Basketball-Bundestrainer Fleming attackiert Stoschek

Basketball-Bundestrainer Chris Fleming hat mit völligem Unverständnis auf den Angriff aus den Reihen seines früheren Vereins Brose Bamberg reagiert.
Seite an Seite war einmal: Chris Fleming und Michael Stoschek aus gemeinsamen Zeiten bei den Brose Baskets. Foto: sportpress/Archiv
 
von PETER GROSCURTH
"Für mich basieren die Aussagen nicht auf Wissen, sondern auf Ignoranz", sagte der Amerikaner gegenüber dem Sender "Sport 1".

Michael Stoschek, Aufsichtsratsvorsitzender von Brose Bamberg, hatte vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel bei Sport 1 gesagt, er erwarte, "dass die medizinische und zusätzliche Betreuung nahe an dem ist, was in Ligaklubs geleistet wird."

Fleming verteidigt sein Team und die Betreuung dort. "Die Qualität, die dieser Betreuungsstab hat, habe ich noch nie so gesehen", stellte er klar.

Und er fügte an: "Michael hatte alle Chancen der Welt, sich diese Arbeit anzuschauen. Wir waren vier Tage in Bamberg, er hat es nicht getan. Es ist schade, dass er nicht den Mut gefunden hat. Er kann sich nicht so über Leute äußern, mit denen ich arbeite und die erstklassig sind."

Thorsten Vogt, Mediendirektor von Brose Bamberg, stellte auf Anfrage von inFranken.de klar: "Herr Stoschek hat eine Reihe von Problemen angesprochen, die unter anderem von Seiten der Ligaklubs geäußert wurden." Dabei habe er niemanden persönlich angegriffen, sondern darauf hingewiesen, dass gerade auch Brose Bamberg durch das Abstellen von drei Spielern die Nationalmannschaft gerne unterstütze - in dem Bewusstsein, dass ein erfolgreiches Abschneiden des Nationalteams elementar wichtig sei für das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien am Basketball in Deutschland.

Und Vogt fügte in Richtung Verband an: "Wir schlagen vor, dass sich sobald wie möglich alle Parteien, das heißt die Vertreter des Deutschen Basketballbundes, der Liga und der Vereine, die ihre Spieler für die Nationalmannschaft abstellen sollen, an einen Tisch setzen und sich offen über die Situation austauschen. Dies halten wir für zielführender als eine Debatte über die Medien."

Basketballbund-Präsident Ingo Weiß erhielt bereits eine Einladung für ein persönliches Gespräch.

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