Motorsport

Hauenstein: Ein Markenzeichen der Rhön

Uwe Lang zeigt beim Bergrennen eine tadellose Leistung und siegt souverän. Die Zukunft der Veranstaltung ist gesichert.
Wieder die Nummer 1 am Hauenstein: Der Schweinfurter Uwe Lang im Osella PA20A fuhr in Hausen seinen sechsten Gesamtsieg ein.  Fotos: Anand Anders
 
"Das Wochenende war toll, die Fahrer waren toll, das Wetter war toll und wir haben hochklassigen Motorsport gesehen", schwärmte Christian Röder, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Rhön vom 48. Hauenstein-Bergrennen. Rhön-Grabfelds stellvertretender Landrat Josef Demar erhob das Bergrennen zu einem Markenzeichen der Rhön und Christian Röder honorierte die Unterstützung durch das Bad Neustädter Unternehmen Jopp mit seinen Dankesworten an den geschäftsführenden Gesellschafter Hubert Büchs.

Tatsächlich hatte das Wetter super gepasst, abgesehen von einem kurzen Schauer nach Rennende, die Besucherresonanz mit mehreren tausend Motorsportfans war in Ordnung und Christian Röder sah wie auch Rennleiter Klaus Höhn das Hauenstein-Rennen mittelfristig gesichert, da ein möglicher Naturpark Rhön das Biosphärenreservat um Hausen nicht tangieren würde. Hausens stellvertretender Bürgermeister Frank Eckert zeigte sich beeindruckt von der Technik der Fahrzeuge und den Leistungen der Piloten.

Die Zuschauer erlebten rassigen Motorsport in der Hochrhön, bei dem die Fahrer bis ans Limit gingen, aber kein schwerer Unfall oder gar Verletzte zu beklagen waren. Der Rennsonntag lief wie am Schnürchen und gegen 16.30 Uhr waren die Rennläufe problemlos abgewickelt. Beeindruckend war wieder die Gastfreundschaft der Hausener, die gerne ihre Höfe und Garagen öffneten. Das halbe Dorf verwandelte sich in das Fahrerlager. Allen voran der Schweinfurter Uwe Lang zeigte eine tadellose Vorstellung und holte sich nach zwei Regen-Pleitejahren seinen sechsten Gesamtsieg in Hausen.

Der vierfache deutsche Bergmeister verzückte in seinem Osella PA20A die Fans aus der Region. Sein Sohn Georg Lang bot ebenfalls eine starke Performance. Der 26-Jährige wurde Zweiter seiner Formel-3-Klasse und Sechster im Gesamtklassement. Riesenjubel brandete bei der Siegerehrung im Festzelt auf, als die besten der Klasse 31, der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), geehrt wurden. In dieser Klasse fuhren vier Rhöner unter die besten Sechs. Johannes Wetzel aus Rüdenschwinden feierte als Klassenzweiter in seinem VW Polo G40 einen schönen Erfolg. Nicht weit hinter ihm platzierten sich Axel Reß (Vierter, Wülfershausen), Reiner Hergenhan (Fünfter, Stetten) und Dietmar Seufert (Sechster, Ramsthal).

Johannes Wetzel hatte im Fahrerlager zusammen mit seinem Cousin Michael Prinz aus Rüdenschwinden und Andreas Leier aus Hausen die Zelte aufgeschlagen. "Wir fahren, weil es uns Spaß macht. Hier zuhause und in Eichenbühl fahren wird gerne, weil uns Kumpels begleiten können", sagte Michael Prinz. Ein echtes Heimspiel hatte Andreas Leier, der 28-Jährige aus Hausen erlebte seine Bergrennen-Premiere am Hauenstein. Zuvor hatte er mit seinen Kumpels ein halbes Jahr an seinem BMW 318i geschraubt, um das Fahrzeug rennfertig zu bringen.
Die gebürtige Hausenerin Jasmin Markert stand ebenfalls im Blickpunkt der Einheimischen. Sie wohnt inzwischen in Oberstreu, betreibt seit 2008 Motorsport und bestritt zum vierten Mal das Hauenstein-Rennen. Sie ließ in ihrer GLP-Klasse fünf Konkurrenten hinter sich. "Mich hat das Hauensteinrennen schon als Kind fasziniert", verriet die 33-Jährige, sich in ihrem VW Polo II als eine der wenigen Amazonen unter den über 180 Teilnehmern bewährte. rus
Alle Ergebnisse unter: www.hauenstein-bergrennen.de
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