Juniorenfussball

Peter Rückel: Das ist eine gute Sache

Zu den Fortbildungen am DFB-Stützpunkt Münnerstadt kommt ein fester, aber überschauberer Stamm von Vereinstrainern.
Einer der "Macher" am DFB-Stützpunkt: Peter Rückel.Markus Behringer.
 
Die mangelhafte technische und kreative Ausbildung im deutschen Jugendfußball wurde zuletzt, auch von Seiten des DFB, immer wieder kritisiert. Wahrscheinlich liegt der Schwerpunkt bei den öffentlichen Veranstaltungen der DFB-Stützpunkte deshalb vermehrt auf Eins-gegen-eins-Situationen. So auch beim 29. DFB-Infoabend für Jugendvereinstrainer mit dem Thema "Basics des 1 gegen 1: Angreifer mit dem Rücken zum Tor - aus Offensivsicht" auf dem Sportgelände des TSV Münnerstadt.

Gut 20 Jugendtrainer aus dem gesamten Landkreis waren anwesend und profitierten zusätzlich von den Broschüren, die am Ende der theoretischen Nachbetrachtung bereitlagen. "Leider sind es mehr oder weniger immer die gleichen Teilnehmer. Das ist schade, denn man kann als Vereinstrainer definitiv das ein oder andere rausziehen. Das ist schon eine gute Sache, was der DFB macht", sagt Stützpunkt-Trainer Peter Rückel. Gibt aber auch zu bedenken, dass es schwieriger sei, das Gezeigte im Verein genauso umzusetzen, weil sich im Stützpunkt alle Spieler in etwa auf dem gleichen Level befänden.

Die Einheit ist in vier Phasen eingeteilt, die verschiedene, immer komplexer werdende Übungen beinhalten. Im vier gegen vier wird den Kindern der Jahrgänge 2005 und 2006 zum Beispiel beigebracht, den Mitspielern mit Hilfe von Kommandos wie "Dreh" oder "Klatsch" bewusst verbale Hilfen zu geben. Zudem mache die Spielform Konditionstraining überflüssig, weil die Spieler sich schon sehr viel bewegten. Während Marcel Klug das Training leitete, kommentierte Peter Rückel vom Spielfeldrand und stand für weitere Fragen zur Verfügung. "Wichtig ist, dass die Kinder viel selbst machen, viel ausprobieren", betont der Bad Kissinger immer wieder, "in diesen Situationen ist auch Kreativität gefragt." So schrecken die Nachwuchstalente auch vor anspruchsvollen Tricks und Finten nicht zurück. "Natürlich gibt es viele Fehlversuche, aber die Spieler müssen zu eigener Lösungsfindung motiviert werden."

Bei der theoretischen Nachbetrachtung und -Besprechung im Sportheim blieben zur Trainingseinheit kaum noch Fragen übrig. Deshalb wurde der Fokus auf die generelle Situation im Stützpunkt und im regionalen Jugendfußball gelegt. Unter anderem wurde moniert, dass die älteren Jahrgänge des Stützpunkts keine Turniere oder Freundschaftsspiele mehr bestreiten. Zudem stehen bei den Turnieren der Jüngeren keine Schiedsrichter zur Verfügung. "Das ist wohl auch eine finanzielle Frage", erklärt Rückel, verspricht aber, die Kritik weiterzugeben. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen und Betreuern ist dem Stützpunkt-Trainerteam sehr wichtig. Aus diesem Grund hoffen sie, dass die Teilnahmebereitschaft beim nächsten Infotermin am 7. Mai nächsten Jahres etwas höher ausfällt. Markus Behringer
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