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Hallenfussball

Sportliche Vielfalt als Trumpfkarte beim SV Römershag

Mit dem Dreikönigs-Turnier hat sich der Ausrichter jede Menge Arbeit aufgebürdet. Aber das Konzept ist stimmig.
Unsere kleine Bildauswahl stammt vom AH-Turnier mit dem Duell des späteren Gewinners FC Bad Brückenau gegen die SG Oberzell/Züntersbach (in den blauen Leibchen)...
 
von SEBASTIAN SCHMITT
Traditionell kommt auch die Jugend beim Dreikönigsturnier zu ihrem Recht. Das liegt beim SV Römershag nahe, denn über 80 Kinder und Jugendliche werden in den Nachwuchsmannschaften trainiert. "Auch in Zukunft sollen unsere Kinder eine sportliche Heimat beim SVR finden können", sagt Vorsitzender Erwin Miller. "Den Trainern unserer Jugendmannschaften mit den Abteilungsleitern Harald Schütz und Thomas Dorn, denen in der heutigen Zeit eine höhere Verantwortung abverlangt wird, bin ich zu Dank verpflichtet." Insgesamt fünf Wettbewerbe für Jugendmannschaften hat der SV Römershag heuer auf die Beine gestellt. Der Teilnehmerkreis reichte vom FC Fuchsstadt im Süden bis zur Borussia Fulda im Norden und von den Sportfreunden Bad Neustadt im Osten bis zur SG Jossa im Westen.


Ultras aus dem Hessischen

Bei den "Alten Herren", die am Samstag ihre Kräfte messen durften, war die Stimmung auf den Rängen ausgezeichnet, was vor allem an den Gästen aus dem hessischen Nachbarland lag. Die SG Oberzell/Züntersbach war mit ihren mitgereisten Ultras in Sachen Lautstärke und Stimmung kaum zu überbieten. Zudem hatten die SGOZ-Ultras einige Banner extra für das Dreikönigsturnier gemalt. Da ließ sich denn auch der Gastgeber aus Römershag nicht lumpen und schickte einige Cheerleader ins Rennen, die ebenfalls stimmgewaltig die Gelb-Schwarzen zur Höchstleistung animierten.

Am Ende aber holte sich erwartungsgemäß der FC Bad Brückenau zum dritten Mal in Folge den Titel. Die Sinnstädter hatten mit Erol Sevinc, Marcel Gebhart, Sebastian Ziegler und Markus Schumm echte Hallencracks im Aufgebot und zeigten im Finale gegen die SG Oberzell eine bärenstarke Leistung. Zwei fulminante Treffer des unermüdlichen Stürmers Gebhart reichten zum Finalsieg. "Was der ersten Mannschaft wider Erwarten trotz ihrer Favoritenrolle nicht gelungen ist, haben die Alten Herren aus Bad Brückenau eindrucksvoll nachgeholt", sagte Römershags Ortssprecher Dieter Seban, der dem SVR großes Lob und Anerkennung für das Turnier zollte. "So eine sportliche Vielfalt ist schon etwas Außergewöhnliches." Dass sich beim AH-Turnier ausgerechnet Römershags neuer Abteilungsleiter Christoph Ditzel verletzte, gehört zu den Wermutstropfen einer gelungenen Veranstaltung. SV-Vorsitzender Erwin Miller versprach, dass der Verein auch im kommenden Jahr ein Dreikönigsturnier auf die Beine stellen wird. "Wir machen weiter", so Miller, der keinen Hehl daraus machte, dass die Arbeit im Hintergrund den Helfern doch Einiges abverlange. "Wir geben unser Bestes und strengen uns an."


Ausgezeichnete Stimmung

Auch beim erstmalig ausgetragenen Turnier für Frauenmannschaften war die Tribüne sehr gut gefüllt und die Stimmung ausgezeichnet. Selbst der einsetzende Eisregen konnte den Zuschaueransturm nicht bremsen. Weil sich der Zeitplan etwas nach hinten verschob, kämpften die Damen bis in die späten Abendstunden hinein um den Titel. Dass sich auf Anhieb fünf Teams für den erstmaligen Wettbewerb meldeten, lässt auf eine Neuauflage hoffen. Es gewann schließlich der SV Albertshausen vor der SG Jossa. Auf den Plätzen folgten die DJK Schondra, SG Schönderling/Thulba sowie der FC Hammelburg.


Jede Menge Gesprächsstoff

Bis zum späten Sonntagabend sorgte der kuriose Showdown zwischen der SG Oberleichtersbach und der SG Wildflecken beim Römershager Dreikönigsturnier für viel Gesprächsstoff. "Es gab Gott sei Dank keine blutigen Nasen und alles ist ja noch einmal glimpflich ausgegangen", sagte SV Römershags Urgestein Jürgen Breitenbach. "Es hätte sicherlich gar nicht so weit kommen müssen. Mit rechtzeitigen Zeitstrafen oder Platzverweisen wäre wohl noch etwas zu machen gewesen." Von Seiten des SV Wildflecken macht Kapitän Reinhard Bramowski klar, dass ein Weiterspielen in der Finalrunde unter den gegebenen Umständen nicht viel Sinn gemacht hätte. Man habe sich bei der Turnierleitung daher offiziell abgemeldet und sich dafür entschuldigt, dass man nicht mehr weiterspielen möchte.
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