Brose Baskets auf der Zielgeraden ausgebremst

Die Bamberger verlieren in der Nürnberger Arena gegen Real Madrid wie schon im Hinspiel hauchdünn mit 86:90.
Mit einem Feuerwerk und von 8200 Zuschauern wurden die Brose Baskets beim Einlaufen in der Nürnberger Arena begrüßt. Fotos: sportpress
 
von KLAUS GROH
Im zehnten Vergleich mit dem amtierenden Euroleague-Champion Real Madrid setzte es für die beherzt auftretenden Brose Baskets die neunte Niederlage. Die Königlichen feierten beim Gastspiel in der mit 8200 Zuschauern ausverkauften Nürnberger Arena einen 90:86 (46:45)-Erfolg und verschafften sich auf Grund des fünften Sieges und des gewonnenen direkten Vergleichs einen klaren Vorteil gegenüber dem deutschen Meister (3:5 Erfolge) im Rennen um einen der ersten vier Plätze in der "Todesgruppe F". Diese Positionen berechtigen nach Abschluss der Top-16-Runde zum Einzug in die Play-offs. Weiter geht's für den Bundesliga-Spitzenreiter am Sonntag (17 Uhr) mit dem Schlagerspiel in der Brose Arena gegen den Tabellenvierten aus Frankfurt.

Erst wurde bei der Spielervorstellung Pyrotechnik gezündet, dann brannte der deutsche Meister ein Feuerwerk ab: Mit 12:0 lagen die Gastgeber gegen den spanischen Pokalsieger, der wohl etwas zu viel gefeiert hatte, vorn. Ein überragender Sergio Llull läutete dann aber mit dem ersten seiner drei Dreier im ersten Viertel die Aufholjagd ein. Die Distanzwürfe (6 von 7) waren aber die einzige Waffe, mit denen die Madrilenen zum Erfolg kamen. In der Zone bestimmten die Brose Baskets - allen voran Leon Radosevic - das Geschehen und gingen mit einem 26:23-Vorsprung in die zweiten zehn Minuten.

Jetzt fanden die Königlichen zudem immer wieder Augusto Lima am Brett und gingen nach 13 Minuten erstmals in Front. Als den Bambergern Mitte des zweiten Viertels schon ein wenig die Felle davon zu schwimmen schienen (31:37), weil nun auch Felipe Reyes traumwandlerisch sicher aus der Distanz traf, setzte Kapitän Brad Wanamaker mit einem seltenen Vier-Punkte-Spiel (Dreier plus erfolgreicher Freiwurf) ein dickes Ausrufezeichen. Und eineinhalb Minuten vor der Pause erkämpfte Lucca Staiger mit einem irren Dreier aus acht Metern die Führung zurück. Dank ihres überragenden Passspiels (11 Assists in der ersten Halbzeit) lagen die Gäste zur Pause hauchdünn mit 46:45 gegen den beherzt aufspielenden deutschen Meister vorn.


Miller antwortet mit drei Dreiern

Die ersten drei Minuten der zweiten Hälfte gehörten eindeutig dem spanischen Star-Ensemble: Der überragende Llull und Jaycee Carroll schossen eine Zehn-Punkte-Führung heraus. Nach einer Auszeit hatte Darius Miller mit drei Dreiern aber die passende Antwort parat (56:59). Die Eishalle kochte. Doch es folgte schnell wieder die Ernüchterung: Real zog abgezockt auf 72:65 weg.

Mit unbändigem Kampfgeist und einem 12:2-Lauf, zu dem Wanamaker fünf wichtige Punkte beisteuerte, wendeten die Bamberger aber innerhalb von zweieinhalb Minute das Blatt und sicherten sich eine 77:76-Führung.
Es knisterte vor Spannung: Führungswechsel, Gleichstände - die Partie wogte hin und her. Madrid marschierte voran, Miller und Melli glichen jeweils aus. Dann tanzte der Ball nach dem Zisis-Dreier auf dem Ring und sprang wieder heraus. Bei einem 86:88-Rückstand hatten die Hausherren den letzten Angriff. Wanamakers Korbleger wurde aber geblockt, und Real behielt wie schon im Hinspiel hauchdünn die Oberhand.


Die Statistik

Brose Baskets Bamberg -
Real Madrid 86:90

(26:23, 19:23, 20:26, 21:18)
Bamberg Miller (20 Punkte/4 Dreier), Wanamaker (16/3), Strelnieks (11/1), Radosevic (11), Melli (10/2), Zisis (9/1), Theis (4/1), Staiger (3/1), Heckmann (2), Harris
Madrid Llull (21/6), Reyes (18/3), Ayon (11), Lima (10), Maciulis (8/1), Carroll (8/2), Nocioni (4), Rodriguez (4), Taylor (4), Rivers (2), Thomkins
SR Christodoulou (Griechenland), Radovic (Kroatien), Vojinovic (Serbien)
Zuschauer 8200 (ausverk.)
Gesamtwurfquote Bamberg 52 Prozent (30 Treffer/58 Versuche), Madrid 57 (31/54)
Dreierquote Bbg. 54 Prozent (13/24), Madrid 50 (12/24)
Freiwurfquote Bamberg 87 Prozent (13/15), Madrid 76 (16/21)
Rebounds Bbg. 22 (17 defensiv/5 offensiv), Madrid 28 (23/5)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/10, Madrid 3/13
Assists Bbg. 13 / Madrid 20
Fouls Bbg. 23 / Madrid 21

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