Timothy Tarvis lässt das Wolfsrudel im Stich

Auch ohne ihren Top-Torjäger gelingen den Kissinger Wölfen drei Tore. Allerdings ist das zu wenig gegen starke Mighty Dogs.
 
von MARCUS LEITNER
ERV Schweinfurt - EC Kissinger Wölfe 7:3 (0:0, 4:0, 3:3).

Die Mighty Dogs aus Schweinfurt scheinen in dieser Saison in der Landesliga das Maß aller Dinge zu sein. Auch im zweiten Derby gegen Kissingen ließ das Berndaner-Team nichts anbrennen und siegte verdient.
Schon beim Warmlaufen bestätigte sich, was vorher als Gerücht unter den Kissinger Zuschauern auftauchte. Kissingens Neuzugang und Torjäger Timothy Tarvis stand nicht im Wölfe-Kader. Der Kissinger Vorsitzende Michael Rosin erklärte: "Er hat die Mannschaft im Stich gelassen und wird deshalb nicht mehr für Bad Kissingen auflaufen. Eine Freigabe für seinen neuen Verein erhält er aber erst, wenn finanziell alles geklärt ist."

Das waren natürlich keinen guten Vorzeichen für das Derby gegen Schweinfurt. Die mehr als 1000 Zuschauer entfachten eine gute Stimmung bei fairer Atmosphäre. Bei den Wölfen wirkte zum ersten Mal in dieser Saison Jan Pantkovsky mit. Damit hatten die Kissinger wieder einmal gerade zehn Spieler, sprich zwei Reihen, an Bord. Auf der Gegenseite reichte die Schweinfurter Bank nicht aus, um allen Spielern Platz zu bieten. Im ersten Drittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Wölfe. Die fanden aber häufig in Schweinfurts Goalie Benjamin Dirksen ihren Meister. Aber auch Bad Kissingens Torwart Michael Tscherepanow zeigte zweimal sein Können, als er in Eins-zu-Eins-Situationen gegen Dion Campbell und Matthias Kohl seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte.

Im zweiten Drittel zeigten beide Mannschaften tolles Eishockey. Die Wölfe scheiterten ein ums andere Mal am überragenden Dirksen und auf der Gegenseite schlugen die Mighty Dogs eiskalt zu. Vor allem die Reihe um den Ex-Kissinger Alexander Andrusovich, Matthias Kohl und Zdenek Vanc ließen die Scheibe gekonnt laufen. Der Lohn waren gleich vier Treffer. Zweimal Vanc und je einmal Andrusovich und Kohl sorgte für ein klares 4:0 nach dem zweiten Drittel.


Die Antwort folgt prompt

Gleich nach Wiederanpfiff gelang den Wölfen das 4:1, als Viktor Ledin endlich Benni Dirksen überwand. Auf der Kissinger Bank war wieder ein Lebenszeichen zu erkennen, aber Schweinfurt antwortete prompt. Innerhalb von drei Minuten erhöhte Michele Amrhein, Fritz Geuder und Andrusovich auf 7:1 für die Heimmannschaft. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die gegen Ende des Spiels die Zügel etwas schleifen, was die Wölfe zu einer Resultatsverbesserung durch Roman Nikitin und Michael Stach nutzten. Nach der Schlusssirene ließen sich die Mighty Dogs minutenlang von ihren Fans feiern. Auch der Kissinger Fan-Club machte trotz der Niederlage mächtig Stimmung und war am Ende zufrieden mit der gezeigten Leistung.

Nicht ganz zufrieden war Rosin: "Das erste Drittel war in Ordnung, dann haben wir leider leichte Treffer bekommen." Strahlen dagegen auf der anderen Seite. Schweinfurts Trainer Thomas Berndaner war sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: "Wir haben drei Super-Reihen. Das habe ich vor der Saison gewollt."

Fortschritte gibt es für die Wölfe in den Verhandlungen mit der Stadt. Danach sieht es gut aus, dass zumindest diese Saison fertig gespielt werden kann. Einen Neuzugang gibt es ebenfalls zu verkünden: Mit Martin Oertel vom Bayernligisten ESV Buchloe verstärkt ein Stürmer die Kissinger, der bereits in Straubing spielberechtigt sein sollte.

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