger Brose-Basketballer entschieden den "Expert-Jakob-Cup" in Bayreuth für sich und blieben auch im sechsten Testspiel ungeschlagen. Im Finale bezwang der Meister die MHP Riesen Ludwigsburg mit 82:63 (25:16, 20:13, 20:13, 17:21) und sicherte sich nach dem Turniersieg in Trient in der letzten Woche erneut den Platz an der Sonne.

Das Spiel um den dritten Platz entwickelte sich zu einem Krimi: Bayreuths Topscorer Kyan Anderson sicherte den Gastgebern mit einem Dreier mit der Schlusssirene den 88:86-Erfolg gegen Dolomiti Energia Trient.
Verzichten musste Brose-Trainer Andrea Trinchieri am Sonntag ein letztes Mal auf die deutschen Nationalspieler Daniel Theis, Patrick Heckmann und Maodo Lo, die wesentlichen Anteil daran hatten, dass sich die deutsche Nationalmannschaft mit dem Kantersieg in den Niederlanden für die EM im nächsten Jahr qualifizierten. Die drei werden Anfang der Woche ins Mannschaftstraining der Bamberger einsteigen. Fehlen werden beim Bundesliga-Auftakt in der Brose Arena am Freitag (19 Uhr) gegen die Skyliners Frankfurt dagegen weiterhin Yassin Idbihi (Knieverletzung) und Leon Radosevic (Fuß-OP).

Die ersten fünf Minuten des Endspiels waren eine eindrucksvolle Demonstration der Bamberger Stärke. In der Verteidigung rührte das Brose-Team Beton an - und im Angriff zog der Meister ein hervorragendes Passspiel auf. Zum 15:3-Zwischenstand nach gut vier Minuten steuerte Neuzugang Fabien Causeur zwölf Punkte - darunter zwei Dreier - bei und machte deutlich, dass er zwar ein ganz anderer Spielertyp, aber durchaus ein gleichwertiger Ersatz für Brad Wanamaker sein kann.


Causeur wertvollster Spieler

Am Ende wurde der Franzose auch zum besten Spieler des Turniers gewählt. Es war schon beeindruckend, wie Nikos Zisis, Darius Miller und Nicolo Melli die Pressdeckung der Schwaben scheinbar mühelos ausspielten. Aus Bamberger Sicht war nur die Leistenverletzung von Elias Harris ärgerlich. Der Center war auf dem Weg zum Korb ausgerutscht. Im zweiten Viertel fanden dann die Ludwigsburger ein bisschen besser ins Spiel und kamen nach einigen Ballverlusten der "Roten" auf sieben Punkte heran. Dann machte die Trinchieri-Truppe aber in der Verteidigung ernst und gestattete den Patrick-Schützlingen über vier Minuten lang keinen Korb. So gingen die Bamberger mit einem komfortablen 45:29-Vorsprung in die Kabine.

Auch im dritten Viertel änderte sich nichts an der Bamberger Dominanz: Zweimal kamen die Schwaben innerhalb der 24-Sekunden-Angriffszeit nicht zum Wurf. Auf der anderen Seite des Feldes bauten Causeur, Nikos Zisis und Janis Strelnieks den Vorsprung (56:32) auf über 20 Punkte aus.
Zu Beginn des Schlussviertels schied Aleksej Nikolic mit einer Knöchelverletzung aus. Trinchieri gab jetzt auch den Talenten Felix Edwardsson und Arnoldas Kulboka Einsatzzeit. Leon Kratzer bedankte sich mit einer engagierten Leistung für die vielen Minuten, die ihm der Coach schenkte.

Brose Bamberg: Causeur (20), Zisis (10), Strelnieks (10), Miller (8), Kratzer (7), Veremeenko (7), Staiger (6), Kulboka (5), Nikolic (4), Melli (3), Harris (2), Edwardsson

Im Halbfinale am Samstag zeigten die Bamberger dem oberfränkischen Rivalen Medi Bayreuth die Grenzen auf. Hielten die Gastgeber im ersten Viertel (20:25) vor allem dank ihres starken Centers Assem Marei (insgesamt 14 Punkte/18 Rebounds) noch einigermaßen mit, erzielten sie in den ersten fünfeinhalb Minuten des zweiten Abschnitts keinen Punkt gegen die aggressive Bamberger Verteidigung. Der deutsche Meister, bei dem Causeur (11 Punkte/4 Assists) und Melli (11/5/5 Rebounds) aufdrehten, lag schon zur Pause klar mit 43:26 in Front. Im dritten Viertel baute der Gast den Vorsprung dann bis auf 65:38 aus und feierte am Ende einen klaren 84:53-Erfolg. Im Brose-Team gefiel vor allem auch Aufbauspieler Nikolic, der mit 15 Punkten bester Werfer des hohen Favoriten war.

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