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Brose Baskets machen die Riesen klein

Die Brose Baskets überraschen die Ludwigsburger mit einer Zonenverteidigung und sichern sich mit dem 71:58-Erfolg die Teilnahme am Top Four in München.
Nicolo Melli (mit Ball) war mit 17 Punkten, sechs Rebounds, drei Assists und zwei Ballgewinnen der effektivste Spieler in Reihen des Meisters. Hier tanzt er Royco O'Neale (r.) und Jon Brockman aus. Foto: Daniel Löb
 
von KLAUS GROH
Die Brose Baskets sind zum 13. Mal bei einem Top-Four-Turnier dabei und kämpfen am 20./21. Februar im Münchner Audi Dome gegen Gastgeber Bayern München, Alba Berlin und die Skyliners Frankfurt um den Pokalsieg. Wie zu erwarten, war es aber am Sonntag in Ludwigsburg ein hartes Stück Arbeit, bis der 71:58 (34:36)-Erfolg gegen die Riesen unter Dach und Fach war. Nur 45 Stunden nach der Euroleague-Pleite in Khimki überraschte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri die Ludwigsburger mit einem taktischen Schachzug: Die Brose Baskets agierten fast ausschließlich mit einer Zonenverteidigung und legten damit die Offensive der Hausherren über weite Strecken lahm.

Wie schon in der Bundesliga-Partie am 23. Dezember letzten Jahres entschieden die Bamberger die lange ausgeglichene Partie im Schlussviertel eindeutig zu ihren Gunsten. Nach 28 Minuten lagen die Schwaben noch mit 50:49 in Front, doch dann gelangen ihnen insgesamt sieben Minuten lang überhaupt keine Punkte - der deutsche Meister zog mit einem 15:0-Lauf vorentscheidend auf 64:50 davon.

Vor allem Darius Miller steuerte zu diesem Zwischenspurt dank seiner individuellen Klasse sieben wichtige Punkte bei. Aber auch Brad Wanamaker, Nicolo Melli, Janis Strelnieks und Daniel Theis mobilisierten die letzten Kräfte, sodass die Ludwigsburger erst 1:13 Minuten vor der Schlusssirene zu den ersten Punkten aus dem Spiel heraus kamen.


Einzug ins Top Four

Die 300 Fans aus Freak City in der nur mit knapp 3000 Zuschauern besetzten MHP Arena hatten da schon längst das Kommando übernommen und feierten mit ihren Siegesgesängen den Einzug ins Top Four.
"Wir wollten mal was anderes ausprobieren und den Rhythmus der Ludwigsburger stören. Und das hat mit der Zone ganz gut geklappt", freute sich Patrick Heckmann. Der Bamberger Youngster hatte sich vor allem zu Beginn ausgezeichnet. Überhaupt wirkten die Brose-Akteure trotz der Reisestrapazen anfangs frisch und bewegten den Ball gut. Nach sieben Minuten stand die erste zweistellige Führung des deutschen Meisters (17:7) zu Buche.
In den zweiten zehn Minuten gingen dann aber die spielerische Leichtigkeit und vor allem die Präzision verloren. Die Ludwigsburger erhöhten das Tempo, kamen zu leichten Körben und gingen nach 15 Minuten erstmals mit 24:23 in Front. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Der Gastgeber, der das zweite Viertel mit 25:14 für sich entschied, führte dank eines starken Rocky Trice zur Pause mit 36:34.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten Kerron Johnson & Co. dagegen, doch der Trinchieri-Truppe gelang es, jetzt wieder das Tempo zu kontrollieren, nach 28 Minuten in der Verteidigung richtig Beton anzurühren und so die Riesen klein zu machen. Entscheidend war, dass die Brose Baskets mit ihrer Ball-Raum-Verteidigung die Zone dicht machten und die Ludwigsburger Center Jon Brockman und Jason Boone damit zur Wirkungslosigkeit verurteilten. Und auch die Distanzwerfer der Ludwigsburger bekamen kaum freie Würfe (Trefferquote 17 Prozent/Bamberg 47), sodass letztlich ein klarer Erfolg für den Favoriten heraussprang.

