Fussball Bayernliga Nord

Großbardorf muss das Maximum abrufen

Die Grabfeld-Gallier müssen sich gegen Aschaffenburg in allen Belangen steigern, um gegen die exzellent bestückte Elf von Jochen Seitz eine Chance zu haben.
Lennart Seufert (im Bild) erwartet mit dem TSV Großbardorf den Top-Favoriten auf die Meisterschaft, Viktoria Aschaffenburg. Nach zwei Niederlagen hintereinander sind die Grabfeld-Gallier auf ein Erfolgserlebnis aus. Anand Anders
 
TSV Großbardorf - Viktoria Aschaffenburg (Samstag, 16 Uhr)
In den beiden letzten Partien lief es für den TSV Großbardorf (7./17) sicher nicht wie gewünscht, die Mannschaft von Cheftrainer Dominik Schönhöfer musste zwei Niederlagen hinnehmen - jeweils 1:2 hieß es daheim gegen Ansbach und in Forchheim. "Forchheim hat mehr investiert an diesem Tag. Wir waren nicht richtig in den Zweikämpfen und stets einen Tick zu spät, obwohl wir trotzdem viele gute Chancen hatten, um zumindest einen Punkt mitzunehmen", blickt der TSV-Coach zurück.

In Oberfranken probierte Schönhöfer eine neue Abwehrtaktik aus, ließ mit einer Dreier- statt der gewohnten Viererkette agieren. "Für uns Spieler war dies eine große Umstellung, die leider weniger gut geklappt hat. Sie war aber sicher nicht der Grund für unsere Niederlage, sondern die Leistung von allen war in Forchheim nicht gut", analysiert Lennart Seufert, linker Außenspieler in der Abwehrkette, der in Schweinfurt Ingenieurswesen studiert. Der 20-Jährige, der in Althausen wohnt, gibt sich äußerst selbstkritisch, wenn er auf seine Saisonleistungen angesprochen wird. "Ich war einige Male mit mir selbst nicht zufrieden und es gab auch schon mal Kritik vom Trainer. Aber immer sachlich, da er uns mit ihr helfen will."

Nun steht mit der Viktoria aus Aschaffenburg (5./19) die nächste Mammutaufgabe für die Schönhöfer-Truppe auf dem Programm, denn die Elf von Trainer Jochen Seitz ist der Topfavorit auf den Meistertitel, rangiert aber derzeit nur auf dem fünften Platz, da man vor allem in der Fremde schwächelte und nur einen Punkt aus den letzten drei Auswärtsspielen buchte. Zuletzt aber wurden die Bayern aus Hof im heimischen Stadion mit 6:1 abgewatscht. Dabei trafen Björn Schnitzer, der Denker und Lenker der Mannschaft, und Christian Breunig, Neuzugang aus Haibach und langjähriger Torjäger der Bayernliga, jeweils zweimal.


Herausragende Einzelspieler

Schönhöfer hat eine hohe Meinung von der Viktoria, die nach dem in der Relegation verpassten Regionalligaaufstieg den in dieser Saison unbedingt schaffen will. Dafür sollen namhafte Neuzugänge wie Breunig mithelfen. Auf ihn müssen die Grabfeld-Gallier ebenso aufpassen wie auf Björn Schnitzer, der bereits zehn Mal eingenetzt hat. "Sie haben herausragende Einzelspieler in ihren Reihen, die ein Spiel alleine entscheiden können. Da müssen wir die Räume eng halten und uns gegenseitig unterstützen", nennt der TSV-Trainer ein mögliches Erfolgsrezept.

"Aschaffenburg ist individuell sicherlich die am besten besetzte Mannschaft und fußballerisch das Maß in der Bayernliga. Um da entsprechend was holen zu können, müssen wir uns extrem steigern und jeder an sein Maximum kommen. Läuferisch, kämpferisch und vor allem spielerisch müssen alle eine Schippe drauflegen. Jeder muss seine Leistungsobergrenze erreichen. Nur dann können wir etwas erben", sagt Schönhöfer, der fordert, dass seine Mannen im Spiel nach vorne wieder zielstrebiger agieren, um den Gast auch in der Defensive zu beschäftigen: "In jedem Fall wird es ein hochinteressantes Match für meine Jungs."

Positiv ins Match gehen, das fordert Seufert. Jeder muss seine Einstellung ändern. Dann können wir mindestens einen Zähler holen. Wir können Fußball spielen, das haben wir oft bewiesen. Ich bin durchaus optimistisch, dass uns dies auch gelingt." Günter Madrenas

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