Volleyball 3. Liga

Mitspielen reicht für Hammelburgerinnen nicht

Die Damen des TV/DJK Hammelburg können nach einer Irrfahrt mit mehr Tieren als Menschen keinen Punkt in Friedberg holen.
 
von PIA SCHMITT
TSV Friedberg - TV/DJK Hammelburg 3:0 (25:16, 25:22, 25:19).

Die deutliche Niederlage wollte Olli Möller nicht allein am Fehlen von Christin Heim und Tabea Lang festmachen. "Der erste Satz war schon nicht gut, den haben wir klar verloren, obwohl wir phasenweise gut mitgespielt haben", sagte Möller. Mitgespielt hatten die Hammelburgerinnen - aber eben nicht mehr. Auch die Irrfahrt zuvor entschuldigte nicht. "Wir waren auf dem Hinweg gezwungen durch die Pampa zu fahren, weil ein Autobahnabschnitt gesperrt war und kurioserweise auch zwei Umleitungen", so Möller, "Wir haben auf dieser Fahrt definitiv mehr Tiere als Menschen gesehen." Erst als der Trainer im zweiten Satz Johanna Lesch einwechselte, gelang ihr eine Aufschlagsserie. Auf einmal lagen die Hammelburgerinnen sogar zwei Punkte vor den TSV-Damen. "Doch dann benahmen wir uns wie das Kaninchen vor der Schlange", blieb Möller bei der Tier-Metapher, "Wir sind an der Courage von Friedberg gescheitert." Eigentlich habe seine Mannschaft diesen Satz eher verloren, als dass ihn Friedberg gewonnen hätte. "Wir haben es allerdings in keiner Phase geschafft, das Spiel in die Hand zu nehmen. Wir waren nicht dominant genug", versuchte der gefrustete Trainer, eine Erklärung zu finden. Mit der Einwechslung von Linda Urbaniec kam Ende des zweiten Satzes etwas Dynamik in das Spiel der Hammelburgerinnen - zu spät.

Fehlende Beweglichkeit sollte auch den dritten Satz zur mission impossible werden lassen. "Friedberg hat nur normalen Volleyball gespielt, sie mussten keinerlei Druck auf uns ausüben, und das hat gegen uns gereicht", wusste Möller. Was in den drei Spielen zuvor gut anzuschauen war, blieb in Friedberg im Verborgenen. "Klar hatten wir eine veränderte Aufstellung, aber die hatten wir diese Saison eigentlich immer. Ich weigere mich, das als Entschuldigung für dieses Auftreten hinzunehmen", bilanzierte der enttäuschte Möller. "Ich muss das auch erst mal verarbeiten, Niederlagen beschäftigen mich immer mehr als Siege." Und nach einem kurzen Luftholen: "Für die Rückfahrt hoffe ich, dass wir weniger Tiere sehen müssen als auf der Hinfahrt", so Möller, der seinen Humor dann doch nicht ganz verloren hatte.

zum Thema "TV /DJK Hammelburg"

Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.