Stimmung im Helmut-Patzke-Stadion

Phänomenale Begeisterung beim Rhön-Grabfeld-Cup in Wildflecken. Markus Veth und Susanne Haßmüller siegen im Hauptlauf.
Die Welle für den Sieger: Markus Veth vom TSV Rannungen wird auf dem Weg ins Ziel vorbildlich unterstützt. Fotos: Sebastian Schmitt
 
von SEBASTIAN SCHMITT
Der traditionsreiche Rhön-Grabfeld-Cup ist ein beliebter Wettbewerb aus 16 sehr unterschiedlichen Läufen im Landkreis Rhön-Grabfeld. Zweimal macht der Cup in diesem Jahr auch eine kurze Zwischen-Station im Nachbar-Kreis Bad Kissingen: demnächst in Rannungen und eben in der Rhöner Marktgemeinde Wildflecken am Fuße des Kreuzbergs. Genauer gesagt im Helmut-Patzke-Stadion, wo der SV Wildflecken ein perfekt vorbereiteter Gastgeber war. Rund 220 Meldungen hatte es im Vorfeld gegeben, tatsächlich gingen dann 186 Läufer in die Wertung ein. Im Alter zwischen sechs und stolzen 80 Jahren wohlgemerkt. "Von den Kleinsten über die Hobbyläufer bis hin zu den Leistungssportlern ist hier alles vertreten", weiß Wolfgang Illek vom SV Wildflecken, der als Moderator fachkundig durch die zahlreichen Wettkämpfe führte. Schlag auf Schlag ging es von Startschuss zu Startschuss, denn von den Bambinis bis zum Hauptlauf über 5000 Meter musste ein straffes Programm durchgezogen werden. Immer mit dem bangen Blick gen Himmel. Denn es waren Unwetter zu erwarten in der Rhön. Bis zum ersten Durchgang der schnellsten 5000-Meter-Läufer, bei denen Markus Veth vom TSV Rannungen eine beeindruckende Leistung zeigte, waren beste äußere Bedingungen geboten. Dann aber öffnete der Himmel urplötzlich seine Schleusen und sorgte für ein nasskaltes Ende eines bis dahin rundum gelungenen Wettkampfes.


Alternative Route

Einziger Wermutstropfen: Beim Hobbylauf außerhalb des Stadions musste die ursprünglich geplante Strecke umgekrempelt werden, weil die Bundeswehr Einwände vorgebracht hatte. Der SV Wildflecken reagierte spontan und kreierte eine alternative Route. Der Hobbylauf durch das Gelände war auch für die Walker/Geher eine echte Attraktion. Crossläufe, Waldläufe, Bahnläufe, Bergläufe und Straßenläufe sind beim Rhön-Grabfeld-Cup über das Jahr verteilt eine echte Herausforderung für alle Altersklassen. "Im Vordergrund steht der Spaß am Laufen und an der Bewegung. Es gibt nichts Schöneres für einen Sportler als Anfeuerung und Applaus von den Zuschauern", so Illek, der selbst immer wieder motivierende Worte für die Läufer fand, denen das schwül-warme Wetter ordentlich zusetzte.


Vorbildliche Herschfelder

Und für Stimmung und Applaus war tatsächlich gesorgt. Phänomenal, mit welcher Begeisterung vor allem der SV Herschfeld beim Hauptlauf bei der Sache war. Die Sportler feuerten das gesamte Teilnehmerfeld unermüdlich an und ließen sogar die La-Ola-Welle vom Stapel. Auch bei der Versorgung der Langstreckenläufer mit Getränken griffen die Sportler des SV Herschfeld beherzt zu und waren so eine echte Unterstützung. Der Rhön-Grabfeld-Cup steht unter dem Motto "Sport statt Drogen" und soll vor allem Jugendliche animieren Sport zu treiben. Dementsprechend widmet sich der Cup eher dem Breitensport. Aber auch einige Spitzensportler tun sich regelmäßig hervor.
"Die Zeitmessung wird durch eine elektronische Zeitmessanlage durchgeführt. Spikes sind bei den Bahnläufen daher nicht erlaubt", erläuterte Illek. Außer den Bambinis benötigen daher alle Sparten bei einer Teilnahme einen Chip, der aber auch geliehen werden kann. Die Siegerehrung zur Gesamtwertung des Cups findet am Samstag, 26. November, in der Sporthalle in Hollstadt statt. Beginn ist um 15 Uhr. Gesucht wird dabei heuer die sportlichste Familie der Landkreise Rhön-Saale. In die Wertung aufgenommen werden können Mitglieder der direkt aufeinander folgenden Generationen (Oma/Opa, Vater/Mutter, Kinder, Enkel).


