Fussball Bayernliga

Gallier-Genialität und ein Schuss Wehmut

Der TSV Großbardorf gewinnt das Unterfranken-Derby gegen den bis dato ungeschlagenen Würzburger FV hochverdient.
Die Entscheidung: Manuel Leicht (links) hat zum 2:0 für die Grabfeld-Gallier (rechts Benedikt Floth) im Spiel gegen den Würzburger FV getroffen und dreht jubelnd ab.  Foto: Anand Anders
 
TSV Großbardorf - Würzburger FV 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Lennart Seufert (53.), 2:0 Manuel Leicht (56.).
"Derbysieger, Derbysieger", skandierten die Spieler des Nord-Bayernligisten TSV Großbardorf nach dem Abpfiff von Zweitliga-Schiedsrichter Florian Badstübner (Windsbach) und ihrem insgesamt sicheren 2:0-(0:0)-Erfolg über den bis dato ungeschlagenen Würzburger FV. "Unterm Strich boten meine Jungs gegen einen starken Gegner eine hervorragende Leistung", sagte TSV-Trainer Dominik Schönhöfer. Nach sieben Minuten die erste Möglichkeit der Gallier durch einen Kopfball von Benedikt Floth nach einer Flanke von André Rieß, der auf der rechten Außenposition für mächtig Wirbel sorgte und eine sehr gute Leistung bot. Nach einer Viertelstunde der erste, aber auch einzige Moment, der den Dreier der Bardorfer hätte verhindern können. Patrick Hofmann schob das Leder freistehend zwar an Schlussmann Marcel Wehr, aber auch am Pfosten vorbei.


An die Unterkante der Latte

In der Folgezeit dominierte der Gastgeber, der immer wieder zu Chancen kam, diese aber nicht zur Führung nutzen konnte. Pech hatte man allerdings nach 41 Minuten, als ein Gäste-Abwehrspieler Björn Schönwiesner anschoss, das Leder aber von der Unterkante der Latte wieder ins Feld zurücksprang. Was die Großbardorfer in der ersten Viertelstunde nach der Pause boten, war Fußball vom Allerfeinsten. "Da hat die Elf super Fußball gespielt und wurde dafür auch reichlich belohnt", resümierte der TSV-Coach. Zum ersten nach 53 Minuten, als Rieß seinen Kapitän Manuel Leicht anspielte, dessen Eingabe zu Lennart Seufert durchrutschte, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Zum zweiten Mal nur drei Minuten später, als die Hausherren bewiesen, dass man noch schöner herausgespielte Tore schießen kann. Nach einem millimetergenauen Steilpass von André Rieß, sah Björn Schönwiesner den komplett frei stehenden Manuel Leicht, der den Ball über die Linie schob. Nach Spielschluss kam bei der Verabschiedung von Manuel Orf nach 13 Jahre im grünen Trikot Wehmut auf. Er verlässt den Klub aus beruflichen Gründen. Günter Madrenas
Großbardorf: Wehr - Zang, Orf, Hölderle, Seufert - Illig - Rieß (79. Rugovaj), Zehe, Schönwiesner - Floth (70. Dinkel), Leicht (90. + 1 Breunig).

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