Fussball Verbandspokal

Die Pechsträhne der Rothosen soll am Wasserturm enden

Der TSV Rannungen freut sich am Mittwoch (18.30 Uhr) auf den Hit gegen die Würzburger Kickers. Die Profis wollen den ersten Pflichtspielsieg in 2017 landen.
Bereit für ein Tänzchen mit den Profis: Rannungens Daniel Kraus (links, gegen den Sömmersdorfer Tobias Garbe). Foto: Hopf
 
von JÜRGEN SCHMITT
Gegen einen Dorfverein also soll der erste Pflichtspielsieg her. Für die Würzburger Kickers, für die 2017 bislang ein Seuchenjahr ist. In der Rückrunde der vergangenen Saison gelang dem (damaligen) Zweitliga-Aufsteiger kein einziger Sieg, was nach Platz 6 der Vorrunde zum unerwarteten Absturz in die Drittklassigkeit samt Rücktritt von Trainer-Ikone Bernd Hollerbach führte, mit dem die Rothosen in den Jahren zuvor einen beispiellosen Aufschwung erlebten. Trist bleibt die Gegenwart, weil die jetzt von Stephan Schmidt trainierten Mainfranken nach vier Spieltagen in der Dritten Liga immer noch sieglos sind. Nach den Punkteteilungen beim SV Meppen (2:2) und gegen den SV Werder Bremen II (1:1) gingen die Auftritte gegen Preußen Münster (0:1) und am Sonntag vor 16 000 Zuschauern beim FC Magdeburg (1:2) in die Binsen.

Eine ganze Spur beschaulicher wird es am Wasserturm, wo der Bezirksliga-Aufsteiger und Kreispokalsieger im besten Fall mit einer vierstelligen Kulisse rechnet. "Wir werden auch diese Aufgabe mit dem nötigen Respekt angehen. "Aber klar ist, dass wir der Favorit sind und uns für die nächste Runde qualifizieren wollen", sagt Kickers-Trainer Stephan Schmidt, der mit seiner Mannschaft am Samstag (20.45 Uhr) den ungleich schwereren Brocken aus dem Weg räumen muss, denn in der ersten Runde des DFB-Pokals treffen die Kickers auf den Bundesligisten SV Werder Bremen.

Es passt ins Bild, dass die Unterfranken dieses Spiel am Bieberer Berg in Offenbach austragen müssen, weil am heimischen Dallenberg nach juristischen Scharmützeln mit Anwohnern in den Abendstunden kein Spiel stattfinden darf und der DFB keiner Vorverlegung aufgrund der Fernsehverträge zugestimmt hatte. In Rannungen wird Stephan Schmidt "personell sicherlich die eine oder andere Änderung vornehmen. Was genau, entscheiden wir aber kurzfristig".

Im 1100-Seelen-Ort ist derweil die Vorfreude groß auf diesen David-Goliath-Vergleich. "Bis zum Sonntag lag der Fokus für uns klar auf einen gelungenen Bezirksliga-Auftakt. Das hat geklappt. Jetzt kommt mit den Kickers das Zuckerstück", sagt Abteilungsleiter Michael Hobelsberger, der keine Probleme in der Organisation sieht. "Nach der Aufstiegs-Relegation haben wir mit größeren Kulissen ja unsere Erfahrungen gemacht. Darüber hinaus sind wir im regelmäßigen Kontakt mit der Polizei und den sehr sympathischen Würzburgern."

Für die Mannschaft, die auf drei Urlauber verzichten muss, hatte Trainer Klaus Seufert am Montag ein Regenerations-Training angesetzt. "Nach unserem Sieg über Sömmersdorf ist die Stimmung natürlich gut, die Jungs sind heiß auf dieses Spiel. Für uns wird es wichtig sein, kompakt und geordnet zu stehen. Und eine Portion Gelassenheit an den Tag zu legen, um die Nervosität so gering wie möglich zu halten", sagt Seufert.
Leiter der Partie ist Drittliga-Schiedsrichter Steffen Mix (Abtswind). Auch in diesem Spiel werden, nach Abzug der Unkosten, die Einnahmen geteilt. Leer gehen die Würzburger also keinesfalls aus.
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