Ein positives Fazit

Der Rhön-Grabfeld-Cup ist zwar ein Zusammenschluss von 16 Laufveranstaltungen, deren traditionelle Eigenständigkeit bleibt aber unberührt. In die Punktewertung des jährlichen Gesamtklassements kommen 13 dieser 16 Veranstaltungen. Illek dankte alle ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren, die einen solchen Wettbewerb erst möglich machen. Am Ende konnte der SV Wildflecken hochzufrieden mit einem reibungslosen Verlauf sein. Dass alle Läufer ihr Ziel ohne nennenswerte Blessuren erreichten, rundete den gut besuchten Wettbewerb ab. "Ein tolles Ereignis mit sehenswerten sportlichen Leistungen", ist Illek überzeugt.


Hauptlauf 5000 Me
ter

Gesamt Männer: 1. Markus Veth (TSV Rannungen) 17:05 Minuten; 2. Marcus Enders (SV Frankenheim) 17:52, 3. Steven Brodführer (SC Ostheim) 17:53, 4. Holger Trump (SV Frankenheim) 17:55, 5. Mario Benkert (SV Herschfeld) 18:17, 6. Michael Söder (SC Ostheim) 18:18, 7. Martin Grau (SV Herschfeld) 18:22, 8. Ronald Schroll (RSV Wollbach) 18:26, 9. Tino Haßmüller (SC Ostheim) 18:30, 10. Arno Albert (TSV Hollstadt) 18:35;
M-20: 1. Markus Veth (TSV Rannungen) 17:05 Minuten, 2. Steven Brodführer (SC Ostheim) 17:53, 3. Daniel Wilm (SV Herschfeld) 18:59;
M-30: 1. Marcus Enders (SV Frankenheim) 17:52, 2. Michael Söder (SC Ostheim) 18:18, 3. Martin Grau (SV Herschfeld) 18:22;
M-35 1. Mario Benkert (SV Herschfeld) 18:17, 2. Tino Haßmüller (SC Ostheim) 18:30, 3. Marcel Gruber (SV Herschfeld) 19:54;
M-40: 1. Holger Trump (SV Frankenheim) 17:55, 2. Ronald Schroll (RSV Wollbach) 18:26, 3. Tim Temme (Ohne Verein) 23:21;
M-45: 1. Dietmar Schultheis (TSV Oberstreu) 18:50, 2. Jochen Zehfuß (TSV Bischofsheim) 19:09, 3. Guido Lange (TSV Hollstadt) 19:20;
M-50: 1. Arno Albert (TSV Hollstadt) 18:35, 2. Albrecht Wilm (SV Herschfeld) 20:20, 3. Dieter Manger (RSV Wollbach) 21.43;
M-55: 1. Dieter Büttner (TSV Bischofsheim) 19:51, 2. Heribert Wagner (SV Herschfeld) 24:31, 3. Klaus Schuhmann ( RK Wildflecken) 24:43;
M-60: 1. Helmut Bott (SV Herschfeld) 22:24, 2. Klaus Sauerbrey (LH Suhl) 26:06;
M-65: 1. Martin Amtmann (BRK Bad Kissingen) 20:26, 2. Wilfried Heitel (TSV Hollstadt) 30:49, 3. Franz Bleichner (SV Herschfeld) 31:33;
M-70: 1. Günter Straub (TSV Rannungen) 22:41; M-80: 1. Franz Stockheimer (TSV Brendlorenzen) 30:11.

Frauen Gesamt: 1. Susanne Haßmüller (SC Ostheim) 19:31, 2. Sonja Reiher und Tanja Dietrich (beide TSV Hollstadt) beide 21:15, 4. Manuela Greier (TSV Hollstadt) 21:43, 5. Lisa Nöth (SV Herschfeld) 22:16, 6. Manuela Schroll (RSV Wollbach) 22:49, 7. Katrin Werner (RSV Wollbach) 23:34, 8. Eileen Linser (RSV Wollbach) 24:14, 9. Petra Guck (TSV Bischofsheim) 24:17, 10. Annette Trapp (ohne Verein) 26:19;
W-30: 1. Sonja Reiher (TSV Hollstadt) 21:15, 2. Lisa Nöth (SV Herschfeld) 22:16, 3. Manuela Schroll (RSV Wollbach) 22:49;
W-35: 1. Susanne Haßmüller (SC Ostheim) 19:31, 2. Katrin Werner (RSV Wollbach) 23:34, 3. Karina Büttner (TSV Brendlorenzen) 26:39;
W-40: 1. Tanja Dietrich (TSV Hollstadt) 21:15, 2. Eileen Linser (RSV Wollbach) 24:14, 3. Petra Guck (TSV Bischofsheim) 24:17;
W-45: 1. Manuela Greier (TSV Hollstadt) 21:43, 2. Annette Trapp (ohne Verein) 26:19;
W-50: 1. Angelika Bleichner (SV Herschfeld) 26:59, 2. Christine Martin (TSV Münnerstadt) 28:49;
W-55: 1. Irene Geier (TSV Brendlorenzen) 26:43, 2. Andrea Schuhmann (RK Wildflecken) 27:43.





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