Vlad Ruja schießt den FC 06 in die Bezirksliga

Nach vier Relegationsspielen schafft die Elf von Thomas Lutz die Rückkehr in die Bezirksliga.
Hallo Bezirksliga, wir kommen! Christian Laus feiert mit dem Nachwuchs den Aufstieg des FC 06 Bad Kissingen. Foto: Simon Snaschel
 
von PETER BALTHASAR
TSV Forst - FC 06 Bad Kissingen 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Florian Hetzel (6., Foulelfmeter), 1:1, 1:2 Vlad Ruja (53., 92.).
"Aufsteiger, Aufsteiger", schrien die 06-er, als sie sich nach dem Abpfiff des kaum geforderten Regionalliga-Schiedsrichters Simon Marx, der lediglich vier gelbe Karten zücken musste, am Mittelkreis zur ersten Feier des Bezirksliga-Aufstieges einfanden. Mittendrin ihr überglücklicher Trainer Thomas Lutz, der später von "einem verdienten Erfolg" sprach, was ihm zuvor sein tieftrauriger Forster Kollege, Udo Romeis, auch bestätigte. "Wer drei von vier Relegationsspielen gewinnt und ungeschlagen bleibt, kann nicht nur mit Glück den Aufstieg geschafft haben", so der FC-Coach.

Dieser sah seine Taktik, ohne Gegentreffer und mit Führung in die Halbzeitpause zu gehen, gleich einmal über den Haufen geworfen vor den 552 zahlenden Zuschauern. Nach sechs Minuten zappelte die Kugel im Netz des Gäste-Tores. Nach einem verlorenen Zweikampf hakelte Mario Wirth im Strafraum Florian Riegel um, "der das Bein von Mario aber auch ganz geschickt nutzte", so Lutz, der den Strafstoß aber als unstrittig bewertete.
Die Kurstädter reagierten aber nicht geschockt, zogen wie beim ersten Aufeinandertreffen (0:0) ihr Kombinationsspiel ganz ruhig und geduldig auf und erarbeiteten sich erste Torchancen. Die Gastgeber, die auf drei Positionen umgestellt hatten, versuchten es dagegen früh mit langen Bällen auf ihre Sturmspitzen Marcel Hartmann und Sascha Lommel, brachten aber das Tor von Florian Rottenberger nicht gravierend in Gefahr.

"Im Prinzip ähnelte die erste Halbzeit wie die Tage zuvor im Sportpark", berichtete Lutz. "Leider haben wir auch diesmal erste Gelegenheiten zum Ausgleich nicht genutzt." Das sollte sich gleich nach dem Seitenwechsel ändern. Nach einer Kombination, die ihren Ausgang am eigenen Sechzehner nahm, legte Christian Laus, der den TSVlern große Probleme bereitete, die Kugel auf die Außenbahn zu Vlad Ruja. Dieser tanzte zwei heimische Akteure aus und setzte das Leder unhaltbar für TSV-Keeper Julian Schunk ins lange Eck. Romeis reagierte mit der Einwechslung von zwei frischen Offensivkräften, was aber nur für eine marginale Verbesserung des TSV-Offensivspiels sorgte. Für die Lutz-Elf ergaben sich gute Kontermöglichkeiten, wobei Ervin Gergely zweimal knapp verzog. Dieser haderte erneut mit dem Schicksal, als er in bester Schussposition nicht mit einem Querpass bedient wurde.


Ins Verderben gestürmt

Die Schlussphase geriet zur Zitterpartie, es war allen Beteiligten klar, dass der nächste Treffer spiel- und aufstiegsentscheidend sein dürfte. So manchem mitgereisten FC-Fans rutschte in der 82. Minute das Herz in die Hose, als Florian Riegel einen satten Schuss Richtung FC-Tor setzte, der "fliegende" Rottenberger das Spielgerät aber noch an den Pfosten lenken konnte. Dessen Vorderleute riskierten nicht mehr viel und versuchten, mit Ballstafetten das Leder in den eigenen Reihen zu halten, um das Ergebnis über die Zeit zu schaukeln.
Als der Unparteiische schon die Nachspielzeit angezeigt hatte, rannten die Haßbergler mit Mann und Maus an - und ins endgültige Verderben. Die Forster verloren in der Vorwärtsbewegung den Ball, der gerade eingewechselte Arek Porombka schickte Ruja steil, der abgeklärt einschoss. Danach nur noch weiß-blauer Jubel nach einer Saison, die aus Sicht von Laus & Co schwach anfing, aber umso stärker endete. "Ich erwarte eine sehr interessante Bezirksliga", so Lutz, "die Landkreisderbys gegen Münnerstadt, Riedenberg, Ramsthal und vielleicht auch noch Fuchsstadt, denen ich in Feuchtwangen aber alles Gute wünsche, versprechen für uns und unsere Fans in sportlicher Hinsicht einiges".
Forst: Schunk - Ch. Meder, Glöckner, Mohr, Rösner - Riegel, Hetzel, J. Meder (25. Hofmann), Östreicher (67. Düring) - Hartmann, Lommel (59. Kraus).
Bad Kissingen: Rottenberger - Limpert, Hamzic, Heilmann, Wirth (72. Wehner) - Heimerl, Laus (90. Porombka), Hüfner, Kirichis - Ruja, Gergely (83. Winkler).





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