Schönhöfer macht Aubstadt zum Favoriten

Schon früh in der Saison werden die Fans im Grabfeld mit dem Klassiker verwöhnt.
Vor fast genau vier Monaten bejubelte der TSV Aubstadt seinen 1:0-Sieg beim TSV Großbardorf durch das Elfmetertor von Christoph Rützel. 1065 Fans waren seinerzeit in die Bioenergie-Arena gekommen. Mit einer ähnlichen Kulisse wird am Samstag wieder gerechnet. Foto: Anand Anders
 
Bereits am vierten Spieltag steht am Samstagnachmittag (16 Uhr) das erste Grabfeldderby auf dem Programm. Die Mannschaft von Dominik Schönhöfer geht mit breiter Brust ins sicher wieder hochemotionale Match, da man einerseits nach drei Partien noch ungeschlagen ist und zudem zuletzt noch die Auswärtshürde Würzburger Kickers II mit 2:1 genommen hat.

Mit der Leistung der Seinen ist Schönhöfer noch einige Tage danach "absolut zufrieden. Wir haben uns gegen einen starken Gegner durchgesetzt. Als es in der zweiten Halbzeit etwas eng wurde, haben meine Jungs läuferisch und kämpferisch voll dagegengehalten und letztendlich nicht unverdient den Dreier eingefahren." Auch Mannschaftskapitän Manuel Leicht zeigt sich vom Saisonstart mit den erspielten fünf Punkten einverstanden. "Wir sind immerhin neben Eichstätt und Neumarkt noch ungeschlagen. Das kann nicht so schlecht sein. Unser Punktgewinn in Ansbach war glücklich, gegen Eltersdorf hätten wir drei Punkte verdient gehabt und in Würzburg haben wir verdient gewonnen."

Klar, auch für Leicht ist es kein normales Bayernliga-Spiel, wenn womöglich wieder über 1000 Zuschauer in die Bioenergie-Arena pilgern. Ein Derby-Dreier ist das erklärte Ziel des 29-Jährigen. "Wir brauchen uns auf keinen Fall zu verstecken, denn wir können jede Mannschaft schlagen, wenn wir unsere Stärke, die mannschaftliche Geschlossenheit in die Waagschale werfen." Schönhöfer allerdings hat Respekt vor der Qualität des Gegners. "Aubstadt stellt eine hervorragende Elf. Sie haben sich mit gestandenen Regionalligaspielern wie Ingo Feser und Philipp Kleinhenz vom FC 05 Schweinfurt verstärkt. Deshalb sehe ich den Gast leicht favorisiert. Wenn meine Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen, dann bin ich zufrieden." Personell gibt es beim Tabellenfünften noch zwei Fragezeichen. Denn Maximilian Zang muss eine Prüfung ablegen und Andre Rieß ist noch aus dem Würzburg-Spiel verletzt.


Eine gute Reaktion

Natürlich warf diese Woche das Derby auch in Aubstadt seine Schatten voraus. Wer weiß, ob es nicht auch im Hinterkopf des einen oder anderen Spielers schon gegen Sand herum spukte. Der Mannschaft sei nach dem 1:1 nicht zu einem Bier zumute gewesen, gefiel TSV-Coach Josef Francic ihre selbstkritische Reaktion. "Ich bin mit ihr zufrieden, wie sie darauf reagierte und wie sie sich unter der Woche beim Training gezeigt hat. Man hat förmlich gespürt, dass das Derby-Fieber steigt."

Dennoch: Erfahrene Fußballer, von denen er einige in seinen Reihen habe, müssten sich von der ersten Minute an anders präsentieren als in Bamberg (0:3 nach einer halben Stunde) und gegen Sand (0:1 nach zehn Minuten). "Solche Schocks müssen nicht sein." Der bislang einzige Saisonsieg gelang zum Rundenauftakt mit dem beachtlichen 4:0 gegen Weiden. Gerade in der momentanen Phase vermisst Francic die zentralen Leistungsträger Daniel Leicht und Christian Köttler, "die die Mannschaft pushen, ihr Selbstvertrauen geben und mit Körpereinsatz voran gehen." Auch die zwei anderen Rekonvaleszenten Sascha Bäcker und Zarco Poznic wären in Normalform Alternativen für die Startelf. "Ich schätze, es wird eine sehr enge Kiste und es entscheiden Kleinigkeiten. Wer in Führung geht, hat einen Vorteil", findet Francic diplomatische Worte.

Etwas angriffslustiger gibt sich Aubstadts neuer Kapitän Julian Grell. "Das Feuer, das uns in zwei Spielen gefehlt hat, ist wieder zurück. Alle wissen, worum es geht. Wir haben die Woche sehr gut trainiert. Ich bin guten Mutes, dass wir das am Samstag zeigen werden. Ich bin mir sicher, dass wir da drüben gewinnen." Das übrigens sagte er vor dem letzten Derby (1:0-Sieg) Ende März auch.

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