Fussball

Der TSV ist der neue "alte" Stadtmeister

Münnerstadt sichert sich bei der Stadtmeisterschaft erneut den Titel. Trotz spannender Partien wurde diskutiert, ob die Turnierform so noch sinnvoll ist.
Wer ist schneller - Reichenbachs Christian Pickel (links) oder Münnerstadts Lucas Fleischmann? Münnerstadt gewinnt diese Partie jedenfalls mit 2:0 und wird Stadtmeister. Für den FC Reichenbach reicht es wegen Personalmangels am Ende nur zu Platz Drei.  Foto: ssp
 
von PETER BALTHASAR
Der neue Fußball-Stadtmeister heißt wie der alte: TSV Münnerstadt. Der Bezirksligist setzte sich bei der Meisterschaft, die die DJK Windheim anlässlich ihres 65-jährigen Jubiläums ohne Probleme ausrichtete, ganz souverän durch. "Die Spielzeit ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig" - die Begegnungen wurden bei einer Spielzeit von 30 Minuten im Modus "Jeder gegen jeden" absolviert - "doch damit sind meine Spieler gut zurechtgekommen. Sie haben jeweils vom Anpfiff weg immer den Weg Richtung gegnerisches Tor gesucht", freute sich TSV-Coach Thomas Dietz.

Zum Auftakt hatten dessen Schützlinge beim 4:0-Erfolg gegen die SG Burghausen/Reichenbach II wenig Mühe, schwerer war es da schon gegen den alten Rivalen und frischgebackenen Kreisligaaufsteiger FC Reichenbach. "Das war das beste Spiel des Turniers", waren sich die Fußballexperten Hansi Schmitt und Franz Müller am Spielfeldrand einig, deren Söhne standen aktiv beim 2:0-Sieg gegen die Teutonen auf dem Platz. Etwas gemächlicher, aber jederzeit kontrolliert, gewann der Favorit auch sein Match gegen die SG Seubrigshausen/Großwenkheim (3:0).

Für Platz Zwei war eigentlich die Reichenbacher Erste prädestiniert, doch die verlor ganz überraschend auch gegen die neuformierte Elf aus Burghausen/Windheim und Reichenbach II mit 1:3. Die Überraschung war allerdings dadurch erklärlich, "weil die erste Mannschaft über die gesamte Spielzeit aus Personalmangel in Unterzahl agierte", so Betreuer Jonas Schäfer. Die ersatzgeschwächte Elf feierte so insgesamt nur einen Sieg, der zudem gegen den B-Klassisten aus Seubrigshausen und Großwenkheim beim 2:1 knapp ausfiel. Die Spieler aus dem östlichen Stadtgebiet ergatterten sich immerhin einen Punkt beim torlosen Remis gegen die SG Burghausen/Reichenbach II.

Alle Partien waren von großer Fairness geprägt, aber ob eine Stadtmeisterschaft noch sinnvoll ist, wurde auch in Windheim von den Beteiligten bezweifelt. "Früher waren hunderte Zuschauer bei der Stadtmeisterschaft", erinnerte sich Windheims Lothar Nöth. "Das Interesse lässt leider gewaltig nach, die Zahl der Zuschauer befindet sich im Sinkflug." Dem konnte der 2. Bürgermeister der Stadt Münnerstadt, Andreas Trägner, nur mit Bedauern zustimmen: "Vielleicht sollte man die Form der Stadtmeisterschaft überdenken und in eine andere Turnierform einbetten."

Die Stadtmeisterschaft endete mit einem Einlagespiel der Alten Herren aus Reichenbach/Burghausen gegen den VfB Burglauer entgegen so manch früherer "Schlacht" schiedlich friedlich, auch weil Schiedsrichter Wolfgang "Buddy" Hein erst gar keine Härten aufkommen ließ, mit 1:1.
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