"Es war ein großartiges Spiel. Beide Teams sind mit allem, was sie haben, in dieses K.o.-Spiel gegangen und haben bis zum Ende hart gekämpft. Wenn man bedenkt, dass wir zuvor einen sehr anstrengenden Trip nach Russland hatten, haben wir heute ein gutes Spiel abgeliefert. Wir mussten zwar in der Verteidigung etwas umstellen, aber wir haben gewonnen, also bin ich insgesamt zufrieden", zog Trinchieri Bilanz.


Die Auslosung für das Top Four findet am Freitag in München statt

Die Endrunde um den deutschen Basketball-Pokal verspricht eine hochklassige und spannende Angelegenheit zu werden. Neben dem gesetzten Gastgeber Bayern München und dem achtmaligen Pokalsieger Alba Berlin kämpfen am 20./21. Februar auch Meister Brose Baskets Bamberg und die Skyliners Frankfurt um die Trophäe. Die Halbfinal-Paarungen werden am Freitag in München ausgelost.

Frankfurt warf mit dem 80:68-Erfolg vor heimischer Kulisse Pokalverteidiger EWE Baskets Oldenburg aus dem Wettbewerb. Bereits am Samstag hatte Alba Berlin durch das 102:73 gegen die s.Oliver Baskets Würzburg zum vierten Mal in Serie das Ticket zum Top Four gebucht.


Skyliners ziehen davon

Beim 44:43 zur Halbzeit war alles offen, doch dann zogen die Skyliners trotz des Fehlens der verletzten Nationalspieler Danilo Barthel und Konstantin Klein im dritten Viertel auf elf Punkte davon. "Wir sind wahnsinnig stolz und fahren motiviert nach München. Wir wollen dort etwas mitnehmen", sagte Johannes Voigtmann. Der Nationalspieler war mit 14 Punkten bester Werfer der Hessen.
Alba Berlin hatte am Samstag mit dem Kantersieg gegen Würzburg die Offensivschmach aus der Vorwoche, als den Hauptstädtern in Braunschweig nur 43 Punkte gelangen, vergessen lassen. "Es gibt so Tage, da klappt einfach alles", sagte Alba-Manager Marco Baldi.
Die Bamberger streben in München ihren fünften Pokalsieg an. "In Frankfurt haben wir in der Liga verloren. Mit den Skyliners haben wir also noch eine Rechung offen", benannte Geschäftsführer Rolf Beyer seinen Wunschgegner für das Halbfinale.


Die Statistik

MHP Riesen Ludwigsburg - Brose Baskets 58:71
(11:20, 25:14, 14:20, 8:17)
Ludwigsburg Johnson (15 Punkte), Trice (11), Munoz (10/1 Dreier), Waleskowski (6/2), Cotton (6), Brockman (4), O'Neale (3), Loesing (2), Boone (1), Armbrust, McCray
Bamberg Melli (17/2), Miller (14/2), Wanamaker (13/2), Zisis (8/1), Heckmann (7), Strelnieks (6/1), Theis (5), Radosevic (1), Staiger, Harris
SR Lottermoser, Barth, Kovacevic
Zuschauer 2987
Gesamtwurfquote Ludwigsburg 35 Prozent (20 Treffer/57 Versuche), Bamberg 45 (24/53)
Dreierquote Ludwigsburg 17 Prozent (3/18), Bamberg 47 (8/17)
Freiwurfquote Ludwigsburg 68 Prozent (15/22), Bamberg 68 (15/22)
Rebounds Ludwigsburg 36 (25 defensiv/11 offensiv), Bamberg 31 (25/6)
Ballgewinne/-verluste Ludwigsburg 9/13, Bamberg 4/14
Assists Ludwigsburg 8 / Bamberg 14
Fouls Ludwigsburg 25 / Bamberg 21

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