Kurz gepennt, alles verzockt

Mit zwei frühen Toren machte die U19 der SG Oberthulba gegen die SG Münnerstadt schnell klar, wer den Platz als Sieger verlassen würde.
Die SG Oberthulba um Moritz Büchner (am Ball) besiegte vor heimischer Kulisse die U19 der SG Münnerstadt um Spielführer Oliver Gissler (in blau). Rechts: Cedric Werner, Spielführer und Torschütze zum 3:0. Foto: ssp
 
SG Oberthulba - SG Münnerstadt 3:0 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Mika Straub (3., 8.), 3:0 Cedric Werner (82.).

Als die SG Münnerstadt richtig im Spiel angekommen war, war es eigentlich schon wieder beendet. Mit einem Blitzstart legte die SG Oberthulba eine schnelle 2:0-Führung hin - ein Rückstand, von dem sich die Gäste die gesamte Spielzeit über nicht mehr erholen sollten. "Die ersten 15 Minuten haben wir komplett verschlafen", sagte Rainer Schmittzeh. Der Gäste-Trainer musste von außen hilflos mit ansehen, wie Oberthulba gerade zu Spielbeginn nach Belieben agieren durfte. Und schon nach drei Minuten das erste Tor feierte. Ein langer Diagonalball von Frederik Döpfert flog auf die rechte Seite zu Fabian Diemer. Dieser ließ noch einen Spieler stehen und flankte mustergültig auf Stürmer Mika Straub, der per Kopf zum 1:0 einnickte. Anstatt sich auf der frühen Führung auszuruhen, legte Oberthulba gleich den zweiten Treffer nach. Straub schnappte sich den Ball im Mittelfeld, dribbelte sich durch bis zum Tor und schob lässig ins lange Eck ein - 2:0 (8.).


Vorentscheidung vertagt

"Mit der Leistung in der ersten Halbzeit sind wir sehr zufrieden, die Vorgaben wurden konsequent umgesetzt. Mit mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hätten wir auch mit einer höheren Führung in die Pause gehen können", sagte Oberthulbas Trainer Sascha Weidner und sprach damit unter anderem den Freistoß von Cedric Werner aus der 17. Minute an. Der Schuss des Spielführers senkte sich aber einen Tick zu spät und segelte über die Latte (17.). Eine weitere Gelegenheit zum 3:0 ließ Fabian Diemer ungenutzt, im Eins-gegen-Eins gegen den Torhüter versagten ihm die Nerven (35.). Durch das Auslassen der Chancen auf Seiten der Hausherren war allerdings klar: Verloren war hier für die SG Münnerstadt noch gar nichts. Und so trat der Gast in der zweiten Halbzeit auch auf: mutiger, offensiver und kampfbetonter. Dennoch fehlte weiterhin der letzte Pass. "In der zweiten Hälfte hatten wir mehr Spielanteile, konnten aber leider keine zwingenden Torchancen herausspielen", sagte Schmittzeh, der zwei gute Schusschancen aus 16 Metern von Florian Eichler verzeichnete, die allerdings am Tor vorbeigingen. Mit mehr Entschlossenheit im Abschluss hätte Oberthulba im zweiten Durchgang schon früher die Entscheidung herbeiführen können, ließ sich damit aber bis in die Schlussphase hinein Zeit. Dann wurde es aber richtig sehenswert: Werner, der im Mittelfeld viel Ruhe und Übersicht ausstrahlte, krönte seinen starken Auftritt mit dem Siegtreffer zum 3:0-Endstand (82.). Fabian Zahaczewski führte einen Freistoß auf der linken Seite kurz aus auf Werner, der aus knapp 22 Metern abzog und mit seinem Kunstschuss in den Winkel traf.

Nun musste auch der Gast die Niederlage endgültig akzeptieren, die letzten Minuten verliefen weitgehend ereignislos. "Oberthulba ist der verdiente Sieger. Kompliment aber an meine Mannschaft, die eine tolle Moral zeigte und alles versuchte, das Spiel noch zu drehen. An der starken Defensive haben wir uns aber die Zähne ausgebissen", sagte Schmittzeh.

Große Freude herrschte natürlich beim Sieger, wenngleich sich Weidner in den kommenden Spielen noch etwas mehr Entschlossenheit wünscht. "Wir haben es verpasst, frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Durch Unkonzentriertheiten haben wir den Gegner im Spiel gehalten. Das 3:0 war dann die Erlösung. Die mannschaftliche Geschlossenheit machte diesmal den Unterschied aus." tsc





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