Kissinger Wölfe hauen in Sachen Personal auf die Pauke

In den letzten Tagen der Wechselfrist haben die Kurstädter auf dem Transfermarkt noch einmal ordentlich zugeschlagen.
Die Ellbogen ausgefahren hatte Michael Stach von den Kissinger Wölfen vor den Augen seines Spielertrainers Mikhail Nemirowsky hier gegen den Haßfurter Jan Slivka (links). Genauso intensiv müssen die Kurstädter am Sonntag beim EV Dingolfing auftreten. Foto: Ralf Naumann
 
von JÜRGEN SCHMITT
Die Kissinger Wölfe sind halt immer für Überraschungen gut. Und die Fans nehmen es natürlich wohlwollend zur Kenntnis, dass sich mit Saisonbeginn doch noch was getan hat im Kader. Dort, wo Deniss Plaunovs keine Rolle mehr spielt. Der junge Zweimeter-Mann war zwar groß, aber den Verantwortlichen nicht großartig genug. "Die sportlichen Leistungen haben uns nicht überzeugt", sagt Wölfe-Vorsitzender Michael Rosin zur Trennung vom lettischen Verteidiger. Mehr als ein Ersatz ist der in New York geborene Finne Niko Samuel Grönstrand. Der gelernte Verteidiger, 1,90 Meter groß und 92 Kilogramm schwer, hatte in den Trainingseinheiten sein Talent unterstrichen und stand bereits bei der 4:5-Niederlage in Haßfurt auf dem Eis. Der Vater des 26-Jährigen ist mit Jari Grönstrand ein Ex-Profi aus der NHL, der aktuell als Scout für die Winnipeg Jets arbeitet.


Verheißungsvoller Stürmer

Die Rolle des Kontingentspielers wird der US-Amerikaner Timothy Tarvis einnehmen. Den 23-jährigen Stürmer aus Michigan bezeichnet sein Trainer Mikhail Nemirovsky als jung, schnell, dynamisch und schussstark. Als Backup-Goalie für Timo Jung wurde Lars Torben Franz verpflichtet, der in Hammelburg wohnt und von der Reserve der Schweinfurter Mighty Dogs kommt. Mit Miroslav Polak wechselt auf den letzten Drücker ein tschechischer Spieler in die Kurstadt. Der Defensivmann spielte zuletzt für den Zweitligisten HC Pribram. Inzwischen sind auch die Spielerpässe von Mike Heindl und Timothy Tarvis eingetroffen, sodass die Kissinger Wölfe beim EV Dingolfing eine schlagkräftige Mannschaft aufs Eis bringen werden. Und wohl auch müssen, um etwas zu holen bei den heimstarken Niederbayern, die am (gestrigen) Freitag in Amberg in die Saison gestartet waren.
Oberstes Saisonziel der Dingolfinger, die lediglich auf den gesperrten Benjamin Franz verzichten müssen, ist der Einzug in die Zwischenrunde. Die Vorbereitungs-Bilanz der Isar Rats kann sich sehen lassen: Aus sieben Testspielen holten die Mannen um Spielertrainer Philipp Weinzierl fünf Siege und setzten sich dreimal sogar gegen höherklassige Gegner aus der Bayernliga durch. Zum Vergleich: Die Unterfranken konnten kein einziges Vorbereitungsspiel bestreiten, haben seit dem vergangenen Wochenende aber immerhin endlich "Eiszeit" in heimischer Halle, entsprechend intensiv wurde trainiert.

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