Handball 3. Liga

Mit den Fans im Rücken läuft's prima beim HSC

Die Rothosen schlagen auch die Baunataler vor eigener Kulisse.
Gegen die Sprungwürfe von Gary Hines (am Ball) war kaum kein Kraut gewachsen. Der US-Amerikaner steuerte fünf Treffer zum 26:23-Sieg des HSC Bad Neustadt gegen Eintracht Baunatal bei. Foto: Anand Anders
 
von PETER BALTHASAR
HSC Bad Neustadt-Rhön - GSV Eintracht Baunatal 26:23 (10:9).
Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg. "So kann es ruhig weitergehen", meinte ein strahlender Margots Valkovskis im Foyer, wo er sich unter diesen Umständen natürlich gerne den Fragen der Fans stellte. Dabei hatte der HSC-Coach einige taktische Änderungen zu erklären, wobei eine von Anfang an durchgezogen wurde: "Wir wollten im Angriff keine Hektik aufkommen lassen, geduldig kombinieren und erst im letzten Moment, sprich in Zeitnot, abschließen." Das gelang gut, "weil Gary mit seinen Sprungwürfen erfolgreich war", führte aber auch zu einer gewissen Trefferarmut vor dem Seitenwechsel. Der Gegner war, da nur mit acht Feldspielern angereist, ebenfalls an keinem hohen Tempo zwecks Schonung der Kräfte interessiert, hielt aber bis in die Anfangsphase der zweiten Halbzeit stets den Anschluss.

Die Kurstädter gingen vor den diesmal nur 405 Zuschauern durch einen Treffer von Filip Milutinovic in Führung, was ihm sichtlich Auftrieb gab und zu seinem persönlichen HSC-Rekord (4 Treffer) führte. Die Nordhessen glichen durch Paul Gbur postwendend aus, ehe beidseits erste technische Fehler oder Fehlwürfe zu notieren waren. Schon in den Anfangsminuten machte ein Spieler auf Gastgeberseite klar, dass er auch in dieser Begegnung ein Rückhalt seines Teams sein wollte: Torhüter Nick Weber. Treffer von Maxi Schmitt und Gary Hines sorgten kurz vor dem Seitenwechsel für die erstmalige Zwei-Tore-Führung der Heimsieben.
Die zweite Halbzeit verlief bis zum 13:13 ausgeglichen. Die Vorentscheidung fiel zwischen der 35. und 40. Minute, als Timo Riesenberger, Jan Wicklein und Franziskus Gerr, unterstützt von den Reflexen ihres Keepers, eine Drei-Tore-Führung herauswarfen. Als Milutinovic und Hines sogar für das 21:16 sorgten, schienen zwei weitere Punkte eingetütet.

Doch nun bäumte sich der Gast noch einmal auf, nutzte in einer 6:4-Überzahlsituation die freien Würfe, was aus Sicht der Einheimischen zum wenig beruhigenden Zwischenstand von 22:20 führte (55.). Die endgültige Entscheidung fiel nach dem 23:21, als Wicklein und Maxi Schmitt, die Schützlinge von Mirko Jaissle agierten da mit einem siebten Feldspieler, den alten Vorsprung (25:21) wiederherstellten. Die nächste taktische Maßnahme der Nordhessen, die offene Manndeckung, schlug ebenfalls fehl - nach Anspiel von Vilim Leskovec warf Gerr zum umjubelten 26:22 ein.

An der Berechtigung des Heimsieges gab es keinerlei Zweifel. "Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen, unsere Neuzugänge haben sich nicht nur überraschend schnell integriert, sondern sich auch als Verstärkung erwiesen", freute sich HSC-Geschäftsführer Dieter Schulz, der nun mit großer Hoffnung dem nächsten Heimspiel am kommenden Wochenende gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden entgegenblickt. Die hochgehandelten Odenwälder kassierten eine überraschende Niederlage gegen den Aufsteiger aus Northeim, scheinen also nicht unschlagbar zu sein.
Tore für den HSC: Jan Wicklein (6/1), Gary Hines (5), Maximilian Schmitt (4), Filip Milutinovic (4), Timo Riesenberger (2/2), Franziskus Gerr (2), Vilim Leskovec (2), Felix Wolf (1).

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