Fussball

Thomas Lutz wird Opfer der Ergebniskrise

Der Bezirksligist FC 06 Bad Kissingen befördert den bisherigen Co-Trainer Mario Wirth zum Chef.
Thomas Lutz (rechts) ist nicht mehr Trainer des FC 06 Bad Kissingen. Sein Nachfolger wird Mario Wirth.Rene Ruprecht
 
von JÜRGEN SCHMITT
Thomas Lutz ist nicht mehr Trainer des FC 06 Bad Kissingen. Sein Nachfolger ist der bisherige Co-Trainer Mario Wirth. "Fußball ist Ergebnissport. Und das waren in diesem Jahr zu wenig Punkte. Und wenn der Verein dann einen neuen Reiz setzen will, ist das für mich absolut nachvollziehbar. Ich habe diesen neuen Reiz nicht mehr setzen können. Trotzdem kann ich sagen, dass ich mich beim FC 06 immer sehr wohl gefühlt habe und mir eine Zusammenarbeit in Zukunft durchaus vorstellen kann", lautet der unverblümte Kommentar von Thomas Lutz, der jetzt vor einer besonderen Situation steht: "Ich war 28 Jahre ununterbrochen Trainer. Jetzt muss ich mal schauen, wie ich die Wochenenden verbringe. Vielleicht kicke ich weiter in der Reserve mit", sagt der 48-Jährige augenzwinkernd. Seit März haben die Kurstädter nur drei Spiele gewonnen, stehen aktuell mit acht Punkten aus zehn Spielen auf dem Abstiegs-Relegationsplatz 13. "Das war trotzdem eine geniale Zeit mit Thomas. Und freundschaftlich bleiben wir uns sowieso verbunden", sagt der Eltingshäuser Mario Wirth über den Oerlenbacher. Und hofft in den nächsten Spielen auf mehr Fortune, vor allem im Abschluss. Denn Chancen hatten die 06-er eigentlich in jedem Spiel genug, gereicht hat es aktuell aber nur zu sechs mickrigen Treffern. "Wir müssen schauen, dass die Jungs wieder Selbstvertrauen bekommen. Wir haben genug gute Einzelspieler, die aber wieder an ihre Stärken glauben und zurück in die Spur kommen müssen. Das Können ist doch da, es muss nur wieder abgerufen werden", sagt Mario Wirth. Und erinnert daran, dass zuletzt immer wieder Stützen der Mannschaft hatten passen müssen. Unterstützt wird der 38-Jährige vom Spielerrat um Christian Heilmann, Christian Laus und Florian Heimerl.

"Uns ist bewusst, dass Thomas Lutz ein ausgezeichneter Trainer und ein überragender Mensch ist. Sein Name wird bei uns immer einen guten Klang haben, dafür werde ich sorgen. Trotzdem mussten wir handeln", sagt Rüdiger Fehr, der der Vorstandschaft des FC 06 Bad Kissingen beratend zur Seite steht. Und der sich eine andere Ansprache erhofft. "Mario ist keine Notlösung, wir trauen ihm das uneingeschränkt zu. Und er kommt eher über die Motivation, ist von der Mentalität aggressiver als Thomas, der mit der Kritik der vergangenen Wochen sehr gelassen umging. Das hat mich beeindruckt", sagt Rüdiger Fehr, der keinen Zweifel daran lässt, diese Trennung zu bedauern: "Ganz ehrlich, ich finde die Situation zum Kotzen. Trotzdem kann ich mir absolut vorstellen, dass Thomas nicht das letzte Mal Trainer beim FC 06 war." Im Oktober 2014 hatte Thomas Lutz sein Traineramt beim FC 06 angetreten in der Nachfolge von Rüdiger Klug. Auch der kehrte übrigens wieder zu den Kernstädtern zurück, trainiert aktuell die U-19 in der Bezirksoberliga.
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