Schondra zeigt Berauschendes bei Flutlicht

Zwei verschiedene Halbzeiten verhelfen Schönderling zum Sieg. In Hammelburg muss Nüdlingen weiter Lehrgeld bezahlen.
Langendorfs Sarah Kinle (links) beim Versuch, Riedens Torfrau Sabina Nagel zu umgehen - zwei Mal ist das Glück dabei auf ihrer Seite. Foto: ssp
 
von ERICH SCHNEIDER
FC Hammelburg - TSV Nüdlingen 7:1 (4:1).
Neuformierte Saalestädterinnen, Trainer Oliver Zeier hatte Dennise Gelbke zur Libera umfunktioniert und Tochter Natalie in den Angriff beordert, hatten Neueinsteiger TSV Nüdlingen jederzeit im Griff. "Wir werden wohl weiter Lehrgeld in dieser Liga bezahlen müssen", waren Benny Masts erste Worte nach der zweiten Saisonniederlage gegen einen Kreisrivalen. Den 7:1-Torreigen hatte Jennifer Hochkirch eröffnet, ehe Natalie Zeier sich als Vollblutstürmerin entpuppte und zweimal traf. Judith Fella, Ramona Michael, Marela Gärtner und Johanna Volkert bauten die Führung kontinuierlich aus. Nüdlingens Ehrentreffer war Anja Hein beim Stande von 4:0 gelungen.

DJK Schondra - SpVgg Adelsberg II 10:2 (7:0).
Es war eine rauschende Fußballnacht, die die Kickerinnen der DJK Schondra am Freitag unter Flutlicht veranstalteten. Die Reserve aus Adelsberg war nur ein Spielball der Gastgeberinnen, die sich gegenüber dem Auftaktmatch in Nüdlingen enorm steigerten und spielfreudig und torreich wie selten zuvor präsentierten. "Unsere Mannschaft gewann mit Herz und Temperament auch in der Höhe verdient gegen zum Teil blutleer spielende Gäste", resümierte die verletzt zuschauende Nicole Brust. Die kaum geprüfte Torfrau Anja Hackhausen dirigierte lautstark aus ihrem Kasten, während Spielertrainerin Birgit Klaus in der Offensive in ihrem Element war und sich bei ihrem Fünferpack wie immer durchschlagsfreudig präsentierte, während Michaela Selner der überforderten Torfau Anna Völker zweimal das Nachsehen gab. Isabell Hägerich, Juliane Weber und Theresa Knüttel steuerten je einen Treffer zum Kantersieg bei.

SV Langendorf - DJK Rieden 4:2 (2:1).
Die Gäste bestimmten zu Beginn das Geschehen und gingen relativ früh durch Regina Konrad in Führung. "Danach war uns Glücksgöttin Fortuna hold gesonnen", sagte Trainer Bernd Rose, der erst nach dem Ausgleichstreffer von Sarah Kinle etwas aufatmen konnte, zumal seine Kickerinnen langsam die Oberhand gewannen und den Ball besser zirkulieren ließen. Colleen Foote und Sabrina Zeissner sorgten zu Beginn der zweiten Halbzeit mit ihren sehenswerten Toren für die Vorentscheidung. Als der im Offensivbereich spielfreudigen Sarah Kinle das 4:1 gelang, war es um die wackeren Riedener Mädchen geschehen, deren zweiter Treffer nur noch Ergebniskosmetik bedeutete. Eine Bestnote gab es für Christin Vierheilig, den ruhende Pol in Langendorfs Mannschaft.

FC 05 Schweinfurt - SV Albertshausen 1:0 (0:0).
Fast wäre dem SV Albertshausen eine Überraschung bei den favorisierten 05erinnen gelungen. Die Gastgeberinnen waren zwar feldüberlegen, doch Elmar Herolds Truppe hielt kämpferisch dagegen. Mirjam Halbig im Albertshausener Kasten hielt, was es zu halten gab, während Vanessa Heinrich als Schaltzentrale in der Abwehr und im Mittelfeld fungierte. Als man in Halbzeit zwei die Abwehr etwas lockerte, kam der FC 05 Schweinfurt zum siegbringenden 1:0. Einen verunglückten Flankenball fälschte ausgerechnet die gute Vanessa Heinrich so unglücklich ab, dass ihre Torfrau keine Abwehrchance besaß. Obwohl die Gäste in der Endphase alles versuchten, die 05erinnen spielten unbeirrt und erfolgreich ihren Part herunter. Elmar Herold: "Fast wäre unser Defensivrezept erfolgreich gewesen, aber leider nur fast."

FC Eibstadt - SG Schönderling/Thulba 1:2 (1:0).
Die zunächst feldüberlegenen Eibstädterinnen versäumten es, nach ihrem frühen Führungstor den Vorsprung auszubauen. SG-Trainer Tizian Piezconka muss seinen Kickerinnen etwas in den Pausentee gemixt haben, die sich nach Beginn zur zweiten Halbzeit wie umgewandelt präsentierten und nun dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Immer zwingender agierten Celine Hock und Jana Schuhmann, die nicht von ungefähr mit ihren Treffern das Spiel kippten.

FV Karlstadt - MSV Modlos 0:2 (0:0).
Der MSV Modlos begann selbstbewusst, aber kontrolliert, um den Gastgeberinnen keine Räume zum Kontern zu bieten. Nach einem Pfostenkracher von Katharina Heinz wuchs die Spielerin über sich hinaus, vermochte aber noch nicht das in der Luft hängen 1:0 vorzulegen. Hinten agierten zur Freude von Trainer Lothar Schneider Christina Röckelein, Jessica Just und Marie Mätschker sehr aufmerksam und ließen nichts anbrennen. Zwar gab es im spielerischen Bereich von Lothar Schneider noch etwas zu bemängeln, doch dank der wundersamen Steigerung von Katharina Heinz fielen dennoch die siegbringenden Tore.





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