Fussball Bayernliga

Das kleine Derby geht an die Gallier

Es hat wieder nicht sollen sein, auch gegen den TSV Großbardorf geht der Aufsteiger FC 05 Schweinfurt II als Verlierer vom Platz.
 
FC 05 Schweinfurt II - TSV Großbardorf 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Björn Schönwiesner (14.), 0:2 Maximilian Zang (77., Foulelfmeter), 1:2 Jannik Feidel (78.).
1:2 hieß es am Ende von 80 eher unspektakulären und zehn spannenden Schlussminuten, in denen die Heimelf schon noch den Ausgleich hätte erzielen können. "Aber dafür sind wir zu ineffektiv, sowohl vorn als auch hinten", sagt FC 05 II-Coach Ulli Baumann. Außerdem war er mit der Leistung des Schiedsrichters Manuel Steigerwald nicht so wirklich zufrieden. "Vorn gibt er uns einen fälligen Freistoß nicht, und hinten pfeift er einen Strafstoß, der keiner war." Tatsächlich war der Schweinfurter Marcel Behr von Lennart Seufert und Maximilian Mosandl ein wenig in die Zange genommen worden, was der Unparteiische nicht als Foulspiel werten wollte. Der Gegenzug endete mit dem 0:2 durch einen diskussionswürdigen Foulelfmeter.

Doch verloren hat Schweinfurt nicht wegen des Schiedsrichters, sondern eben wegen jener Ineffektivität. Eine Unaufmerksamkeit der Abwehr reichte, um den Gästen die Führung zu bescheren. Shaban Rugovaj schob die Kugel von rechts flach rein, die halbe Schweinfurter Abwehr rutschte vorbei, das Bein von TSV-Stürmer Björn Schönwiesner war länger als alle andere, und er schob am machtlosen Johannes Sturm vorbei zum 1:0 (14.). Schon im Gegenzug hätte Jannik Feidel den Ausgleich erzielen können, denn er wurde aus dem Mittelfeld mit einem Pass in die Tiefe und in den Lauf bedient. Doch er ließ den Ball einmal zu oft aufticken, und sein einziger Gegenspieler weit und breit spitzelte ihm den Ball weg. Bis zur Pause übrigens glänzten beide Teams durch Einfallslosigkeit.

Nach dem Seitenwechsel kam der FC 05 II zwar besser ins Spiel, blieb aber - bis auf ein paar leicht brenzlige Situationen - erfolglos. Dabei hätten die Schweinfurter durchaus von einem Patzer des TSV-Torhüters Marcel Wehr profitieren können, der einen Schuss von Markus Thomann nach vorn abklatschte, beinahe direkt auf den Schweinfurter Fabio Feidel. Der stand aber mit dem Rücken zum Tor, und als er sich gedreht hatte, hatte Wehr den Ball sicher. In der 77. Minute dann die Vorentscheidung: Ein Großbardorfer und ein Schweinfurter verhakten sich im FC-Strafraum, es gab Strafstoß. "Das war nie und nimmer ein Strafstoß", erregte sich Ulli Baumann, und sein Gegenüber, TSV-Co-Trainer Udo Eckert, hat nach eigenen Angaben die Situation nicht genau gesehen.
Sei es drum, Maximilian Zang schickte Sturm in die falsche Ecke (77.). Vom Anstoß weg drängte der FC auf den Anschluss, und dieses Mal machte Jannik Feidel alles richtig, als er die Kugel nach einem leichten Gedränge zum verdienten Anschlusstreffer über die Linie bugsierte (78.). Und nur kurz darauf köpfte Seufert einen Ball von der Linie, den zuvor FC-Kapitän Steffen Schmidt mit links aus der Drehung über Behr gelupft hatte. Das wäre das 2:2 gewesen, denn vom TSV kam gerade in den letzten zehn Minuten nichts mehr, was sich mit Fußball hätte beschreiben lassen können.

"Alles ist gut, solange man gewinnt", fasste Udo Eckert, Co-Trainer der Grabfeld Gallier, die 90 Minuten zusammen. Es war, sagt er, das "erwartet schwere Spiel, die Schweinfurter haben es richtig gut gemacht". Zudem kamen seine Spieler mit dem Kunstrasen in Schweinfurt nicht wirklich zurecht, weshalb sich auch die ein oder anderen Stockfehler erklären lassen. Und auch wenn die Heimelf mehr Chancen hatte, so sieht Eckert den Sieg dennoch als "verdient" an. Guido Chuleck
Großbardorf: Wehr - Seufert, Zang, Mangold, Rieß (60. Mosandl) - Leicht (84. Dietz), Piecha - Schönwiesner, Zehe, Rugovaj - Floth (64. Dinkel).

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